Whisky Dinner im Schwanen Wermelskirchen

Drinklabor_WhiskydinnerWir Ihr ja schon wisst, bin ich begeisterter Whiskytrinker. Gleichzeitig weiß ich gutes Essen, mehr als zu schätzen. Warum nicht beides miteinander verbinden und an einem Whiskydinner teilnehmen. Wir sind dafür bis nach Wermelskirchen gefahren. Und eins vorweg: es hat sich gelohnt. Das Dinner fand im Familienhotel Zum Schwanen nun schon zum zweiten mal statt. In Zusammenarbeit mit Herrn Kaiser von Wega Whisky konnten wir einen tollen Abend erleben. Da meine Allerliebste ja begeisterte Foodbloggerin ist, hat sie in ihrem Beitrag den Schwerpunkt auf das Essen gelegt. Ihr könnt den Beitrag unter ihrem Blog www.kocheule.wordpress.com finden.  Ich dagegen widme mich schwerpunktmäßig den Flüssigkeiten. Wobei man das bei einem Whiskydinner nicht hundertprozentig trennen kann, da die Kombination gerade das Highlight ist.

Drinklabor_WhiskydinnerAuswahl

Die richtigen Whiskyfreaks hätte die Auswahl der Whisky nicht wirklich vom Hocker gerissen, da die hier gereichten Whiskys eher Standardabfüllungen gewesen sind. Aber die Kombination mit den Speisen war hier vor allem das Highlight. Um uns ordentlich auf den Abend einzustimmen, wurden wir zu Beginn von einem Piper und einer Trommlerin begrüßt. Wir als große Schottlandfans waren natürlich hingerissen. Aber es hat auch gleichzeitig bewiesen, dass diese Instrumente doch eher für Freiluftveranstaltungen geeignet sind. Man waren die laut. Eine ordentliche Metallband hätte da auch nicht viel mehr ausrichten können.

Drinklabor_Whiskydinner_Duddelsack

Drinklabor_Whiskydinner_Menu

Insgesamt gab es 7 Whiskys an dem Abend zu verkosten. Daneben waren im Preis auch noch Rot- und Weißwein, Wasser und Kellerbier enthalten. Man konnte auch als Nicht-Whisky-Trinker das Menu ohne Whisky buchen. Aber da hätte mir viel gefehlt. Zum Einstieg gab es einen Arran Lochranza, um uns auf einen schönen Abend einzustimmen. Das schöne bei den eher auf Einsteiger ausgerichteten Tastings ist für mich, dass ich auch mal wieder Whiskys trinken kann, die ich seit Jahren oder noch gar nicht im Glas gehabt habe. Der Lochranza war für den Einstieg eine gute Wahl. Sehr gefällig und da auch einige Whisky Neulinge dabei waren – ein guter Starter. Herr Kaiser führte uns sehr kompetent, aber auch unterhaltsam durch den Abend. Der erste Gang war dann ein Feldsalat mit porchierten Ei. Wir blieben auf Arran und tranken dazu einen Arran Amarone Finish. Der mit seinen 50 Vol. % schon ein wenig stärker daher kam. Aber mit seinem Rotweinfinish und seiner Süsse super zu dem Salat passte. Die nachfolgende Möhrenessenz war echt der Hammer – selten so intensiv Möhre geschmeckt. Leider passte der dazu angebotene Glenglassaugh Torfa nicht dazu. Dieser war speziell dafür gewählt worden, um die Vielfalt auch von Speysidewhiskys zu zeigen. Seine rauchig maritimen Furchtnoten passten zwar ganz gut zu der Suppe, haben aber den Geschmack zu stark überlagert. Auch finde ich den Torfa als solchen, nicht wirklich super gelungen. Aber danach passte wieder alles und es kam mein Highlight des Abends: Heißgeräucherter Heilbutt mit Safransauce und ganz spannend Perlgraupenrisotto. Was man für ein super Risotto man aus den bei uns eher verachteten Graupen machen kann, ganz großes Kino. Und hier war die Whiskybegleitung ein Volltreffer. Es gab dazu einen 20 Jahre alten Caol Ila von Hart Brothers. Die leichte Rauchrigkeit des Caol Ilas mit den heißgeräucherten Heilbutt – sollte man so auf die Karte setzen. Dieser Caol Ila war mit seiner schönen Süsse und den leichten Raucharoma allein schon ein Genuss – in der Kombi – himmlisch. Jetzt hieß es mittels Zwischengang mit einem super leckeren Pflaumensorbet erstmal ein wenig weiteren Appetit anregen. Danach kam dann die Portweinkonnektion zum Zuge. Glenmorangies Quinta Rubin gab es zu Schweinefilletmedallions mit Portweinscharlotten. Man hatte fast das Gefühl, dass die Scharlotten im Quina Rubin eingelegt gewesen waren. Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, wenn auch eine teure. Und auch beim Dessert hat sich Küche und Whiskypräsentator super abgestimmt. Zur Apfeltart, Apfelküchlein und Mouse gab es quasi einen hochprozentigen Süsswein. Der Nectar Do´r von Glenmorangie mit seinem Sauternesfinish harmonierte super zum Dessert. Auch dieses wäre eine Kombi für spätere Wiederholungen.

Drinklabor_Whiskydinner_Essen

Den Abschluss bildete dann Herrn Kaisers Lieblingsdestille – Springbank. Hier gab es den klassischen 10-jährigen, der wie ich finde, ein guter Abschluss nach dem Dessert war. Insgesamt war es ein tolles Erlebnis. Speziell das geniale Essen in Kombination mit den Whisky war eine spannende Erfahrung. Das nächste normale Whisky Tasting ohne Essen wird es wohl nach dieser Erfahrung sehr schwer haben. Was Chefkoch Christian Warnke mit seinem Team uns hier geboten hat, war wirklich Sterneküche. Auch noch mal vielen Dank an das Serviceteam, dass uns so toll mit Essen, Wasser und Wein versorgt hat. Wenn Ihr also einmal die tolle Erfahrung von erstklassigen Essen in Verbindung mit Whisky haben möchtet, kann ich zum Schwanen in Wermelskirchen warm empfehlen. Nächstes Jahr wird diese quasi Tradition bestimmt fortgesetzt. Und notfalls Wermelskirchen ist ja quasi vor der Haustür, da kann man für so gutes Essen ruhig auch mal so hinfahren. Und wem es zu weit ist, kann gleich im angeschlossenen Hotel übernachten.

Informationen zum Hotel, Restaurant und Öffnungszeiten findet Ihr unter: http://www.zumschwanen.com/

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Essen gehen, Single Malt Whisky, Spirituosen, Tasting Notes, Tastings, Whisky

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s