The Pubs from the Dirty Old Town – meine Lieblings-Pubs in Dublin

Trinklabor_Dublin13Dublin ist einer meiner liebsten Orte, um einfach die Seele baumeln zu lassen. Es hat viel zu bieten und speziell, wenn man Pubs und gutes Bier mag ist man hier genau richtig. Diese Stadt hat eine wundervolle Pubhistorie und lebendige Pubkultur. Hier findet man vom altehrwürdigen viktorianischen Pub über Partypubs bis hin zu hippen Craftbeer-Pubs einfach alles. Einen Überblick über die Pubs in Dublin zu geben, maße ich mir gar nicht erst an. Dies wäre wohl ein sinnloses Unterfangen. Hier will ich nur ein paar meiner Lieblingspubs, in denen ich schon mehrmals verkehrt habe, kurz vorstellen. Dies ist eine absolut subjektive und vor allem auch nur kleine Auswahl. Natürlich werden viele aufschreien, hallo da fehlt doch mein Lieblings-Pub oder warum hast Du diesen nicht aufgeführt. Aber wie oben geschrieben, dies ist meine kleine Auswahl. Auch habe ich versucht die Pubs zu nehmen, die recht zentral liegen und damit gut zu Fuß von der Innenstadt erreichbar sind. Wenn Ihr meint, ein absolutes Juwel sollte hier noch fehlen, könnt Ihr gern noch Empfehlungen in die Kommentare schreiben.

Der Namensgeber des Pubs

Der Namensgeber des Pubs

The Stags Head: Beginnen möchte ich mit einem Klassiker, der einfach nur wunderschön ist. Und zwar dem Stags Head. Namensgeber ist der große Hirschkopf über der Theke. Ein Pub wurde schon 1770 an dieser Stelle erwähnt, seit 1890 ist er in seinem wundervollen viktorianischen Dekor zu bewundern. Wenn man zum ersten Mal den Schankraum betritt, kommt man gar nicht mehr aus dem Staunen und Fotografieren heraus. Die filigranen Glasfenster und die toll verzierten Holzwände sind wirkliche Hingucker.

Die wundervollen Glasfenster

Die wundervollen Glasfenster

Ich empfehle Euch auch mal in den gemütlichen hinteren Teil durchzugehen. Es sind ca. 10 Biere vom Fass vorhanden. Ich fand das O´Haras Pale Ale sehr lecker. Wer Hunger hat, kann hier ganz gutes und klassisches Pubfood bekommen. Besonders in lauschigen Sommerabenden ist der gesamte Vorbereich des Pubs mit Menschen gefüllt. Dann geht man nur zum Bier holen nach drinnen und hat draußen ein fast mediterranes Ambiente.

Außenbereich des Stags Heads im Sommer

Außenbereich des Stags Heads im Sommer

Wenn Ihr also mal ein schönes Schmuckstück sehen wollt – hier seit Ihr richtig. Außerdem ist der Stags Head sehr zentral gelegen.

 

 

Stags Head, 1 Dame Court, Website

 

Die unscheinbare Außenfassade des Long Hall

Die unscheinbare Außenfassade des Long Hall

The Long Hall: Wo wir bei schönen, historischen Pubs sind, darf natürlich ein weiteres tolles Beispiel viktorianischer Pubkunst nicht fehlen – die Long Hall. Auch diese ist wie der Stags Head recht zentrumsnah gelegen. Es ist einer der ältesten Pubs in Dublin. Die Lizenz erhielt er schon 1766 und das jetzige Interieur stammt aus dem Jahr 1881. Drinklabor_Dublin6Wunderschöne Holzverzierungen und die klassische viktorianische Aufteilung. Die Bierauswahl ist eher traditionell, aber man kommt ja nicht unbedingt des Bieres wegen hierher. Es läuft kein Fernseher mit Sportübertragungen im Hintergrund und auch auf die typische Hintergrundmusik wird verzichtet. Einfach ein Pub zum Treffen und Klönen.

The Long Hall, 51 South Great George Street

 

Das Motto des Against the Grain

Das Motto des Against the Grain

Against the Grain: Nach den altehrwürdigen Pubs komme ich jetzt zu einem noch sehr jungen Pub. Aber dieser Pub hat ein wenig zu meinem Erweckungserlebnis in Bezug auf Craftbeer geführt. Das erste Mal besuchten wir das Against the Grain vor drei Jahren. Wir haben die Empfehlung von einer Pubbekanntschaft erhalten. Er meinte wenn wir Bier mögen und eine ordentliche Bierauswahl liebe, sollten wir dem Pub unbedingt einen Besuch abstatten. Der Vorteil er lag auch noch fussläufig zu unserem Hotel.

Die riesige Anzahl an Zapfhänen

Die riesige Anzahl an Zapfhänen

Die Auswahl an Bieren ist schon gigantisch. Allein die Anzahl an Zapfhähnen übersteigt die Fantasie von deutschen Kneipenbesuchern bei weitem. Für einen Dubliner Pub hat er auch besonders viele internationale Biere. Damals musste ich herzlich lachen, als ich auch Früh Kölsch im Angebot gefunden hatte. Der Pub gehört zur Gallwaybay Brauerei. Doch sie haben neben ihrem eigenen Bier, eine Vielzahl von anderen Bieren.

Aber auch eine große Flaschenauswahl

Aber auch eine große Flaschenauswahl

Daneben kann man auch sehr gut essen. Man bekommt hier modernes und kreativ abgewandeltes Pubfood.

 

 

Against the Grain, 11 Wexford Street, Website 

 

Die Tür mit dem Hinweis zum Tastingraum

Die Tür mit dem Hinweis zum Tastingraum

Palace Bar: Nun möchte ich zu einer Gegend kommen, um die ich eigentlich meist einen Bogen mache – die Temple Bar. Es gibt sowohl einen Pub, als auch ein Teil der Gegend südlich des Liffey, die den Namen tragen. Die Gegend ist einer der Touristenmagneten in Dublin. Speziell an Wochenenden ist hier im wahrsten Sinne die Hölle los. Partypeople werden ihre helle Freude haben. Für die, die sie nicht kennen – eine Mischung aus Düsseldorfer Altstadt, Schinkenstraße, Irish Pub am St. Patricks Day und Jungesellenabschied. Ich kann da gern drauf verzichten. Aber wenn man komplett einen Bogen drum herum macht, verpasst man eine wahre Pubperle. Und speziell für Irish Whiskey Enthusiasten der Place to be. Da am Rand des Temple Bar Gebietes, am Ende der Fleetstreet, bekommt man auch nicht soviel vom Trubel mit. Wenn man die Palace Bar von außen betrachtet und dann betritt, fühlt man sich in die Vergangenheit versetzt.

Die schöne Aussenfassade der Palace Bar

Die schöne Aussenfassade der Palace Bar

Dieses Lokal wurde schon 1823 gegründet und hat viel seines Charmes und seiner Einrichtung aus der damaligen Zeit erhalten. Über Jahre war es, das Stamm-Lokal für fast die gesamte Journalistenzunft in Dublin, da sich das Büro der Irish Times fußläufig in der Nähe befand. Seit 1946 ist die Bar in Familienbesitz der Familie Aherne. Diese hat sehr gute Kontakte zur Familie Teeling und der irischen Whiskyindustrie. Dies führte dazu, dass man hier gefühlt fast jede Abfüllung irischen Whiskeys seit den 60er Jahren findet. Im Obergeschoss gibt es auch noch einen separaten Tastingraum.

Die Theke mit der gigantischen Whiskyauswahl

Die Theke mit der gigantischen Whiskeyauswahl

Und wenn man sich mit dem Barkeeper gut versteht, darf man vielleicht noch einen Blick in die Sammlung der alten Schätzchen werfen. (gleich rechts neben der Eingangstür). Auch haben Sie jedes Jahr ihre eigene Abfüllung speziell für die Palace Bar.

 

 

Palace Bar, 21 Fleetstreet, Website

 

Das soll es schon gewesen sein, mit meinem kleinen Überblick über von mir geschätzte Pubs in Dublin. Es gibt unzählige weitere Perlen, Geheimtipps und Neueröffnungen. Aber für den ersten Besuch in Dublin kann man mit diesen Pubs nicht viel falsch machen. Also auf nach Dublin und genießt diese wunderbare Stadt.

