Darf ich vorstellen – die Craftbeer Owl

Nach der Urlaubszeit gibt es heute endlich mal wieder einen Beitrag. Diesmal aber ein etwas anders gearteter Beitrag – nämlich fast einen Fotobeitrag. Wie vielleicht einige von Euch wissen, habe ich auch einen Instagram-Account, bei dem es sich natürlich auch weitestgehend um Getränke handelt. Im Instagram-Kosmos gibt es natürlich unzählige Fotos von Flaschen, Gläsern u.a. Artikeln rund um Getränke. So habe ich mir überlegt, wie kann ich es ein wenig anders darstellen. Die kleine Reihe sollte erstmal gute Craftbeerflaschen enthalten. Zusätzlich sollte aber noch etwas ungewöhnliches dabei sein. Und so entstand die Idee der Craftbeer Owl. Meine Herzallerliebste mit Ihrem Blog Kocheule sammelt u.a. Eulen. Daher haben wir ein große Auswahl an Eulenfiguren, Eulengegenständen etc. zu Hause. Und so entstanden im Laufe der Zeit Bilder von Eulen die auf, neben oder unter ausgewählten Craftbeeren auftauchen. Bedingung war, das jede Eule nur einmal mit einem Bier zu sehen ist und auch es sollte auch nur jeweils ein Bier pro Brauerei verwendet werden. Überwiegend habe ich mich auf Craft- bzw. kleinere Brauereien beschränkt. Da Instagram ein sehr schnelllebiges Medium ist, empfahl mir Askan (vom sehr lesenswerten Blog Farmersmarkets – ein Blog über lokale und Bauernmärkte weltweit) ein paar der Fotos doch langfristiger zu erhalten. Und daher dachte ich, lasse ich Euch doch auch an ein paar der Bilder teilhaben und veröffentliche heute mal einen Fotoblogbeitrag. Natürlich gibt es auch auf meinem Instagramprofil weitere Fotos der Craftbeer Owl, die natürlich weiterhin mit neuen Beiträgen ergänzt werden. Viel Spaß  beim Durchstöbern. Und wer will kann gern auch selbst Bilder mit der Craftbeer Owl im Kommentar posten. Ich würde mich freuen.

 

Große Holz Craftbeer Owl mit dem Union Jack von Firestones

Große indianische Craftbeer Owl mit dem Union Jack IPA von Firestones

Ein kleiner Rebell - das FUBAR ein English Pale Ale von der Tiny Rebel Brewing

Ein kleiner Rebell – das FUBAR ein English Pale Ale von der Tiny Rebel Brewing

Craftbeer Owl goes to Cologne - das gelungene Weißbier von Peters Braustelle zur Eröffnung des Hopfenreichs

Craftbeer Owl (Tasche) goes to Cologne – das gelungene Weißbier von Peters Braustelle zur Eröffnung des Hopfenreichs

Scottish Craftbeer Owl Dose meets English Dark Ale from Suffolk

Scottish Craftbeer Owl (Dose) meets English Dark Ale from Suffolk

Heute mal folkig - ein Peter, Pale and Mary Pale Ale von Mikkeler mit Holz Owl

Heute mal folkig – ein Peter, Pale and Mary Pale Ale von Mikkeler mit Holz Owl

Eine Solar Craftbeer Owl mit einem cornischen Pale Ale - a really Proper Job

Eine Solar Craftbeer Owl mit einem cornischen Pale Ale – a really Proper Job

 

Craftbeer Owl-Tasche mit dem Lokalmatador Ale Manias Smoked Porter

Craftbeer Owl-Tasche mit dem Lokalmatador Ale Manias Smoked Porter

Die Craftbeer Owl mit einem Quadruppel vom Kloster Himmerod in der Eifel (gebraut in Val Dieu)

Die (Wander) Craftbeer Owl mit einem Quadruppel vom Kloster Himmerod in der Eifel (gebraut in Val Dieu)

Die Owl als Kerze mit einem leckeren Porter von Distelhäuser aus Franken

Die Owl als Weihnachtskerze mit einem leckeren Porter von Distelhäuser aus Franken

Craftbeer Owl aus Wachs mit dem Rauchbier dem Schlenkerla

Craftbeer Owl aus Wachs mit dem Rauchbier dem Schlenkerla

Auf in die Berge ein fruchtiges Mango-Weißbier von Hopfmeister

Auf in die Berge ein fruchtiges Mango-Weißbier von Hopfmeister

Auch die Owl mag das Amarsi vom Braukunstkeller

Auch die Owl (als Hängefigur) mag das Amarsi vom Braukunstkeller

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In eigener Sache – Drinklabor Interview auf smoothiemakervergleich.de

Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn andere Leute auf meinen kleinen Getränke-Experimentierblog aufmerksam werden. So bekam ich vor einigen Tagen eine Anfrage für ein Interview zum Drinklabor von Tolga. Tolga betreibt den Blog Smoothiemakervergleich.de, der sich rund um das Thema Smoothiemaker beschäftigt. Dort gibt er einen Überblick und eine Bewertung über die unterschiedlichen Geräte, die es auf dem Markt gibt. Daneben gibt es auch viele Hintergründe zu Smoothies und natürlich Rezepte auf der Seite zu finden. Als neue Idee kam ihm eine Rubrik mit Interviews mit anderen Getränkebloggern. Und da ist er auf mich aufmerksam geworden. Hier könnt Ihr das Interview lesen und Euch auch seinen Blog anschauen. Viel Spaß beim Lesen.

http://smoothiemakervergleich.de/interview-mit-leo-von-drinklabor-wordpress-com/

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Britische Momente beim High Tea auf dem Petersberg

Drinklabor_Petersberg1Wir Ihr vielleicht schon in dem einen oder anderen Artikel gelesen habt, bin ich ein großer Fan der britischen Insel. Und was ist neben der Queen und roten Telefonzellen so typisch britisch wie der High Tea. Dieser stellt eine separate Mahlzeit dar und kann als Steigerung des Five O’Clock Tea mit frischen Scones, Clotted Cream, Sandwiches und natürlich Tee angesehen werden. Leider ist bisher die Möglichkeit, an einem solchen Event im Rheinland teilzunehmen, recht gering ausgeprägt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass seit ungefähr 3 Monaten das Steigenberger Grand Hotel auf dem Petersberg einen solchen High Tea anbietet. Um diesen bekannter zu machen, wurden einige Food- und Reiseblogger an einem Sonntag Nachmittag im Juli auf den Petersberg eingeladen, um Hintergründe zu dem Event zu erfahren und uns selbst ein Bild von den Leckereien zu machen.

Der Samowar für den leckeren Tee

Der Samowar für den leckeren Tee

Insgesamt waren wir zu viert. Neben mir nahmen meine Herzallerliebste die Andrea vom Food-Blog Kocheule, Tina vom Reise- und Genuß-Blog Vielweib und die Gästeführerin Soledad Siechert von Bonntouren an der Vorstellung teil. Im Vorfeld führte uns Soledad, die häufig mit dem Hotel Petersberg zusammenarbeit, ein wenig durch diesen geschichtsträchtigen Ort. Obwohl ich schon fast 15 Jahre in Bonn wohne, war ich bisher erst einmal auf den Petersberg gewesen. Damals waren wir aber nur zum Essen hier oben. Diesmal bekamen wir die Gelegenheit, uns ein wenig im Hotel und den Kongressräumen umzuschauen. Wir durften sogar in eine der Suiten hineinschauen und konnten vom höchsten Punkt des Hauses, die gigantische Aussicht genießen. Soledad führte uns mit Charme und Esprit durch das Haus und konnte uns mit Anekdoten, Geschichten und  Hintergründe über die wechselvolle Geschichte des Hauses unterhalten. Wer selbst einmal in den Genuss einer Führung mit Soledad kommen möchte, um z.B. das Hotel Petersberg oder anderer Orte in Bonn und Umgebung zu erkunden, kann sich über ihre Website unter www.bonntouren.de ausgiebig informieren.

Das umfangreiche Teeangebot im edlen Möbel

Das umfangreiche Teeangebot im edlen Möbel

Nachdem wir viel von dem tollen Hotel gesehen haben, ging es zum Hauptpunkt unseres Nachmittags – den High Tea. Dieser wird dem Anlass entsprechend in der Lobby Bar  serviert. Er wird jeden Sonntag von 15.00 – 18.00 Uhr angeboten. Nachdem wir sehr freundlich begrüßt worden sind, hatten wir die Chance, uns mit den Personen zu unterhalten, die für die Köstlichkeiten verantwortlich sind. So konnten wir uns sowohl mit dem Küchenchef Alexander Fries, als auch mit der Chef-Pâtissière Jennifer  Kausch unterhalten. Wenn man nur ansatzweise deren Arbeitszeiten kennt, kann ich mich nur nochmal sehr bei den beiden bedanken, dass sie sich Zeit für unsere Fragen genommen haben. Herr Fries hat schon bei verschiedenen großen Häusern international gearbeitet.

