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Britische Momente beim High Tea auf dem Petersberg

Drinklabor_Petersberg1Wir Ihr vielleicht schon in dem einen oder anderen Artikel gelesen habt, bin ich ein großer Fan der britischen Insel. Und was ist neben der Queen und roten Telefonzellen so typisch britisch wie der High Tea. Dieser stellt eine separate Mahlzeit dar und kann als Steigerung des Five O’Clock Tea mit frischen Scones, Clotted Cream, Sandwiches und natürlich Tee angesehen werden. Leider ist bisher die Möglichkeit, an einem solchen Event im Rheinland teilzunehmen, recht gering ausgeprägt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass seit ungefähr 3 Monaten das Steigenberger Grand Hotel auf dem Petersberg einen solchen High Tea anbietet. Um diesen bekannter zu machen, wurden einige Food- und Reiseblogger an einem Sonntag Nachmittag im Juli auf den Petersberg eingeladen, um Hintergründe zu dem Event zu erfahren und uns selbst ein Bild von den Leckereien zu machen.

Der Samowar für den leckeren Tee

Der Samowar für den leckeren Tee

Insgesamt waren wir zu viert. Neben mir nahmen meine Herzallerliebste die Andrea vom Food-Blog Kocheule, Tina vom Reise- und Genuß-Blog Vielweib und die Gästeführerin Soledad Siechert von Bonntouren an der Vorstellung teil. Im Vorfeld führte uns Soledad, die häufig mit dem Hotel Petersberg zusammenarbeit, ein wenig durch diesen geschichtsträchtigen Ort. Obwohl ich schon fast 15 Jahre in Bonn wohne, war ich bisher erst einmal auf den Petersberg gewesen. Damals waren wir aber nur zum Essen hier oben. Diesmal bekamen wir die Gelegenheit, uns ein wenig im Hotel und den Kongressräumen umzuschauen. Wir durften sogar in eine der Suiten hineinschauen und konnten vom höchsten Punkt des Hauses, die gigantische Aussicht genießen. Soledad führte uns mit Charme und Esprit durch das Haus und konnte uns mit Anekdoten, Geschichten und  Hintergründe über die wechselvolle Geschichte des Hauses unterhalten. Wer selbst einmal in den Genuss einer Führung mit Soledad kommen möchte, um z.B. das Hotel Petersberg oder anderer Orte in Bonn und Umgebung zu erkunden, kann sich über ihre Website unter www.bonntouren.de ausgiebig informieren.

Das umfangreiche Teeangebot im edlen Möbel

Das umfangreiche Teeangebot im edlen Möbel

Nachdem wir viel von dem tollen Hotel gesehen haben, ging es zum Hauptpunkt unseres Nachmittags – den High Tea. Dieser wird dem Anlass entsprechend in der Lobby Bar  serviert. Er wird jeden Sonntag von 15.00 – 18.00 Uhr angeboten. Nachdem wir sehr freundlich begrüßt worden sind, hatten wir die Chance, uns mit den Personen zu unterhalten, die für die Köstlichkeiten verantwortlich sind. So konnten wir uns sowohl mit dem Küchenchef Alexander Fries, als auch mit der Chef-Pâtissière Jennifer  Kausch unterhalten. Wenn man nur ansatzweise deren Arbeitszeiten kennt, kann ich mich nur nochmal sehr bei den beiden bedanken, dass sie sich Zeit für unsere Fragen genommen haben. Herr Fries hat schon bei verschiedenen großen Häusern international gearbeitet.

Der Küchenchef Herr Fries bringt persönlich die Leckereien

Der Küchenchef Herr Fries bringt persönlich die Leckereien

In einigen seiner bisherigen Wirkungsstätten wurde ebenfalls ein High Tea angeboten, so dass er diesen auch auf den Petersberg anbieten wollte. Da gerade ein solches Event genau zum Ambiente und zum Anspruch eines 5 Sterne Hotels passen. Da es mittlerweile beim High Tea viele unterschiedliche Arten und Ausgestaltungen gibt, hat man sich auf dem Petersberg zur Aufgabe gemacht, sich einerseits am Original zu  orientieren, dieses aber mit einer sehr individuellen Note und der Eleganz des Hauses zu verbinden. Wir alle fanden die Umsetzung mehr als gelungen. Allein die Präsentation der Speisen kam einem großen Kunstwerk gleich.