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Autoquartett in modern – das Ginkartenspiel Just Gin

Das Kartenspiel in einer edlen Metallbox

Das Kartenspiel in einer edlen Metallbox

Ich gebe es unverhohlen zu, ich bin ein Kind der 80er Jahre. Und als solches, speziell der männlichen Spezies angehörig, kam man in dieser Zeit nicht an Auto-  bzw. Fahrzeugquartettkarten vorbei. Wie häufig haben wir auf den Schulhof gestanden und riefen 220 PS STICH! Und es ist eigentlich erstaunlich, dass es erst so lange gedauert hat, bis jemand auf diese simple und geniale Idee gekommen ist. Zwei Freunde Mikail und Thomas Rosen sind Ende Dezember 2015 bei einer Familienfeier auf die Idee gekommen. Und nachdem sie festgestellt hatten, dass es ein solches Quartett noch nicht gibt, ist die Idee weiter gereift. Sie wollten sowohl bekannte Marken, als auch kleine unbekannte Destillen mit rein nehmen. Ursprünglich hatten sie ca. 80 Destillen auf der Liste und bei den ersten Firmen angefragt. Die Idee kam so gut an, dass sie sich bald vor Anfragen kaum noch retten konnten. Und schon Ende Mai war das komplette Spiel mit 36 unterschiedlichen Gins fertig.

Das Kartenspiel Just Gin

Das Kartenspiel Just Gin

Jeder Gin wird anhand von 6 unterschiedlichen Kriterien beschrieben. Daneben gibt es auf jeder Karte eine offizielle Empfehlung der Destille, wie man ihren Gin am besten genießen kann. Die Kriterien sind einerseits erwartbar, wie die Anzahl der Botanicals, der Alkoholgehalt, das Gründungsjahr oder der Ausstoß in 2015. Bei anderen ist es lustig zu erfahren, wie groß die Entfernung zum Gin-Epizentrum London in km beträgt. Und da sie ja ein internationales Publikum ansprechen, natürlich auch in Meilen.  Auch der offiziell empfohlene Verkaufspreis ist angegeben, obwohl dieser natürlich von Land oder Shop stark schwanken kann.  Das Kartenspiel ist auch für den internationalen Markt vorgesehen und daher komplett in Englisch gehalten, die Angaben sind aber für jeden Ginliebhaber problemlos verständlich. Es sind Gins aus insgesamt 12 verschiedenen Ländern vertreten, so dass durchaus die Möglichkeit gegeben ist, den einen oder anderen neuen Gin kennenzulernen. Auch hier kann man den Gin-Hype ein wenig ablesen, wenn man z.B. nach Gins sucht, die vor 2012 gegründet wurden, wird es doch schon recht dünn. Da viele der Destillen erst ab 2012 oder später das Licht der Welt erblickten. Im Spiel gibt es viele spannende Gins, von denen ich überhaupt noch nicht gehört habe. So z.B. den schottischen Makar Gin, den finnischen Napue Rye oder den spanischen Sikkim Privee Gin. Obwohl der letztere schon seit 2012 existiert und 2015 stattlich 75.000 l Gin produzierte. Auch finde ich es interessant, dass auch ein paar „Berühmtheiten“ Gin produzieren bzw. produzieren lassen. So z.B. die Craftbeer Enfant Terrible aus Dänemark der Mikkeller Brauerei, die auch einen eigenen Mikkeller Gin herausgebracht haben. Und der vor allem in Wein-Kreisen bekannte Dieter Meier, der auch einen Gin – den Ojo de Agua – anbietet. Wem Dieter Meier nichts sagt, denkt mal an Formel Eins. Er ist einer der Gründer des Duos Yellow, die u.a. die  Eröffnungs-Musik zu der allseits beliebten Videomusiksendung geliefert hat.

Der Brockmans Gin mit seiner entsprechenden Karte

Der Brockmans Gin mit seiner entsprechenden Karte

Man kann das Gin-Quartett natürlich wie ein normales Quartett spielen, obwohl die meisten es doch eher zum anschauen nutzen werden. Auf der anderen Seite ist es ein wunderbares Partyspiel für die nächste Gin & Tonic Party. Ich finde ein sehr nettes Mitbringsel für jeden Ginfan oder mit einer der vertretenden Ginflaschen kombiniert ein optimales Geburtstagsgeschenk für Gin-Enthusiasten. Das Spiel kostet so ca. 10 € und ist direkt bei den Entwicklern und in einigen Onlineshops erhältlich. Außerdem kann man es auch in gut sortierten Getränkeläden finden. Im Bereich Bonn besteht die Möglichkeit, es in Godesberg im Early Bird Shop käuflich erwerben.

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Die Eifel eine Bierdiaspora?

So kennt man die Eifel

So kennt man die Eifel

Ich kann es meistens nicht sein lassen, und auch im Urlaub nach neuen Getränken und Genüssen Ausschau zu halten. Nun ging es in unserem letzten Urlaub, wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, in die Eifel. Landschaftlich ist diese Gegend eine absolute Wucht und hat tolle Ausblicke, geheimnisvolle Wälder und weite Gegenden zu bieten. Was die leiblichen Genüsse angeht, ist sie, wie soll ich es formulieren, ausbaufähig. Bei diesem Beitrag möchte ich mich kurz den Getränken widmen, die uns bei unserer 12 tägigen Wandertour begegnet sind. Natürlich fällt einen beim Stichwort Eifel zu allererst Mineralwasser ein. Allen voran natürlich Gerolsteiner, aber auch die Brohlerquellen und weitere liefern wirklich gutes und mineralreiches Wasser. Aber immer nur Wasser ist auf die Dauer auch langweilig. Speziell wenn man nach einer längeren Tour endlich an seinem Ziel angelangt ist, freut man sich auf ein leckeres und kühles Bier. Dieses zu bekommen, war häufig kein Problem, wenn man aber mal Abwechselung oder Auswahl haben wollte, dann sah es schon schwieriger aus. Trotzdem habe ich versucht, hier meine Erlebnisse bezüglich Biergenuss in der Eifel wiederzugeben. Dabei sollen nur die Biere erwähnt werden, die uns auch auf unserer Wanderung auf dem Eifelsteig begegnet sind.

Tagsüber besser alkoholfrei und aus Bayern

Tagsüber besser alkoholfrei und aus Bayern

Der Vorteil an der Eifel ist, man bekommt fast überall lokales Bier – was wirklich vorbildlich ist. Die Herausforderung dabei ist aber, dass es sich fast ausschließlich um Bitburger handelt. Und irgendwie sind sich alle Restaurants, Gaststätten und Kneipen in der Eifel einig – „bei uns gibt es Bitburger“.

Das allgegenwärtige Bitburger

Das allgegenwärtige Bitburger

Da ich definitiv kein großer Fan von Bitburger bin, habe ich mich sogar gefreut, wenn eine Kneipe mal ein anderes der großen Fernsehbiere im „Schilde führt“. Was irgendwie schade ist, dass Bitburger mit ihrem Tochterunternehmen Craftwerk so einige spannende Sorten im Programm hat. Leider scheinen sie dieses Bier aber nur in Großstädte zu liefern. Aber vielleicht ist der Eifler an sich so mit dem Bitburger verbunden, dass er keine anderen Sorten braucht. Als einzige „Alternative“ in vielen Kneipen waren Kölsch Biere, häufig von Gaffel, Früh oder Reissdorf.

Doch es gab dann doch ein paar Lichtblicke. Wenn man in der Nordeifel unterwegs ist, stößt man häufig auf die Gemündener Brauerei aus Schleiden. Von der Anmutung des Logo vermutet man eine mehr als hundertjährige Brautradition. Aber diese Brauerei wurde erst Anfang der 60er Jahre gegründet. Sie arbeitet noch immer als Familienunternehmen und hat eine traditionelle aber reichhaltige Angebotspalette. Sie reicht vom Pils, Obergärigen, Bockbier bis zum Naturtrüben. Das bekannteste Bier der Brauerei ist wohl das Eifler Landbier ein lecker, süffiges untergäriges Bier, das auch über die Grenzen der Eifel Bekanntheit erlangt hat. Daneben brauen sie in Lizenz auch das Steinfelder Klosterbier. Dieses wurde früher direkt im Kloster gebraut. Nachdem es dort keine Brauerei mehr gab, entschlossen sich die Mönche, das Bier nach Originalrezepten von der Gemündener Brauerei herstellen zu lassen. Auch dieses finde ich ein grundsolides, gut trinkbares Dunkelbier. Häufig findet man die beiden Biere nur als Flaschenbier. Einzig im Restaurant „Zur alten Abtei“, welches sich direkt vor dem Klostereingang befindet, kann man das Klosterbier auch vom Zapfhahn genießen. Diese beiden Biere sind uns das eine oder andere mal, wenn zwar nur als Flaschenbiere, aber zumindest als Alternative zum Bitburgereinerlei über den Weg gelaufen.