Der Küchenchef Herr Fries bringt persönlich die Leckereien

Der Küchenchef Herr Fries bringt persönlich die Leckereien

In einigen seiner bisherigen Wirkungsstätten wurde ebenfalls ein High Tea angeboten, so dass er diesen auch auf den Petersberg anbieten wollte. Da gerade ein solches Event genau zum Ambiente und zum Anspruch eines 5 Sterne Hotels passen. Da es mittlerweile beim High Tea viele unterschiedliche Arten und Ausgestaltungen gibt, hat man sich auf dem Petersberg zur Aufgabe gemacht, sich einerseits am Original zu  orientieren, dieses aber mit einer sehr individuellen Note und der Eleganz des Hauses zu verbinden. Wir alle fanden die Umsetzung mehr als gelungen. Allein die Präsentation der Speisen kam einem großen Kunstwerk gleich.

Jennifer Kausch die Chef Pâtissière erklärt uns das Konzept

Jennifer Kausch die Chef Pâtissière erklärt uns das Konzept

Nachdem sich Herr Fries verabschiedet hatte, konnten wir uns noch ausführlich mit der Schöpferin der Köstlichkeiten Jennifer Kausch unterhalten. Sie ist mit Ihren 26 Jahren schon eine ganz Große Ihres Faches und Chef-Pâtissière in einem 5-Sterne Hotel. Außerdem kennt sie als  Lokalmatadorin, die Geschichte und den Anspruch des Hauses. Eher durch Zufall und ein Schulpraktikum wurde sie auf das Konditoreihandwerk aufmerksam. Und so schloß sie nach Ende der Schule eine Ausbildung bei dem Praktikumsbetrieb der bei uns bekannten Konditorei Fassbender an.  Danach hat sie die Chance genutzt und im Ausland u.a. in der Schweiz weitere Erfahrungen gesammelt. Beim Erzählen konnte man ihre große Begeisterung für die Patisseriekunst spüren. Sie erzählte uns zum Beispiel, dass sie längere Zeit an dem Rezept und der Umsetzung für die Maccaron gebastelt hat, damit diese auch ihren Ansprüchen genügen. Ich kann es schon vorwegnehmen, es waren bisher meine besten Maccarones. Lustig fand ich, obwohl sich den ganzen Tag mit wundervollen, leckeren Sachen beschäftigt und u.a. für alle Hochzeitstorten auf dem Petersberg verantwortlich ist, selbst eigentlich lieber herzhafte Dinge mag.

Ein Teil der Leckereien des High Tea

Ein Teil der Leckereien des High Tea

Kommen wir nun zu den Leckereien und Getränken. Da dies ein Getränkeblog ist, möchte ich mich weitestgehend mit dem Teeangebot beschäftigen. Da ich mit meiner Herzallerliebsten hier war, haben wir uns die Aufgabe ein wenig geteilt. Ausführlicher über die Köstlichkeiten wie Scones, selbstgemachte Marmelade, Maccarones, Pralinés, Sandwiches und Nussecken könnt Ihr Euch auf dem Blog Blog Kocheule meiner Herzallerliebsten informieren. Ich möchte hier besonders auf den Tee eingehen. Das Besondere an dem High Tea im Steigenberger auf dem Petersberg ist die große Auswahl an erstklassigen Tee. Im Gegensatz zum klassischen, britischen High Tea mit einem normalen schwarzen Tee meist Earl Grey oder Darjeeling mit Milch serviert, bietet das Steigenberger eine große Auswahl von ca. 28 verschiedenen Tees an. Obwohl wir auch zu Hause häufiger Tee trinken und auch dort besondere Sorten vorziehen, fand ich die Auswahl an Teesorten sehr gut. Um bei der Auswahl des richtigen Tees beraten zu können, wird es zukünftig drei ausgebildete Teesomiliers geben. Uns stand Frau Anja Lange für Fragen und Vorschläge zur Seite. Bei den Empfehlungen konnte man ihre Begeisterung für Tee und ihr großes Wissen rund um die Pflanze spüren. Obwohl sie sich noch in der Ausbildung befindet, konnte sie uns mit vielen Hintergründen und Informationen rund um Tee beeindrucken. Im Rahmen des High Tea hat sich das Steigenberger als Lieferant für die exquisite Ronnefeldt Teastar Collection entschieden. Diese kann nicht nur durch ihre Qualität überzeugen, sondern weist auch einige exklusive Mischungen auf. Viele dieser Mischungen sind so nur über Ronnefeldt beziehbar.