Jennifer Kausch die Chef Pâtissière erklärt uns das Konzept

Jennifer Kausch die Chef Pâtissière erklärt uns das Konzept

Nachdem sich Herr Fries verabschiedet hatte, konnten wir uns noch ausführlich mit der Schöpferin der Köstlichkeiten Jennifer Kausch unterhalten. Sie ist mit Ihren 26 Jahren schon eine ganz Große Ihres Faches und Chef-Pâtissière in einem 5-Sterne Hotel. Außerdem kennt sie als  Lokalmatadorin, die Geschichte und den Anspruch des Hauses. Eher durch Zufall und ein Schulpraktikum wurde sie auf das Konditoreihandwerk aufmerksam. Und so schloß sie nach Ende der Schule eine Ausbildung bei dem Praktikumsbetrieb der bei uns bekannten Konditorei Fassbender an.  Danach hat sie die Chance genutzt und im Ausland u.a. in der Schweiz weitere Erfahrungen gesammelt. Beim Erzählen konnte man ihre große Begeisterung für die Patisseriekunst spüren. Sie erzählte uns zum Beispiel, dass sie längere Zeit an dem Rezept und der Umsetzung für die Maccaron gebastelt hat, damit diese auch ihren Ansprüchen genügen. Ich kann es schon vorwegnehmen, es waren bisher meine besten Maccarones. Lustig fand ich, obwohl sich den ganzen Tag mit wundervollen, leckeren Sachen beschäftigt und u.a. für alle Hochzeitstorten auf dem Petersberg verantwortlich ist, selbst eigentlich lieber herzhafte Dinge mag.

Ein Teil der Leckereien des High Tea

Ein Teil der Leckereien des High Tea

Kommen wir nun zu den Leckereien und Getränken. Da dies ein Getränkeblog ist, möchte ich mich weitestgehend mit dem Teeangebot beschäftigen. Da ich mit meiner Herzallerliebsten hier war, haben wir uns die Aufgabe ein wenig geteilt. Ausführlicher über die Köstlichkeiten wie Scones, selbstgemachte Marmelade, Maccarones, Pralinés, Sandwiches und Nussecken könnt Ihr Euch auf dem Blog Blog Kocheule meiner Herzallerliebsten informieren. Ich möchte hier besonders auf den Tee eingehen. Das Besondere an dem High Tea im Steigenberger auf dem Petersberg ist die große Auswahl an erstklassigen Tee. Im Gegensatz zum klassischen, britischen High Tea mit einem normalen schwarzen Tee meist Earl Grey oder Darjeeling mit Milch serviert, bietet das Steigenberger eine große Auswahl von ca. 28 verschiedenen Tees an. Obwohl wir auch zu Hause häufiger Tee trinken und auch dort besondere Sorten vorziehen, fand ich die Auswahl an Teesorten sehr gut. Um bei der Auswahl des richtigen Tees beraten zu können, wird es zukünftig drei ausgebildete Teesomiliers geben. Uns stand Frau Anja Lange für Fragen und Vorschläge zur Seite. Bei den Empfehlungen konnte man ihre Begeisterung für Tee und ihr großes Wissen rund um die Pflanze spüren. Obwohl sie sich noch in der Ausbildung befindet, konnte sie uns mit vielen Hintergründen und Informationen rund um Tee beeindrucken. Im Rahmen des High Tea hat sich das Steigenberger als Lieferant für die exquisite Ronnefeldt Teastar Collection entschieden. Diese kann nicht nur durch ihre Qualität überzeugen, sondern weist auch einige exklusive Mischungen auf. Viele dieser Mischungen sind so nur über Ronnefeldt beziehbar.

Frau Lange bei der Teebereitung

Frau Lang bei der Teebereitung

Wir hatten das Glück, durch eine angehende Tee-Sommeliere, nicht nur beim High Tea begleitet, sondern gleichzeitig noch ein Teetasting zu erhalten. Gleich zu Beginn konnten wir einen Blick in die umfangreiche Teekarte werfen. Hier gibt es für jeden Tee eine ganze Seite mit Hintergrundinformationen. Neben der Zubereitung, der Herkunft und der Erntezeit werden auch die Geschichte und die Geschmacksnoten des Tees beschrieben. Begonnen habe ich quasi klassisch mit einem Darjeeling Summer. Der wie der Name schon sagt, im Sommer geerntet wird. Dadurch ist das Aroma ein wenig intensiver. Der Tee wird mit heißem Wasser eines Samorwars aufgegossen und wird mit einer Teeuhr serviert. Zu jedem Tee empfahl uns Frau Lange die optimale Ziehzeit. Dabei erklärte sie uns, dass speziell bei Grüntee eine zu hohe Temperatur des Wassers zum Freisetzen von nicht gewünschten Bitterstoffen führt. Nach diesem wunderbaren Einstieg wurde ich ein bisschen mutiger und habe einen Superior Olong Tee aus Taiwan probiert. Dieser nicht ganz durchoxidierte Tee wird von Hand gepflückt und von einem erfahrenen Fermentiermeister  überwacht. Hier ist es die Kunst den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Bei Ronnefeldt versucht man die Fermentation genau auf der Hälfte zu unterbrechen. Bei den Teeblättern konnte ich gut die Trennung zwischen grünem und schwarzem Tee beobachten.