Das Steinfelder Klosterbier vom Fass

Das Steinfelder Klosterbier vom Fass

Zwar selten, aber ab und zu, wenn man Richtung Rhein unterwegs war, konnte man auch noch Biere der Vulkan-Brauerei aus Mendig bekommen. Dabei beschränkte es sich aber häufig auf das Helle. Wobei sich diese kleine Brauerei in den letzten anderthalb Jahren auch spannend weiterentwickelt hat. So bieten sie mittlerweile ein sehr leckeres Pale Ale und ein richtig gelungenes IPA an. Diese haben wir leider nicht bekommen, kann aber jeden empfehlen nach diesen Bieren mal Ausschau zu halten. Was Kneipen und Bierauswahl angeht, muss ich eine besonders hervorheben. Den Burghof in Daun eine wirklich gemütliche Kneipe am Fuße der Dauner Burg. Wir haben hier nicht gegessen, aber die Gerichte sahen sehr schmackhaft aus. Besonders die Idee mit „Sieben auf einen Streich“ – quasi eine Art Eifeler Tappas. Dabei werden 7 unterschiedliche typische Eifler Gerichte in sieben Schüsseln auf einer Schieferplatte angeboten. Dieses gab es in einer Fleisch- und einer vegetarischen Variante. Ich finde eine tolle Idee und wurde auch viel geordert. Was ich aber noch besser fand, es war der einzige Ort, der auch Craftbeer auf der Karte hatte. Ok kein direktes Eifler Craftbeer, aber z.B. die Gose von Fritz Wülfing von Ale Mania aus Bonn, ist ja auch schon von fast Lokalbier. Daneben gab es noch einige Biere vom Hopfenstopfer, der Schönrammer und der Riedenburger Brauerei. Daneben hatten sie auch eine gute Auswahl an Fassbieren. Neben dem obligatorischen Bitburger gab es noch Mühlenkölsch, Köstritzer Kellerbier und eine Erdinger Urweisse vom Fass. Für Bierfans in der Eifel jedenfalls ein gutes Ziel für einen anderen Biergenuss.

Einige Etappen des Eifelsteiges enden in aktiven Klöstern. Um so schöner, wenn man nach der Wanderung neben dem göttlichen Beistand auch noch ein leckeres Klosterbier bekommt. Beim Kloster Steinfeld hat man auf die lokale Brauerei zurückgegriffen. Bei dem anderen klösterlichen Etappenziel Himmerod, hat man sich auf die Mitbrüder besonnen

Himmlisches Klosterbier in Himmerod

Himmlisches Klosterbier in Himmerod

Wie in Steinfeld gibt es auch hier keine Brauerei mehr. Trotzdem sollte an die alte Tradition angeknüpft werden. Die hier ansässigen Zisterziensermönche haben daher einfach bei ihren Mitbrüder in Belgien nach gefragt. Und da in der  Abtei Val Dieu in der Nähe von Lüttich noch Bier gebraut wird und sie nicht so weit entfernt ist, hatte man das Problem gelöst. So hat sich auch meine anfängliche Verwunderung aufgelöst, als ich bei dem Himmeroder Abteibier 10,5 % Alkohol gelesen habe. Das hier angebotene Bier ist nämlich ein klassisches belgisches Quadrupel. Ein wirklich leckeres, recht süsses Stöffchen, dass trotz seiner hohen Prozente noch gut trinkbar ist. Obwohl ich sagen muss, am Ende einer 23 km Wanderung und bei guter Hitze war das Bier sehr schnell da.

Jebs Pale Ale von Kraft Bräu

Jebs Pale Ale von Kraft Bräu

Und passend zum Schluss dieses Textes, aber auch unserer Wanderung durften wir noch mal ein Highlight in Sachen Bier genießen. Am Ende des Eifelsteigs in Trier gibt es seit 1998 das Brauhaus Kraft Bräu. Diese 1. Trierer Hausbrauerei befindet sich im Hotel Blesius Garten und ist ein wenig außerhalb der Innenstadt. Der Weg dorthin lohnt sich allemal, wobei allein schon der Biergarten, aber auch das Brauhaus und die anderen Räume wunderbar eingerichtet und urgemütlich sind. Die Speisen reichen von klassisch Gut-Bürgerlich bis hin zu modernen Burgervarianten und waren ausgesprochen lecker. Aber das Highlight waren die Biere. Eine der Speisenkarte empfahl auch das jeweils zum Gericht passende Bier. Das nenne ich mal einen klasse Service.

Kraftbräu baut sogar eigenen Hopfen vor dem Haus an

Kraftbräu baut sogar eigenen Hopfen vor dem Haus an

Vom Fass gibt es ein Helles, ein Dunkles und ein Weizen. Daneben gibt es immer unterschiedliche Saisonbiere. Als wir da waren, gab es u.a. das sehr gelungene Jeb´s Pale Ale. Ein wunderbar leichtes, fruchtiges Sommerbier. Schön fand ich auch, dass direkt vor dem Hotel sogar ein kleines Hopfenfeld angelegt war. So können sie sogar teilweise Biere mit ihrem eigenen Hopfen brauen. Außerdem haben sie auch ein IPA, dass aber leider bei unseren Besuch gerade aus war.

Die Braukessel der Trierer Kraft Bräu

Die Braukessel der Trierer Kraft Bräu

Auf die Überschrift zurück zu kommen – ist die Eifel eine Bierdiaspora? – ja und nein. Überwiegend ist das Angebot an Bieren doch sehr eingeschränkt und auf Bitburger und eine Kölsch-Sorte beschränkt. Aber es gibt die wunderbaren kleinen und empfehlenswerten Ausnahmen. Und wenn man ehrlich ist, könnte man diese Aussage fast für jede Gegend in Deutschland treffen. Denn abgesehen von Franken, Berlin und einigen Großstädten sieht das Bierangebot nicht viel anders aus als in der Eifel. Aber wir sind ja nicht des Bieres, sondern der Landschaft, der Ruhe und der Natur in die Eifel gekommen. Und da ist diese Gegend wirklich etwas sehr besonderes. Und wenn man dann am Ende einer Wanderung dann noch ein schönes Bier bekommt, umso schöner. Also viel Spaß in der Eifel und genießt diese wunderbare Gegend.

Eifel Impressionen

Eifel Impressionen

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Fruchtcocktail gegen die Hitze – der Gin Frucht Cup

Gin Fruit Cup mit ganz viel Früchten und Gemüse

Gin Frucht Cup mit ganz viel Früchten und Gemüse

Nun ist der langerwartete Sommer endlich da. Und die ersten beschweren sich schon wieder, dass es so heiß ist. Ok 3-4 Grad weniger wäre nicht schlecht, aber ich freue mich über die Wärme. Und was hilft bei diesem Wetter besser als ein wunderbarer, spritziger Sommercocktail. Heute habe ich einen Cocktail ausprobiert, der quasi eine Erweiterung oder Verfruchtung des klassischen Pimms Cups darstellt – der Gin Frucht Cup. Nur dass hier anstatt des Pimms klassischer Gin, Wermut und Cointreau zum Einsatz kommt. Und dazu kommen dann einige Früchte und Gemüse – halb zur Deko, aber auch lecker zum Essen. Speziell dann, wenn die Früchte schon ein wenig im Cocktail gelegen haben. So kommen dazu Apfelspalten, Beeren und Gurkenscheiben. Auf jeden Fall ein recht leckerer, spritziger Cocktail für die heißen Tage.

Deko oder Geschmacksträger - Früchte und Gemüse

Deko oder Geschmacksträger – Früchte und Gemüse

Zutaten für den Gin-Gurken-und-Früchte-Cup

  • 5 cl Gin (ich habe den Gansloser Gin genommen)
  • 1 cl Contreau
  • 2 cl roter Wermut (Carpano Antico Formula)
  • Ginger Ale zum Auffüllen (ich hatte nur Schweppes)
  • Apfelspalten
  • Minze
  • Salatgurkenscheiben
  • frische Beeren (ich habe Himbeeren genommen)

Zuerst den Gin, Cointreau und den Wermut in einen mit Eis gefüllten Shaker geben. Das ganze für 30 Sekunden ordentlich shaken. Zwischenzeitlich ein Longdrinkglas mit Eis füllen. Dann die Himbeeren, Apfelspalte und Gurkenscheiben dazu geben. Dann die geshakten Spirituosen in das Glas abseien. Das ganze ordentlich mit einem Barlöffel umrühren. Zum Schluss noch mit ein wenig Minzblätter garnieren. Dann gleich servieren und genießen und innerhalb kurzer Zeit wird die Hitze erträglicher. Am besten mit Strohhalm servieren. Dann ist das trinken leichter und Ihr könnt damit die verschiedenen Dekofrüchte und -gemüse essen. Ich finde speziell der Apfel und die Himbeeren haben gut den Geschmack des Cocktails angenommen.