Frau Lange bei der Teebereitung

Frau Lang bei der Teebereitung

Wir hatten das Glück, durch eine angehende Tee-Sommeliere, nicht nur beim High Tea begleitet, sondern gleichzeitig noch ein Teetasting zu erhalten. Gleich zu Beginn konnten wir einen Blick in die umfangreiche Teekarte werfen. Hier gibt es für jeden Tee eine ganze Seite mit Hintergrundinformationen. Neben der Zubereitung, der Herkunft und der Erntezeit werden auch die Geschichte und die Geschmacksnoten des Tees beschrieben. Begonnen habe ich quasi klassisch mit einem Darjeeling Summer. Der wie der Name schon sagt, im Sommer geerntet wird. Dadurch ist das Aroma ein wenig intensiver. Der Tee wird mit heißem Wasser eines Samorwars aufgegossen und wird mit einer Teeuhr serviert. Zu jedem Tee empfahl uns Frau Lange die optimale Ziehzeit. Dabei erklärte sie uns, dass speziell bei Grüntee eine zu hohe Temperatur des Wassers zum Freisetzen von nicht gewünschten Bitterstoffen führt. Nach diesem wunderbaren Einstieg wurde ich ein bisschen mutiger und habe einen Superior Olong Tee aus Taiwan probiert. Dieser nicht ganz durchoxidierte Tee wird von Hand gepflückt und von einem erfahrenen Fermentiermeister  überwacht. Hier ist es die Kunst den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Bei Ronnefeldt versucht man die Fermentation genau auf der Hälfte zu unterbrechen. Bei den Teeblättern konnte ich gut die Trennung zwischen grünem und schwarzem Tee beobachten.

Meine Herzallerliebste hatte zwischenzeitlich einen Smoked China Tee probiert. Dieser Schwartztee wird im Rauch von schwelenden Kiefernwurzeln oder harzreichem Fichtenholz geräuchert.  Obwohl schon ein kräftiges Raucharoma in der Nase spürbar, war es auf der Zunge angenehm mild und nicht wie vermutet recht bitter. Ein wirklich spannender Tee, den man sonst nicht so häufig bekommt.

Die Jasmin Pearls vor und nach dem Aufguss

Die Jasmin Pearls vor und nach dem Aufguss

Zum Ende bat ich Frau Lange mir noch etwas besonderes zu empfehlen und sie schlug mir Jasmin Pearls vor. Im ersten Moment musste ich an den klassischen Jasmintee aus Chinarestaurants denken und wollte dankend ablehnen. Aber damit haben sie nun wirklich nichts zu tun. Zuerst zeigte sie mir die Pearls, die wirklich aussehen wie kleine Perlen. Dabei wird auf jedes Teeblatt eine Jasminblüte gelegt und dann von Hand zusammengerollt, so entstehen die kleinen Kügelchen. Das spannende ist, sowie man diese mit heißem Wasser übergießt, öffnen sie sich und geben ihr Aroma frei. Und was für ein Aroma. Der Jasmin ist nur dezent spürbar und es verbreitet sich eine blumige Note. Der Grüntee kommt sehr leicht, fast ein wenig süßlich daher. Wirklich eine spannende Erfahrung. Es hat wirklich außerordentlich Spaß gemacht, die Tees zu den Köstlichkeiten zu trinken und zu verkosten. Dabei war es eine Freude zu sehen, mit was für einen Enthusiasmus und Spaß Frau Lange die unterschiedlichen Tees empfiehlt.

Ein Teegedeck

Ein Teegedeck

Ich kann nur jeden empfehlen, der Spaß an leckeren Köstlichkeiten und Tee hat, einmal sonntags zum Steigenberger zu fahren. Dabei kann man sogar auf das Auto verzichten. Entweder man nutzt den Weg auf den Petersberg als Sonntagswanderung oder nimmt den seit Mai fahrenden Busshuttleservice vom Bahnhof Königswinter. Dieser fährt an Sonn- und Feiertagen immer stündlich ab 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Der High Tea findet jeden Sonntag ab 15.00 – 18.00 Uhr statt. Da die Kleinigkeiten alle frisch zubereitet werden, wird um eine telefonische Voranmeldung gebeten. Der Hightea wird für 28 € pro Person angeboten. Dort enthalten ist auch eine Kanne Tee nach eigener Wahl. Jede weitere Kanne kostet nur 5,50 €. Wer möchte kann den High Tea auch zu einem Ladys- oder Gentleman Tea ausweiten. Dann bekommt man zusätzlich noch einen Aperitif ihrer oder seiner Wahl. Dabei kann man sich zwischen Champagner, Kir Royal, Cognac oder auch einem Single Malt Whisky entscheiden. Weitere Informationen zum Petersberg und zum High Tea findet Ihr hier.