Meine Herzallerliebste hatte zwischenzeitlich einen Smoked China Tee probiert. Dieser Schwartztee wird im Rauch von schwelenden Kiefernwurzeln oder harzreichem Fichtenholz geräuchert.  Obwohl schon ein kräftiges Raucharoma in der Nase spürbar, war es auf der Zunge angenehm mild und nicht wie vermutet recht bitter. Ein wirklich spannender Tee, den man sonst nicht so häufig bekommt.

Die Jasmin Pearls vor und nach dem Aufguss

Die Jasmin Pearls vor und nach dem Aufguss

Zum Ende bat ich Frau Lange mir noch etwas besonderes zu empfehlen und sie schlug mir Jasmin Pearls vor. Im ersten Moment musste ich an den klassischen Jasmintee aus Chinarestaurants denken und wollte dankend ablehnen. Aber damit haben sie nun wirklich nichts zu tun. Zuerst zeigte sie mir die Pearls, die wirklich aussehen wie kleine Perlen. Dabei wird auf jedes Teeblatt eine Jasminblüte gelegt und dann von Hand zusammengerollt, so entstehen die kleinen Kügelchen. Das spannende ist, sowie man diese mit heißem Wasser übergießt, öffnen sie sich und geben ihr Aroma frei. Und was für ein Aroma. Der Jasmin ist nur dezent spürbar und es verbreitet sich eine blumige Note. Der Grüntee kommt sehr leicht, fast ein wenig süßlich daher. Wirklich eine spannende Erfahrung. Es hat wirklich außerordentlich Spaß gemacht, die Tees zu den Köstlichkeiten zu trinken und zu verkosten. Dabei war es eine Freude zu sehen, mit was für einen Enthusiasmus und Spaß Frau Lange die unterschiedlichen Tees empfiehlt.

Ein Teegedeck

Ein Teegedeck

Ich kann nur jeden empfehlen, der Spaß an leckeren Köstlichkeiten und Tee hat, einmal sonntags zum Steigenberger zu fahren. Dabei kann man sogar auf das Auto verzichten. Entweder man nutzt den Weg auf den Petersberg als Sonntagswanderung oder nimmt den seit Mai fahrenden Busshuttleservice vom Bahnhof Königswinter. Dieser fährt an Sonn- und Feiertagen immer stündlich ab 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Der High Tea findet jeden Sonntag ab 15.00 – 18.00 Uhr statt. Da die Kleinigkeiten alle frisch zubereitet werden, wird um eine telefonische Voranmeldung gebeten. Der Hightea wird für 28 € pro Person angeboten. Dort enthalten ist auch eine Kanne Tee nach eigener Wahl. Jede weitere Kanne kostet nur 5,50 €. Wer möchte kann den High Tea auch zu einem Ladys- oder Gentleman Tea ausweiten. Dann bekommt man zusätzlich noch einen Aperitif ihrer oder seiner Wahl. Dabei kann man sich zwischen Champagner, Kir Royal, Cognac oder auch einem Single Malt Whisky entscheiden. Weitere Informationen zum Petersberg und zum High Tea findet Ihr hier.

Hotel Petersberg – High Tea
Sonntags von 15.00 – 18.00 Uhr
Informationen

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In vier Schritten zum guten Burger

Ein wirkliches Highlight der Sommerküche und dazu ein leckeres Craftbeer oder der ein oder andere Cocktail. Wenn Ihr also wissen wollt, wie ein richtiger Burger geht – dann lest hier…

Wer ist ihn nicht gerne – einen richtig guten Burger? Zum Glück ist die Menschheit zwischenzeitlich darauf gekommen, dass man diese auch in gut machen kann. Das was man in diversen Fastfood-K…

Quelle: In vier Schritten zum guten Burger

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Avocado Dip

Extrem lecker das Zeug – Suchtcharakter.

Kocheule

kocheule_avocado-dip

Dieser Dip bringt echte Freude auf den Tisch. Cremig, frisch, pikant – alles was ein Dip braucht. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glaubt, der Dip passt wirklich zu allem. Brot, Fleisch, Fisch, Gemüse – ein echter Allrounder. Und er ist auch noch schnell gemacht!

Zutaten:

  • 1 reife Avocado
  • 1 orange Paprika (wenn orange nicht verfügbar, dann rot)
  • 2 TL saue Sahne
  • 2 EL Frischkäse (vollfett, halbfett, light – nach pers. Geschmack)
  • 1 TL getrocknete Petersilie
  • 1 Prise Zwiebelpulver
  • 1 Prise Knoblauchpulver
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 2 TL Limettensaft
  • Pfeffer und Salz zum abschmecken

Zubereitung:

  • Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und mit einem Löffel das Avocadofleisch heraus nehmen.
  • Die Paprika ebenfalls entkernen und in grobe Stücke schneiden.
  • Alles Zutaten in einen Foodprozessor geben und pürieren. (Oder den Stabmixer verwenden)
  • Mit Pfeffer und Salz abschmecken und, je nach persönlichem Geschmack, noch etwas Agavendicksaft hinzu geben.

© Kocheule

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