Die Spirituosen für den GinFruitCup

Die Spirituosen für den Gin Frucht Cup

 

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Darf ich vorstellen – die Craftbeer Owl

Nach der Urlaubszeit gibt es heute endlich mal wieder einen Beitrag. Diesmal aber ein etwas anders gearteter Beitrag – nämlich fast einen Fotobeitrag. Wie vielleicht einige von Euch wissen, habe ich auch einen Instagram-Account, bei dem es sich natürlich auch weitestgehend um Getränke handelt. Im Instagram-Kosmos gibt es natürlich unzählige Fotos von Flaschen, Gläsern u.a. Artikeln rund um Getränke. So habe ich mir überlegt, wie kann ich es ein wenig anders darstellen. Die kleine Reihe sollte erstmal gute Craftbeerflaschen enthalten. Zusätzlich sollte aber noch etwas ungewöhnliches dabei sein. Und so entstand die Idee der Craftbeer Owl. Meine Herzallerliebste mit Ihrem Blog Kocheule sammelt u.a. Eulen. Daher haben wir ein große Auswahl an Eulenfiguren, Eulengegenständen etc. zu Hause. Und so entstanden im Laufe der Zeit Bilder von Eulen die auf, neben oder unter ausgewählten Craftbeeren auftauchen. Bedingung war, das jede Eule nur einmal mit einem Bier zu sehen ist und auch es sollte auch nur jeweils ein Bier pro Brauerei verwendet werden. Überwiegend habe ich mich auf Craft- bzw. kleinere Brauereien beschränkt. Da Instagram ein sehr schnelllebiges Medium ist, empfahl mir Askan (vom sehr lesenswerten Blog Farmersmarkets – ein Blog über lokale und Bauernmärkte weltweit) ein paar der Fotos doch langfristiger zu erhalten. Und daher dachte ich, lasse ich Euch doch auch an ein paar der Bilder teilhaben und veröffentliche heute mal einen Fotoblogbeitrag. Natürlich gibt es auch auf meinem Instagramprofil weitere Fotos der Craftbeer Owl, die natürlich weiterhin mit neuen Beiträgen ergänzt werden. Viel Spaß  beim Durchstöbern. Und wer will kann gern auch selbst Bilder mit der Craftbeer Owl im Kommentar posten. Ich würde mich freuen.

 

Große Holz Craftbeer Owl mit dem Union Jack von Firestones

Große indianische Craftbeer Owl mit dem Union Jack IPA von Firestones

Ein kleiner Rebell - das FUBAR ein English Pale Ale von der Tiny Rebel Brewing

Ein kleiner Rebell – das FUBAR ein English Pale Ale von der Tiny Rebel Brewing

Craftbeer Owl goes to Cologne - das gelungene Weißbier von Peters Braustelle zur Eröffnung des Hopfenreichs

Craftbeer Owl (Tasche) goes to Cologne – das gelungene Weißbier von Peters Braustelle zur Eröffnung des Hopfenreichs

Scottish Craftbeer Owl Dose meets English Dark Ale from Suffolk

Scottish Craftbeer Owl (Dose) meets English Dark Ale from Suffolk

Heute mal folkig - ein Peter, Pale and Mary Pale Ale von Mikkeler mit Holz Owl

Heute mal folkig – ein Peter, Pale and Mary Pale Ale von Mikkeler mit Holz Owl

Eine Solar Craftbeer Owl mit einem cornischen Pale Ale - a really Proper Job

Eine Solar Craftbeer Owl mit einem cornischen Pale Ale – a really Proper Job

 

Craftbeer Owl-Tasche mit dem Lokalmatador Ale Manias Smoked Porter

Craftbeer Owl-Tasche mit dem Lokalmatador Ale Manias Smoked Porter

Die Craftbeer Owl mit einem Quadruppel vom Kloster Himmerod in der Eifel (gebraut in Val Dieu)

Die (Wander) Craftbeer Owl mit einem Quadruppel vom Kloster Himmerod in der Eifel (gebraut in Val Dieu)

Die Owl als Kerze mit einem leckeren Porter von Distelhäuser aus Franken

Die Owl als Weihnachtskerze mit einem leckeren Porter von Distelhäuser aus Franken

Craftbeer Owl aus Wachs mit dem Rauchbier dem Schlenkerla

Craftbeer Owl aus Wachs mit dem Rauchbier dem Schlenkerla

Auf in die Berge ein fruchtiges Mango-Weißbier von Hopfmeister

Auf in die Berge ein fruchtiges Mango-Weißbier von Hopfmeister

Auch die Owl mag das Amarsi vom Braukunstkeller

Auch die Owl (als Hängefigur) mag das Amarsi vom Braukunstkeller

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In eigener Sache – Drinklabor Interview auf smoothiemakervergleich.de

Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn andere Leute auf meinen kleinen Getränke-Experimentierblog aufmerksam werden. So bekam ich vor einigen Tagen eine Anfrage für ein Interview zum Drinklabor von Tolga. Tolga betreibt den Blog Smoothiemakervergleich.de, der sich rund um das Thema Smoothiemaker beschäftigt. Dort gibt er einen Überblick und eine Bewertung über die unterschiedlichen Geräte, die es auf dem Markt gibt. Daneben gibt es auch viele Hintergründe zu Smoothies und natürlich Rezepte auf der Seite zu finden. Als neue Idee kam ihm eine Rubrik mit Interviews mit anderen Getränkebloggern. Und da ist er auf mich aufmerksam geworden. Hier könnt Ihr das Interview lesen und Euch auch seinen Blog anschauen. Viel Spaß beim Lesen.

http://smoothiemakervergleich.de/interview-mit-leo-von-drinklabor-wordpress-com/

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Britische Momente beim High Tea auf dem Petersberg

Drinklabor_Petersberg1Wir Ihr vielleicht schon in dem einen oder anderen Artikel gelesen habt, bin ich ein großer Fan der britischen Insel. Und was ist neben der Queen und roten Telefonzellen so typisch britisch wie der High Tea. Dieser stellt eine separate Mahlzeit dar und kann als Steigerung des Five O’Clock Tea mit frischen Scones, Clotted Cream, Sandwiches und natürlich Tee angesehen werden. Leider ist bisher die Möglichkeit, an einem solchen Event im Rheinland teilzunehmen, recht gering ausgeprägt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass seit ungefähr 3 Monaten das Steigenberger Grand Hotel auf dem Petersberg einen solchen High Tea anbietet. Um diesen bekannter zu machen, wurden einige Food- und Reiseblogger an einem Sonntag Nachmittag im Juli auf den Petersberg eingeladen, um Hintergründe zu dem Event zu erfahren und uns selbst ein Bild von den Leckereien zu machen.

Der Samowar für den leckeren Tee

Der Samowar für den leckeren Tee

Insgesamt waren wir zu viert. Neben mir nahmen meine Herzallerliebste die Andrea vom Food-Blog Kocheule, Tina vom Reise- und Genuß-Blog Vielweib und die Gästeführerin Soledad Siechert von Bonntouren an der Vorstellung teil. Im Vorfeld führte uns Soledad, die häufig mit dem Hotel Petersberg zusammenarbeit, ein wenig durch diesen geschichtsträchtigen Ort. Obwohl ich schon fast 15 Jahre in Bonn wohne, war ich bisher erst einmal auf den Petersberg gewesen. Damals waren wir aber nur zum Essen hier oben. Diesmal bekamen wir die Gelegenheit, uns ein wenig im Hotel und den Kongressräumen umzuschauen. Wir durften sogar in eine der Suiten hineinschauen und konnten vom höchsten Punkt des Hauses, die gigantische Aussicht genießen. Soledad führte uns mit Charme und Esprit durch das Haus und konnte uns mit Anekdoten, Geschichten und  Hintergründe über die wechselvolle Geschichte des Hauses unterhalten. Wer selbst einmal in den Genuss einer Führung mit Soledad kommen möchte, um z.B. das Hotel Petersberg oder anderer Orte in Bonn und Umgebung zu erkunden, kann sich über ihre Website unter www.bonntouren.de ausgiebig informieren.

Das umfangreiche Teeangebot im edlen Möbel

Das umfangreiche Teeangebot im edlen Möbel

Nachdem wir viel von dem tollen Hotel gesehen haben, ging es zum Hauptpunkt unseres Nachmittags – den High Tea. Dieser wird dem Anlass entsprechend in der Lobby Bar  serviert. Er wird jeden Sonntag von 15.00 – 18.00 Uhr angeboten. Nachdem wir sehr freundlich begrüßt worden sind, hatten wir die Chance, uns mit den Personen zu unterhalten, die für die Köstlichkeiten verantwortlich sind. So konnten wir uns sowohl mit dem Küchenchef Alexander Fries, als auch mit der Chef-Pâtissière Jennifer  Kausch unterhalten. Wenn man nur ansatzweise deren Arbeitszeiten kennt, kann ich mich nur nochmal sehr bei den beiden bedanken, dass sie sich Zeit für unsere Fragen genommen haben. Herr Fries hat schon bei verschiedenen großen Häusern international gearbeitet.