Hotel Petersberg – High Tea
Sonntags von 15.00 – 18.00 Uhr
Informationen

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The bitter Day – oder die große Tonic Water Versammlung

Der Testaufbau mit 10 Tonics

Der Testaufbau mit 10 Tonics

Als großer Gin Fan bin ich natürlich auch jemand der gern Gin und Tonic trinkt. Man muss sagen, diese beiden Getränke passen nun mal super zusammen. Und nachdem ich im letzten Jahr auch schon Tonic bzw. Tonicsirup hergestellt habe (den Text dazu findet Ihr hier), wurde es an der Zeit mal einen großen Tonicvergleich vorzunehmen. Durch die Teilnahme an einer Aktion der Siegfried Gin Macher kam ich zu der Gelegenheit dieses endlich mal vorzunehmen. Sie haben Leute gesucht, die gern ihre Lieblingskombination aus Siegfried und Tonic herausfinden möchten. Und die Teilnehmer haben insgesamt 10 Tonics zur Verfügung gestellt bekommen. Und wie predige ich hier schon länger, erst mal alles pur probieren und erst dann mischen. So konnten die Herzallerliebste und ich gleich zwei Tastings durchführen. Wobei ich sagen muss, 10 Tonics hintereinander ist schon eine ganz schön bittere Angelegenheit und man braucht viel Brot und Wasser zum neutralisieren. Des weiteren kommt man bei der ganzen Kohlensäure und das ein oder andere Bäuerchen nicht drumherum. Außerdem muss man auch berücksichtigen, das fast kein Mensch Tonic pur trinkt. Ich kenne zumindest niemanden. Aber um einzuschätzen, welche Art von Gin zu welchem Tonic passt, sollte man sich schon ein wenig mit den Geschmacksprofilen der unterschiedlichen Tonics auseinander setzen.

Die Deckel aller Testteilnehmer

Die Deckel aller Testteilnehmer

Wie schön war es noch in den 90er Jahren, da gab es bzgl. des Tonics kein Problem. Es gab quasi ein Tonic – das Schweppes – und man brauchte sich um die Auswahl keine Gedanken machen. Heute gibt es allein in Deutschland bestimmt über 30 verschiedene Sorten Tonic zu kaufen. Und mit dem Ginboom geht auch ein Tonicboom einher. Bei unseren Test haben wir versucht, die Tonics anhand von vier Kriterien zu begutachten. Wir mussten aber feststellen, das es teilweise sehr schwer war, die genauen Unterschiede zu beschreiben. Wir haben uns auf die Kriterien Bitterkeit, Süsse, die Stärke der Kohlensäure, besondere Aromen und den Abgang konzentriert. Die Reihenfolge haben wir ausgelost. Zur Auswahl standen diese 10 Tonic Water:

  • Thomas Henry Tonic Water
  • Thomas Henry Elderflower Tonic
  • Fever Tree Mediterranean
  • Goldberg Tonic Water
  • Fentiments Traditional Tonic Water
  • Doctor John William Polidori´s Dry Tonic Water
  • Aqua Monaco Tonic Water
  • Fever Tree Tonic Water
  • Schweppes Tonic Water Extra Dry
  • Aqua Monaco Extra Dry

Wie oben schon geschrieben, werden die meisten die Tonics nicht pur trinken, aber wir haben es versucht und unsere Eindrücke notiert. Der Versuch Aromen beim Tonic zu erriechen und da große Unterschiede festzustellen, erwies sich als sehr schwierig. Da ein Vergleich der puren Gin ohne entsprechende Gins nicht wirklich Sinn macht, habe ich auf eine Rangfolge bei der Bewertung verzichtet und werde die Erkenntnisse einfach nach Tasting-Reihenfolge wiedergeben. Da die Kosten für die einzelnen Tonics natürlich bei der Wahl auch eine Rolle spielen, habe ich zur besseren Einschätzung noch den Preis dahinter notiert. Den Preis habe ich von dem Onlineshop Ginladen, da er alle Tonics im Angebot hat. Natürlich bekommt man das eine oder andere Tonic im Internet oder stationären Handel auch zu günstigeren Preisen. Beginnen wir mit den Eindrücken zu den Tonics:

Das Thomas Henry Tonic Water für mich quasi der Standard bei Tonic Water, welches zu fast allen Gins passt. Es machte den Anfang unserer Bewertung. Erst in Vergleich mit den anderen Tonics und dem pur trinken erkennt man, wie extrem bitter es ist. Wenn ich an das Spicy Ginger denke, scheint es schon fast Firmenpolicy zu sein, immer ein wenig das Extreme zu suchen. Für mich ist es fast das Bitterste der gesamten Range. Kohlensäure ist schon gut vorhanden, nach dem Einschenken geht sie aber scnell verloren. Die Süsse hält sich eher in Grenzen. Insgesamt ein gutes Tonic, speziell für die Fans von ausgeprägter Bitterkeit. Hier braucht man schon Gins die dem ein wenig entgegensetzen können. Preis: 1,15 in der 0,2 l Flasche.

Thomas Henry Elderflower ist das süßeste Tonic in der Auswahl gewesen. Bei der Bitterkeit kann es mit dem normalen TH-Tonic mithalten, obwohl diese durch die Süsse der Holunderblüte gut abgemildert wird. In der Nase wirkt das Elderflower ziemlich künstlich. Und auch im Geschmack war es mir ein wenig speziell, wenn auch mit einem schönen Fruchtaroma. Beim Abgang bleibt fast nichts von der Süsse übrig und dagegen spürt man eine lange trockene Bitterkeit. Gefühlt war die Kohlensäure weniger präsent als bei dem normalen Tonic, was ich mir aber kaum vorstellen kann. In Kombination mit einem floralen New-Western Style Gin kommt diese Tonic bestimmt ganz gut. 1,15 in der 0,2 l Flasche.

Fever Tree Mediterranean war zum pur trinken für mich das angenehmste. Das Tonic ist schön harmonisch, hat aber eine spannende Kräuternote. Nach den Thomas Henry Tonics wirkte es fast gar nicht bitter und auch die Süsse wurde noch stärker betont. Aber dies ohne übertrieben süss zu sein. Die Kohlensäure ist präsent, aber gut eingebunden. Ein wirklich schönes Tonic – was sich auch optimal mit dem Siegfried Gin ergänzt. Preis: 1,99 € in der 0,2 l Flasche

Goldberg Tonic war für mich eine Überraschung. Ich hatte es schon mal getrunken, damals aber scheinbar mit dem falschen Gin. Ich hatte es al nicht besonders gut in Erinnerung. Beim pur trinken entpuppte es sich als grundsolides, gutes Tonic. In der Bitterkeit so zwischen T. Henry und Fever Tree mit einer dezenten Süsse. Die Kohlensäure ist hier stark ausgeprägt und bleibt auch sehr lange im Glas. Auch ein sehr gutes Allround Tonic zu einem günstigen Preis. Preis: 0,85 € für 0,2 l Flasche

Fentiments Tonic war für uns beide eine Herausforderung. Dieses Tonic macht es einen nicht leicht. Schon die Nase kann man nicht unbbedingt als wohltuend bezeichnen. Ein eher unangenehmer Geruch der ins Kohlartige und Kräuterige ging. Auch die Zitrusnote erinnerte einen weniger an Früchte als an Reiniger. Bei der Bitterkeit konnte es fast mit dem Thomas Henry mithalten, weist dazu aber noch eine extreme Trockenheit auf. Die Kohlensäure ist erst da und sofort weg. Aber der Geschmack und die Trockenheit wirken sehr lange nach. Man hat das Gefühl, dass man das Tonic noch lange im Mund „weiterkauen“ kann. Für mich definitiv nicht lecker und auch auf Anhieb fällt mir kein Gin ein, der direkt passen würde. Der Gin muss schon ein starkes Profil haben, um gegen das Tonic anzukommen. Es gibt bestimmt einige Liebhaber dieses Tonics, dafür ist es schon zu lange am Markt. Für mich aber, speziell pur genossen ist es zu schwierig. Preis: 1,59 in der 0,125 l Flasche

Das Dr. Polidoris Tonic kannte ich vorher noch gar nicht. War in meiner Geschmackswahrnehmung irgendwie im Mittelfeld. Nicht zu bitter, aber auch nicht zu süss. Ein dezente Kräuternote, die sich aber nur leicht im Hintergrund aufhält. Kohlensäure ist eher weniger vorhanden, bleibt aber dafür sehr lange im Glas. Der Abgang ist leicht bitter und trocken. Insgesamt ein gutes Durchschnitts-Tonic. Preis 1,99 € in der 0,2 l Flasche.