Der Küchenchef Herr Fries bringt persönlich die Leckereien

Der Küchenchef Herr Fries bringt persönlich die Leckereien

In einigen seiner bisherigen Wirkungsstätten wurde ebenfalls ein High Tea angeboten, so dass er diesen auch auf den Petersberg anbieten wollte. Da gerade ein solches Event genau zum Ambiente und zum Anspruch eines 5 Sterne Hotels passen. Da es mittlerweile beim High Tea viele unterschiedliche Arten und Ausgestaltungen gibt, hat man sich auf dem Petersberg zur Aufgabe gemacht, sich einerseits am Original zu  orientieren, dieses aber mit einer sehr individuellen Note und der Eleganz des Hauses zu verbinden. Wir alle fanden die Umsetzung mehr als gelungen. Allein die Präsentation der Speisen kam einem großen Kunstwerk gleich.

Jennifer Kausch die Chef Pâtissière erklärt uns das Konzept

Jennifer Kausch die Chef Pâtissière erklärt uns das Konzept

Nachdem sich Herr Fries verabschiedet hatte, konnten wir uns noch ausführlich mit der Schöpferin der Köstlichkeiten Jennifer Kausch unterhalten. Sie ist mit Ihren 26 Jahren schon eine ganz Große Ihres Faches und Chef-Pâtissière in einem 5-Sterne Hotel. Außerdem kennt sie als  Lokalmatadorin, die Geschichte und den Anspruch des Hauses. Eher durch Zufall und ein Schulpraktikum wurde sie auf das Konditoreihandwerk aufmerksam. Und so schloß sie nach Ende der Schule eine Ausbildung bei dem Praktikumsbetrieb der bei uns bekannten Konditorei Fassbender an.  Danach hat sie die Chance genutzt und im Ausland u.a. in der Schweiz weitere Erfahrungen gesammelt. Beim Erzählen konnte man ihre große Begeisterung für die Patisseriekunst spüren. Sie erzählte uns zum Beispiel, dass sie längere Zeit an dem Rezept und der Umsetzung für die Maccaron gebastelt hat, damit diese auch ihren Ansprüchen genügen. Ich kann es schon vorwegnehmen, es waren bisher meine besten Maccarones. Lustig fand ich, obwohl sich den ganzen Tag mit wundervollen, leckeren Sachen beschäftigt und u.a. für alle Hochzeitstorten auf dem Petersberg verantwortlich ist, selbst eigentlich lieber herzhafte Dinge mag.

Ein Teil der Leckereien des High Tea

Ein Teil der Leckereien des High Tea

Kommen wir nun zu den Leckereien und Getränken. Da dies ein Getränkeblog ist, möchte ich mich weitestgehend mit dem Teeangebot beschäftigen. Da ich mit meiner Herzallerliebsten hier war, haben wir uns die Aufgabe ein wenig geteilt. Ausführlicher über die Köstlichkeiten wie Scones, selbstgemachte Marmelade, Maccarones, Pralinés, Sandwiches und Nussecken könnt Ihr Euch auf dem Blog Blog Kocheule meiner Herzallerliebsten informieren. Ich möchte hier besonders auf den Tee eingehen. Das Besondere an dem High Tea im Steigenberger auf dem Petersberg ist die große Auswahl an erstklassigen Tee. Im Gegensatz zum klassischen, britischen High Tea mit einem normalen schwarzen Tee meist Earl Grey oder Darjeeling mit Milch serviert, bietet das Steigenberger eine große Auswahl von ca. 28 verschiedenen Tees an. Obwohl wir auch zu Hause häufiger Tee trinken und auch dort besondere Sorten vorziehen, fand ich die Auswahl an Teesorten sehr gut. Um bei der Auswahl des richtigen Tees beraten zu können, wird es zukünftig drei ausgebildete Teesomiliers geben. Uns stand Frau Anja Lange für Fragen und Vorschläge zur Seite. Bei den Empfehlungen konnte man ihre Begeisterung für Tee und ihr großes Wissen rund um die Pflanze spüren. Obwohl sie sich noch in der Ausbildung befindet, konnte sie uns mit vielen Hintergründen und Informationen rund um Tee beeindrucken. Im Rahmen des High Tea hat sich das Steigenberger als Lieferant für die exquisite Ronnefeldt Teastar Collection entschieden. Diese kann nicht nur durch ihre Qualität überzeugen, sondern weist auch einige exklusive Mischungen auf. Viele dieser Mischungen sind so nur über Ronnefeldt beziehbar.

Frau Lange bei der Teebereitung

Frau Lang bei der Teebereitung

Wir hatten das Glück, durch eine angehende Tee-Sommeliere, nicht nur beim High Tea begleitet, sondern gleichzeitig noch ein Teetasting zu erhalten. Gleich zu Beginn konnten wir einen Blick in die umfangreiche Teekarte werfen. Hier gibt es für jeden Tee eine ganze Seite mit Hintergrundinformationen. Neben der Zubereitung, der Herkunft und der Erntezeit werden auch die Geschichte und die Geschmacksnoten des Tees beschrieben. Begonnen habe ich quasi klassisch mit einem Darjeeling Summer. Der wie der Name schon sagt, im Sommer geerntet wird. Dadurch ist das Aroma ein wenig intensiver. Der Tee wird mit heißem Wasser eines Samorwars aufgegossen und wird mit einer Teeuhr serviert. Zu jedem Tee empfahl uns Frau Lange die optimale Ziehzeit. Dabei erklärte sie uns, dass speziell bei Grüntee eine zu hohe Temperatur des Wassers zum Freisetzen von nicht gewünschten Bitterstoffen führt. Nach diesem wunderbaren Einstieg wurde ich ein bisschen mutiger und habe einen Superior Olong Tee aus Taiwan probiert. Dieser nicht ganz durchoxidierte Tee wird von Hand gepflückt und von einem erfahrenen Fermentiermeister  überwacht. Hier ist es die Kunst den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Bei Ronnefeldt versucht man die Fermentation genau auf der Hälfte zu unterbrechen. Bei den Teeblättern konnte ich gut die Trennung zwischen grünem und schwarzem Tee beobachten.

Meine Herzallerliebste hatte zwischenzeitlich einen Smoked China Tee probiert. Dieser Schwartztee wird im Rauch von schwelenden Kiefernwurzeln oder harzreichem Fichtenholz geräuchert.  Obwohl schon ein kräftiges Raucharoma in der Nase spürbar, war es auf der Zunge angenehm mild und nicht wie vermutet recht bitter. Ein wirklich spannender Tee, den man sonst nicht so häufig bekommt.

Die Jasmin Pearls vor und nach dem Aufguss

Die Jasmin Pearls vor und nach dem Aufguss

Zum Ende bat ich Frau Lange mir noch etwas besonderes zu empfehlen und sie schlug mir Jasmin Pearls vor. Im ersten Moment musste ich an den klassischen Jasmintee aus Chinarestaurants denken und wollte dankend ablehnen. Aber damit haben sie nun wirklich nichts zu tun. Zuerst zeigte sie mir die Pearls, die wirklich aussehen wie kleine Perlen. Dabei wird auf jedes Teeblatt eine Jasminblüte gelegt und dann von Hand zusammengerollt, so entstehen die kleinen Kügelchen. Das spannende ist, sowie man diese mit heißem Wasser übergießt, öffnen sie sich und geben ihr Aroma frei. Und was für ein Aroma. Der Jasmin ist nur dezent spürbar und es verbreitet sich eine blumige Note. Der Grüntee kommt sehr leicht, fast ein wenig süßlich daher. Wirklich eine spannende Erfahrung. Es hat wirklich außerordentlich Spaß gemacht, die Tees zu den Köstlichkeiten zu trinken und zu verkosten. Dabei war es eine Freude zu sehen, mit was für einen Enthusiasmus und Spaß Frau Lange die unterschiedlichen Tees empfiehlt.

Ein Teegedeck

Ein Teegedeck

Ich kann nur jeden empfehlen, der Spaß an leckeren Köstlichkeiten und Tee hat, einmal sonntags zum Steigenberger zu fahren. Dabei kann man sogar auf das Auto verzichten. Entweder man nutzt den Weg auf den Petersberg als Sonntagswanderung oder nimmt den seit Mai fahrenden Busshuttleservice vom Bahnhof Königswinter. Dieser fährt an Sonn- und Feiertagen immer stündlich ab 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Der High Tea findet jeden Sonntag ab 15.00 – 18.00 Uhr statt. Da die Kleinigkeiten alle frisch zubereitet werden, wird um eine telefonische Voranmeldung gebeten. Der Hightea wird für 28 € pro Person angeboten. Dort enthalten ist auch eine Kanne Tee nach eigener Wahl. Jede weitere Kanne kostet nur 5,50 €. Wer möchte kann den High Tea auch zu einem Ladys- oder Gentleman Tea ausweiten. Dann bekommt man zusätzlich noch einen Aperitif ihrer oder seiner Wahl. Dabei kann man sich zwischen Champagner, Kir Royal, Cognac oder auch einem Single Malt Whisky entscheiden. Weitere Informationen zum Petersberg und zum High Tea findet Ihr hier.

Hotel Petersberg – High Tea
Sonntags von 15.00 – 18.00 Uhr
Informationen

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The bitter Day – oder die große Tonic Water Versammlung

Der Testaufbau mit 10 Tonics

Der Testaufbau mit 10 Tonics

Als großer Gin Fan bin ich natürlich auch jemand der gern Gin und Tonic trinkt. Man muss sagen, diese beiden Getränke passen nun mal super zusammen. Und nachdem ich im letzten Jahr auch schon Tonic bzw. Tonicsirup hergestellt habe (den Text dazu findet Ihr hier), wurde es an der Zeit mal einen großen Tonicvergleich vorzunehmen. Durch die Teilnahme an einer Aktion der Siegfried Gin Macher kam ich zu der Gelegenheit dieses endlich mal vorzunehmen. Sie haben Leute gesucht, die gern ihre Lieblingskombination aus Siegfried und Tonic herausfinden möchten. Und die Teilnehmer haben insgesamt 10 Tonics zur Verfügung gestellt bekommen. Und wie predige ich hier schon länger, erst mal alles pur probieren und erst dann mischen. So konnten die Herzallerliebste und ich gleich zwei Tastings durchführen. Wobei ich sagen muss, 10 Tonics hintereinander ist schon eine ganz schön bittere Angelegenheit und man braucht viel Brot und Wasser zum neutralisieren. Des weiteren kommt man bei der ganzen Kohlensäure und das ein oder andere Bäuerchen nicht drumherum. Außerdem muss man auch berücksichtigen, das fast kein Mensch Tonic pur trinkt. Ich kenne zumindest niemanden. Aber um einzuschätzen, welche Art von Gin zu welchem Tonic passt, sollte man sich schon ein wenig mit den Geschmacksprofilen der unterschiedlichen Tonics auseinander setzen.

Die Deckel aller Testteilnehmer

Die Deckel aller Testteilnehmer

Wie schön war es noch in den 90er Jahren, da gab es bzgl. des Tonics kein Problem. Es gab quasi ein Tonic – das Schweppes – und man brauchte sich um die Auswahl keine Gedanken machen. Heute gibt es allein in Deutschland bestimmt über 30 verschiedene Sorten Tonic zu kaufen. Und mit dem Ginboom geht auch ein Tonicboom einher. Bei unseren Test haben wir versucht, die Tonics anhand von vier Kriterien zu begutachten. Wir mussten aber feststellen, das es teilweise sehr schwer war, die genauen Unterschiede zu beschreiben. Wir haben uns auf die Kriterien Bitterkeit, Süsse, die Stärke der Kohlensäure, besondere Aromen und den Abgang konzentriert. Die Reihenfolge haben wir ausgelost. Zur Auswahl standen diese 10 Tonic Water:

  • Thomas Henry Tonic Water
  • Thomas Henry Elderflower Tonic
  • Fever Tree Mediterranean
  • Goldberg Tonic Water
  • Fentiments Traditional Tonic Water
  • Doctor John William Polidori´s Dry Tonic Water
  • Aqua Monaco Tonic Water
  • Fever Tree Tonic Water
  • Schweppes Tonic Water Extra Dry
  • Aqua Monaco Extra Dry

Wie oben schon geschrieben, werden die meisten die Tonics nicht pur trinken, aber wir haben es versucht und unsere Eindrücke notiert. Der Versuch Aromen beim Tonic zu erriechen und da große Unterschiede festzustellen, erwies sich als sehr schwierig. Da ein Vergleich der puren Gin ohne entsprechende Gins nicht wirklich Sinn macht, habe ich auf eine Rangfolge bei der Bewertung verzichtet und werde die Erkenntnisse einfach nach Tasting-Reihenfolge wiedergeben. Da die Kosten für die einzelnen Tonics natürlich bei der Wahl auch eine Rolle spielen, habe ich zur besseren Einschätzung noch den Preis dahinter notiert. Den Preis habe ich von dem Onlineshop Ginladen, da er alle Tonics im Angebot hat. Natürlich bekommt man das eine oder andere Tonic im Internet oder stationären Handel auch zu günstigeren Preisen. Beginnen wir mit den Eindrücken zu den Tonics:

Das Thomas Henry Tonic Water für mich quasi der Standard bei Tonic Water, welches zu fast allen Gins passt. Es machte den Anfang unserer Bewertung. Erst in Vergleich mit den anderen Tonics und dem pur trinken erkennt man, wie extrem bitter es ist. Wenn ich an das Spicy Ginger denke, scheint es schon fast Firmenpolicy zu sein, immer ein wenig das Extreme zu suchen. Für mich ist es fast das Bitterste der gesamten Range. Kohlensäure ist schon gut vorhanden, nach dem Einschenken geht sie aber scnell verloren. Die Süsse hält sich eher in Grenzen. Insgesamt ein gutes Tonic, speziell für die Fans von ausgeprägter Bitterkeit. Hier braucht man schon Gins die dem ein wenig entgegensetzen können. Preis: 1,15 in der 0,2 l Flasche.

Thomas Henry Elderflower ist das süßeste Tonic in der Auswahl gewesen. Bei der Bitterkeit kann es mit dem normalen TH-Tonic mithalten, obwohl diese durch die Süsse der Holunderblüte gut abgemildert wird. In der Nase wirkt das Elderflower ziemlich künstlich. Und auch im Geschmack war es mir ein wenig speziell, wenn auch mit einem schönen Fruchtaroma. Beim Abgang bleibt fast nichts von der Süsse übrig und dagegen spürt man eine lange trockene Bitterkeit. Gefühlt war die Kohlensäure weniger präsent als bei dem normalen Tonic, was ich mir aber kaum vorstellen kann. In Kombination mit einem floralen New-Western Style Gin kommt diese Tonic bestimmt ganz gut. 1,15 in der 0,2 l Flasche.

Fever Tree Mediterranean war zum pur trinken für mich das angenehmste. Das Tonic ist schön harmonisch, hat aber eine spannende Kräuternote. Nach den Thomas Henry Tonics wirkte es fast gar nicht bitter und auch die Süsse wurde noch stärker betont. Aber dies ohne übertrieben süss zu sein. Die Kohlensäure ist präsent, aber gut eingebunden. Ein wirklich schönes Tonic – was sich auch optimal mit dem Siegfried Gin ergänzt. Preis: 1,99 € in der 0,2 l Flasche

Goldberg Tonic war für mich eine Überraschung. Ich hatte es schon mal getrunken, damals aber scheinbar mit dem falschen Gin. Ich hatte es al nicht besonders gut in Erinnerung. Beim pur trinken entpuppte es sich als grundsolides, gutes Tonic. In der Bitterkeit so zwischen T. Henry und Fever Tree mit einer dezenten Süsse. Die Kohlensäure ist hier stark ausgeprägt und bleibt auch sehr lange im Glas. Auch ein sehr gutes Allround Tonic zu einem günstigen Preis. Preis: 0,85 € für 0,2 l Flasche

Fentiments Tonic war für uns beide eine Herausforderung. Dieses Tonic macht es einen nicht leicht. Schon die Nase kann man nicht unbbedingt als wohltuend bezeichnen. Ein eher unangenehmer Geruch der ins Kohlartige und Kräuterige ging. Auch die Zitrusnote erinnerte einen weniger an Früchte als an Reiniger. Bei der Bitterkeit konnte es fast mit dem Thomas Henry mithalten, weist dazu aber noch eine extreme Trockenheit auf. Die Kohlensäure ist erst da und sofort weg. Aber der Geschmack und die Trockenheit wirken sehr lange nach. Man hat das Gefühl, dass man das Tonic noch lange im Mund „weiterkauen“ kann. Für mich definitiv nicht lecker und auch auf Anhieb fällt mir kein Gin ein, der direkt passen würde. Der Gin muss schon ein starkes Profil haben, um gegen das Tonic anzukommen. Es gibt bestimmt einige Liebhaber dieses Tonics, dafür ist es schon zu lange am Markt. Für mich aber, speziell pur genossen ist es zu schwierig. Preis: 1,59 in der 0,125 l Flasche

Das Dr. Polidoris Tonic kannte ich vorher noch gar nicht. War in meiner Geschmackswahrnehmung irgendwie im Mittelfeld. Nicht zu bitter, aber auch nicht zu süss. Ein dezente Kräuternote, die sich aber nur leicht im Hintergrund aufhält. Kohlensäure ist eher weniger vorhanden, bleibt aber dafür sehr lange im Glas. Der Abgang ist leicht bitter und trocken. Insgesamt ein gutes Durchschnitts-Tonic. Preis 1,99 € in der 0,2 l Flasche.