Das Aqua Monaco Tonic ist für mich das Zitrustonic des Abends. In der Nase war eine starke Zitrusnote wahrnehmbar, die dann auch im Geschmack klar vertreten war. Das Monaco ist eher ein süsseres Tonic, mit einer geringer ausgeprägten Bitterkeit. Die Kohlensäure war ein wenig stärker vorhanden. Beim Abgang ging der Zitrus dann leider ein wenig ins säuerliche. Mit diesem Tonic kann man schön mit zitrusbetonten Gins experimentieren, man muss nur aufpassen, dass nachher nicht alles nach Zitrone schmeckt. Preis: 1,84 € in der 0,23 l Flasche.

Beim normalen Fever Tree Tonic bin ich ein wenig voreingenommen. Da ich mit diesem schon einige Gin Tonics getrunken habe und es quasi eines meiner Lieblingstonics darstellt, ist es schwierig etwas Negatives über das Tonic zu schreiben. Ich finde es ausgesprochen rund und harmonisch. Wenn ich ein Tonic pur trinken sollte, wäre es, glaube ich zumindest dieses Tonic. Die Kohlensäure ist präsent, aber gut eingebunden. Die Bitterkeit ist gut spürbar, aber nicht übertrieben. Einzig das es mir fast schon zu süss ist, kann man als kleinen Negativpunkt anführen. Für mich einfach ein gelungenes Tonic. Preis: 1,99 € in der 0,2 l Flasche.

Vom Schweppes Extra Dry hatte ich mich sehr viel versprochen. So liest man des öffteren im Netz, das Schweppes mit dem Extra Dry ein richtig gutes Tonic entwickelt hat. Auch wäre es mit dem normalen nicht vergleichbar. Vielleicht waren meine Erwartung auch einfach zu hoch. Die Bitterkeit empfand ich recht als recht gering, die Süsse dagegen schon wieder als zu stark. Die Kohlensäure war extrem und blieb auch im Glas. Vom Aroma hatte ich künstliche Zitrusnoten in der Nase. Leider zogen sich diese auch durch den Geschmack weiter – um es auf den Punkt zu bringen – es schmeckte wie bittere Zitronenlimonade. Ich hatte leider kein Schweppes Indian Tonic um einen direkten Vergleich vorzunehmen. Muss ich aber bei Gelegenheit mal angehen. Auch hier fällt es mir schwer eine Gin-Empfehlung abzugeben. Zusammenfassend: ich habe es probiert – für mich leider nichts. Preis: 0,89 € in der 0,2 l Flasche.

Und auch das Aqua Monaco Extra Dry wird nicht mein Favorit. Hier ist der Name Extra Programm. Extra Bitter, extra wenig süss und extra wenig Kohlensäure. Das Zitronenaroma des normalen Tonics ist nur noch gering spürbar. Die Bitterkeit ist schon fast unangenehm. Im Geschmack ist es irgendwie wässrig und man hat eine leichte Metallnote. Im Abgang hat man eine extreme Trockenheit gepaart mit ordentlicher Bitterkeit. Nein auch das wird nicht mein Tonic und die Überlegung zu welchem Gin es passen soll, finde ich auch sehr schwierig. Preis: 1,84 € in der 0,23 l Flasche.

Drinklabor_Tonictest2

Das waren nun meine Erkenntnisse bei den 10 Tonics. Das spannende an so einem Test ist zu sehen, was für riesige Geschmacksunterschiede bei den Tonics bestehen. Teilweise ist der Geschmack komplett unterschiedlich, aber manchmal betrifft es auch nur Abstufungen beim Anteil der Kohlensäure oder der Bitterkeit oder der Süße. Da ich ein Tonic in den seltensten Fällen pur trinken werde, erübrigt sich eine Platzierung oder Reihenfolge aufzustellen. Außerdem wird es für jedes Tonic auch den optimalen Gin geben. Bei dem einen Tonic wird die Suche einfacher, bei den anderen schwieriger. Aber ein solcher Tonictest hilft doch schon mal einzuschätzen, in welche Richtung man bei dem Gin gehen sollte. Für einen Gin, nämlich den Siegfried Rheinland Gin habe ich es für diese 10 Tonics ausprobiert. Die Ergebnisse und Erfahrungen dieser Verköstigung könnt Ihr hier finden. Ansonsten kann ich Euch nur empfehlen, so einen Test auch mal zu Hause auszuprobieren. Wenn es auch extrem bitter mit der Zeit wird, aber es macht unheimlich viel Spaß.