Das Aqua Monaco Tonic ist für mich das Zitrustonic des Abends. In der Nase war eine starke Zitrusnote wahrnehmbar, die dann auch im Geschmack klar vertreten war. Das Monaco ist eher ein süsseres Tonic, mit einer geringer ausgeprägten Bitterkeit. Die Kohlensäure war ein wenig stärker vorhanden. Beim Abgang ging der Zitrus dann leider ein wenig ins säuerliche. Mit diesem Tonic kann man schön mit zitrusbetonten Gins experimentieren, man muss nur aufpassen, dass nachher nicht alles nach Zitrone schmeckt. Preis: 1,84 € in der 0,23 l Flasche.

Beim normalen Fever Tree Tonic bin ich ein wenig voreingenommen. Da ich mit diesem schon einige Gin Tonics getrunken habe und es quasi eines meiner Lieblingstonics darstellt, ist es schwierig etwas Negatives über das Tonic zu schreiben. Ich finde es ausgesprochen rund und harmonisch. Wenn ich ein Tonic pur trinken sollte, wäre es, glaube ich zumindest dieses Tonic. Die Kohlensäure ist präsent, aber gut eingebunden. Die Bitterkeit ist gut spürbar, aber nicht übertrieben. Einzig das es mir fast schon zu süss ist, kann man als kleinen Negativpunkt anführen. Für mich einfach ein gelungenes Tonic. Preis: 1,99 € in der 0,2 l Flasche.

Vom Schweppes Extra Dry hatte ich mich sehr viel versprochen. So liest man des öffteren im Netz, das Schweppes mit dem Extra Dry ein richtig gutes Tonic entwickelt hat. Auch wäre es mit dem normalen nicht vergleichbar. Vielleicht waren meine Erwartung auch einfach zu hoch. Die Bitterkeit empfand ich recht als recht gering, die Süsse dagegen schon wieder als zu stark. Die Kohlensäure war extrem und blieb auch im Glas. Vom Aroma hatte ich künstliche Zitrusnoten in der Nase. Leider zogen sich diese auch durch den Geschmack weiter – um es auf den Punkt zu bringen – es schmeckte wie bittere Zitronenlimonade. Ich hatte leider kein Schweppes Indian Tonic um einen direkten Vergleich vorzunehmen. Muss ich aber bei Gelegenheit mal angehen. Auch hier fällt es mir schwer eine Gin-Empfehlung abzugeben. Zusammenfassend: ich habe es probiert – für mich leider nichts. Preis: 0,89 € in der 0,2 l Flasche.

Und auch das Aqua Monaco Extra Dry wird nicht mein Favorit. Hier ist der Name Extra Programm. Extra Bitter, extra wenig süss und extra wenig Kohlensäure. Das Zitronenaroma des normalen Tonics ist nur noch gering spürbar. Die Bitterkeit ist schon fast unangenehm. Im Geschmack ist es irgendwie wässrig und man hat eine leichte Metallnote. Im Abgang hat man eine extreme Trockenheit gepaart mit ordentlicher Bitterkeit. Nein auch das wird nicht mein Tonic und die Überlegung zu welchem Gin es passen soll, finde ich auch sehr schwierig. Preis: 1,84 € in der 0,23 l Flasche.

Drinklabor_Tonictest2

Das waren nun meine Erkenntnisse bei den 10 Tonics. Das spannende an so einem Test ist zu sehen, was für riesige Geschmacksunterschiede bei den Tonics bestehen. Teilweise ist der Geschmack komplett unterschiedlich, aber manchmal betrifft es auch nur Abstufungen beim Anteil der Kohlensäure oder der Bitterkeit oder der Süße. Da ich ein Tonic in den seltensten Fällen pur trinken werde, erübrigt sich eine Platzierung oder Reihenfolge aufzustellen. Außerdem wird es für jedes Tonic auch den optimalen Gin geben. Bei dem einen Tonic wird die Suche einfacher, bei den anderen schwieriger. Aber ein solcher Tonictest hilft doch schon mal einzuschätzen, in welche Richtung man bei dem Gin gehen sollte. Für einen Gin, nämlich den Siegfried Rheinland Gin habe ich es für diese 10 Tonics ausprobiert. Die Ergebnisse und Erfahrungen dieser Verköstigung könnt Ihr hier finden. Ansonsten kann ich Euch nur empfehlen, so einen Test auch mal zu Hause auszuprobieren. Wenn es auch extrem bitter mit der Zeit wird, aber es macht unheimlich viel Spaß.

 

 

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Das Drinklabor ist seit einem Jahr geöffnet

Drinklabor_StillebenKinder wie die Zeit vergeht. Was damals quasi als Schnapsidee begonnen hat, existiert schon seit einem Jahr. Wenn ich so zurückblicke, hat es sehr viel Spaß gemacht. Genau vor einem Jahr habe ich meinen ersten Beitrag hier veröffentlicht und mittlerweile sind es 78 Beiträge geworden. Es war ein spannendes Jahr, ich habe viele neue Themen kennengelernt, ganz viele Sachen ausprobiert und natürlich gekostet. Ich habe viele Orte besucht und immer versucht das aktuelle Angebot an Getränken zu erforschen. Ich war bei einigen Tastings, Proben und Veranstaltungen. Habe mit Freunden neue Sachen probiert und ausprobiert. Der Blog und die Notwendigkeit diesen mit Leben zu füllen haben mich aber auch angespornt neues auszuprobieren, Bars zu besuchen, neue Cocktails und Getränke zu probieren und spannende Leute kennen zu lernen.

Gerade der letzte Punkt und besonders mit anderen Bloggern hat mir viele neue Ideen und Anregungen geliefert. Ich habe feststellen dürfen, was für eine große und aktive Bloggergemeinde in Bonn zu finden ist. Dabei war mein erstes Barcamp ein wirklicher Höhepunkt. Aber das wichtige war natürlich Euer Feedback, Eure Likes, Retweets etc. Das hat mir immer gezeigt, dass ich nicht nur für mich schreibe, sondern dass es ein paar Personen gibt, die meine Beiträge auch lesen. Daher freue ich mich auf ein weiteres Jahr im Drinklabor. Wo ich natürlich wieder ganz viele Sachen ausprobieren werde, aber auch komplett, neue Sachen testen und durchführen werde.

Seid wie ich auch gespannt, was die nächste Zeit so alles Neues bringt. Genießt das Wochenende und bis bald zum nächsten Beitrag.

Leo

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Der große Siegfried Gin & Tonic Test

Trinklabor_Siegfried_TonicTest2Als überzeugter Bonner und Liebhaber des Siegfried Gins hatte ich mich im Frühjahr bei einer Aktion von Siegfried Gin beworben. Da ging es darum, zu testen welches Tonic am besten zum Siggi passt. Aus allen Teilnehmern wurden am Schluss 10 Personen ausgewählt bzw. ausgelost. Jeder musste vorab begründen, warum gerade er oder sie für diesen Test geeignet ist. Und ich hatte das große Glück einer dieser zehn zu sein. Und irgendwann stand auf einmal ein großes Paket bei uns im Flur, welches ich mit einiger Neugier aufgemacht habe. Durch die netten Aufkleber Siggi on Tour war von außen schon erkenntlich, was in dem Paket zu finden war. Das Paket enthielt neben einer ganzen Flasche Siegfried Gin 10 unterschiedliche Tonics. Und nachdem sich endlich mal ein freier Abend gefunden war, wurde unserer Balkon kurzfristig zum Testlabor umgebaut. Um die Unterschiede besser herauszuschmecken, wurden natürlich alle Tonics erstmal einzeln getestet. Die Ergebnisse des Tonic-Tastings könnt Ihr hier in einem separaten Artikel lesen.

Nach dem Auspacken

Nach dem Auspacken

Nachdem meine Herzallerliebste und ich alle Tonics einzeln probiert hatten, ging es jetzt an den schöneren Teil der Aufgabe – das große Siegfried & Tonic Tasting. Hier wollten wir herausfinden, welche Kombination für uns die leckerste und stimmigste gewesen ist. Bei den Tonics standen zur Auswahl das Schweppes Extra Dry, 2 Tonics von Thomas Henry das normale und das Elderflower, das Fentiments Tonic, das Doctor Polidoris Tonic, zwei Aqua Monaco das Tonic und Extra Dry Tonic, das Goldberg Tonic und die beiden Fever Trees das normale Tonic Water und das Mediterranean.

2 Siegfried und 2 Hände von Tonics

2 Siegfried und 2 Hände von Tonics

Nach dem Tonictasting brauchten wir erst einmal ein großes Stück Brot und ordentlich Wasser. Da 10 Tonic auf einmal doch extrem tocken, süss und geschmacksintensiv sind. Von der Kohlensäure und seinen Folgen möchte ich gar nicht erst anfangen. Da wir nicht 10 große Gin Tonic trinken wollten und auch nicht gekonnt hätten, gab es jeweils nur kleine Mischungen in Nosinggläsern. Wir haben dabei versucht immer ein Mischungsverhältnis von 1 zu 3 hinzubekommen. Das Gute als Whiskyfan hat man natürlich Plastikpippetten, die ich zum gezielten Verdünnen von Whisky benutze. Diese haben auch eine Skala, so dass man immer einigermaßen genaue Mischungsverhältnisse hinbekommen hat.

Für die exakten Mengen kommt die Pipette zum Einsatz

Für die exakten Mengen kommt die Pipette zum Einsatz

Es war sehr spannend wie unterschiedlich die Tonics mit dem Gin harmonierten oder eher das Gegenteil bewirkt haben. Von den Geschmacksbewertungen und der Reihenfolge  waren meine Herzallerliebste und ich schon recht nah beieinander, so dass bei der Wahl der Favoriten als auch der Geht-garnicht Kombinationen es fast ein ähnliches Ergebnis gab. Wir können natürlich hier nur für uns sprechen und ich empfehle jeden sich selbst ein Urteil zu bilden. Und man muss sagen, die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die Kombination mit dem Siegfried Rheinland Gin. Mit einem anderem Gin mag das eine oder andere von uns eher ungeeignete Tonic bestimmt ganz gut harmonieren. Bei der Bewertung haben wir eher Gruppen gebildet, wenn ich auch am Schluss eine Reihenfolge festgelegt habe. Dabei sind sowohl meine Bewertungen, als auch die meiner Herzallerliebsten eingeflossen.

Alle am Test Beteiligten

Alle am Test Beteiligten

Kommen wir zu der Gruppe – lieber Finger von lassen:

Zuerst die Mischung mit dem Fentiments. Von der Nase ist der Mix schon besser als das Fentiments allein – aber ein Wohlgeruch ist es noch lange nicht. Im Mundgefühl kommt eine heftige Trockenheit zum Vorschein. Der Siggi tut einem schon leid, er hat gegen dieses Tonic keine Chance. Außerdem wird durch die Kombination eine sehr künstlich wirkende Zitrusnote erzeugt. Nein dieses Tonic bitte nicht für den Siggi benutzen. Auch das Schweppes Extra Dry gereicht dem Siegfried nicht zur Ehre. Auch hier ist eine verstärkte Trockenheit am Gaumen zu spüren, die Bitterkeit wird nochmals betont und auch das Zitronenlimonadige geht nicht weg. Beim Elderflower von Thomas Henry hätte ich gedacht, dass müsste passen. In der Kombination wirkte das Tonic und die Holunderblüte extrem künstlich und parfümiert. Auch die Bitterkeit kam in den Vordergrund. Auch hier klare Nichtempfehlung. Und nun zum Negativhighlight – der Siegfried Gin mit Aqua Monaco Extra Dry. Erstaunlich auch hier ist die Nase bedeutend besser als das Tonic solo. Der Kardamom kommt stärker nach vorn. Ich war also guter Dinge und dann habe ich es leider getrunken. Eine unangenehme Pfeffrigkeit gepart mit Bitterkeit und metallischen Anklängen. Tastingnotes meiner Herzallerliebsten „Unangenehme Nase, Geschmack Bahhhhhh“. Auch hier gilt in der Kombi bitte die Finger weg.

Nun geht es ins Mittelfeld – hier passt die Kombination von Tonic und Siggi schon ganz gut, aber wir sind noch nicht in der oberen Tabellenhälfte. Das normale Thomas Henry für mich schon fast wie ein Allrounder – es gibt wenige Gins die nicht dazu passen. Wenn man eine stärkere Bitterkeit mag, muss man hier ergänzen. Zusammen mit dem Siegfried wird die Bitterkeit ein wenig abgemildert. Die Lindenblüten sind sogar wahrnehmbar. Nur im Abgang wird es dann wieder recht trocken und bitter. Aber für einen guten G&T zwischendurch schon GUT geeignet. Kommen wir zu einer weiteren guten Mischung – nämlich die mit dem Dr. Polidoris Tonic. Der Siggi und das Tonic harmonieren schon ganz gut. Die Nase ist recht angenehm. Der Siggi kommt gut durch und Gin und Tonic ergänzen sich. Einzig die Bitterkeit überlagert den Geschmack des Gins. Aber auch hier gut trinkbar, wobei man dieses Tonic bisher eher selten zu kaufen bekommt. Und auch die Mischung mit dem normalen Aqua Monaco ist eine grundsolide Mischung. Hier wird das Zitrusarmao verstärkt, was in dieser Kombination ganz gut ist. Mit einem richtig stark Zitrus betonten Gin würde ich dieses Tonic wohl nicht empfehlen.

Kommen wir zu den Championsleague Plätzen, um in der Fussballersprache zu bleiben. Eine wirkliche gelungene Mischung ist die mit dem Goldberg Tonic. Eine absolut runde und harmonische Mischung, die eine angenehme Süsse hervorruft. Auch eine interessante Nase ist spürbar. Der Siggi ist gut schmeckbar und wird von den Tonicaromen unterstützt und teilweise verstärkt. Eigentlich schon eine sehr gute Kombination, einzig mir kommt das Ganze ein wenig brav daher.

Kommen wir zu den beiden Gewinnern. Tata.. auf dem zweiten Platz das Fever Tree Tonic. Ähnlich wie beim Goldberg passt hier einfach alles. Sie harmonieren gut miteinander, ergänzen sich gegenseitig ohne den jeweils anderen zu überlagern. Eine angenehme Süsse ohne zu stark hervorzutreten, die Bitterkeit ist gut ausbalanciert. Wenn Ihr also in der Bar Eurer Wahl seid und wollt einen Siggi mit Tonic trinken – auf jeden Fall zum Fever Tree greifen. Nur eine Kombi ist noch besser und sie kommt aus dem gleichen Haus – das Fever Tree Mediterranean. Hier kommt noch ein wenig Pep, Sexiness und Spannung dazu – die Kräuterigkeit. Diese werden durch den Siggi gut betont, ohne dass sie komplett in den Vordergrund treten. Ein wahre Geschmacksexplosion, eine flüssige Pizza Margarita einfach wunderbar. Obwohl ich mir auch vorstellen kann, das Einigen die Kräuternote zu dominant sein könnte. Also vorher immer selbst probieren und wenn man unsicher ist, erstmal zum normalen Fever Tree greifen – dass passt für jeden. Wenn Ihr aber noch das i-Tüpfelchen draufsetzen wollt, dann lasst das Mittelmeer in Euren Gin Tonic. Man kann also abschließend festhalten Siegfried Gin – das beste was einem Fever Tree passieren kann. Hier noch mal kurz die Ergebnisse tabellarisch dargestellt.

Platzierung Gin &  Tonic Kombination Bewertung
1. Siggi + Fever Tree Mediterranean +++
2. Siggi + Fever Tree Normal ++
3. Siggi + Goldberg Tonic ++
4. Siggi + Dr. Polidoris Tonic +
5. Siggi + Thomas Henry Normal +
6. Siggi + Aqua Monaco Tonic +
7. Siggi + Thomas Henry Elderflower – –
8. Siggi + Schweppes Extra Dry – –
9. Siggi + Fentiments – –
10. Siggi + Aqua Monaco Extra Dry – – –

Zum Schluß bleibt mir nur noch Danke zu sagen, bei den Jungs vom Siegfried Gin. Nicht nur für den tollen Gin als solchen, sondern auch für die Möglichkeit dieses spaßige Experiment auszuprobieren und die optimale Mischung von Siegfried & Tonic zu finden. Ich kann jeden nur empfehlen so etwas ähnliches auch mal zu Hause auszuprobieren, dann werdet Ihr doch ziemliche Unterschiede feststellen. In diesem Sinne genießt Euren nächsten Gin & Tonic.

 

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