 

 

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Das Drinklabor ist seit einem Jahr geöffnet

Drinklabor_StillebenKinder wie die Zeit vergeht. Was damals quasi als Schnapsidee begonnen hat, existiert schon seit einem Jahr. Wenn ich so zurückblicke, hat es sehr viel Spaß gemacht. Genau vor einem Jahr habe ich meinen ersten Beitrag hier veröffentlicht und mittlerweile sind es 78 Beiträge geworden. Es war ein spannendes Jahr, ich habe viele neue Themen kennengelernt, ganz viele Sachen ausprobiert und natürlich gekostet. Ich habe viele Orte besucht und immer versucht das aktuelle Angebot an Getränken zu erforschen. Ich war bei einigen Tastings, Proben und Veranstaltungen. Habe mit Freunden neue Sachen probiert und ausprobiert. Der Blog und die Notwendigkeit diesen mit Leben zu füllen haben mich aber auch angespornt neues auszuprobieren, Bars zu besuchen, neue Cocktails und Getränke zu probieren und spannende Leute kennen zu lernen.

Gerade der letzte Punkt und besonders mit anderen Bloggern hat mir viele neue Ideen und Anregungen geliefert. Ich habe feststellen dürfen, was für eine große und aktive Bloggergemeinde in Bonn zu finden ist. Dabei war mein erstes Barcamp ein wirklicher Höhepunkt. Aber das wichtige war natürlich Euer Feedback, Eure Likes, Retweets etc. Das hat mir immer gezeigt, dass ich nicht nur für mich schreibe, sondern dass es ein paar Personen gibt, die meine Beiträge auch lesen. Daher freue ich mich auf ein weiteres Jahr im Drinklabor. Wo ich natürlich wieder ganz viele Sachen ausprobieren werde, aber auch komplett, neue Sachen testen und durchführen werde.

Seid wie ich auch gespannt, was die nächste Zeit so alles Neues bringt. Genießt das Wochenende und bis bald zum nächsten Beitrag.

Leo

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Der große Siegfried Gin & Tonic Test

Trinklabor_Siegfried_TonicTest2Als überzeugter Bonner und Liebhaber des Siegfried Gins hatte ich mich im Frühjahr bei einer Aktion von Siegfried Gin beworben. Da ging es darum, zu testen welches Tonic am besten zum Siggi passt. Aus allen Teilnehmern wurden am Schluss 10 Personen ausgewählt bzw. ausgelost. Jeder musste vorab begründen, warum gerade er oder sie für diesen Test geeignet ist. Und ich hatte das große Glück einer dieser zehn zu sein. Und irgendwann stand auf einmal ein großes Paket bei uns im Flur, welches ich mit einiger Neugier aufgemacht habe. Durch die netten Aufkleber Siggi on Tour war von außen schon erkenntlich, was in dem Paket zu finden war. Das Paket enthielt neben einer ganzen Flasche Siegfried Gin 10 unterschiedliche Tonics. Und nachdem sich endlich mal ein freier Abend gefunden war, wurde unserer Balkon kurzfristig zum Testlabor umgebaut. Um die Unterschiede besser herauszuschmecken, wurden natürlich alle Tonics erstmal einzeln getestet. Die Ergebnisse des Tonic-Tastings könnt Ihr hier in einem separaten Artikel lesen.

Nach dem Auspacken

Nach dem Auspacken

Nachdem meine Herzallerliebste und ich alle Tonics einzeln probiert hatten, ging es jetzt an den schöneren Teil der Aufgabe – das große Siegfried & Tonic Tasting. Hier wollten wir herausfinden, welche Kombination für uns die leckerste und stimmigste gewesen ist. Bei den Tonics standen zur Auswahl das Schweppes Extra Dry, 2 Tonics von Thomas Henry das normale und das Elderflower, das Fentiments Tonic, das Doctor Polidoris Tonic, zwei Aqua Monaco das Tonic und Extra Dry Tonic, das Goldberg Tonic und die beiden Fever Trees das normale Tonic Water und das Mediterranean.

2 Siegfried und 2 Hände von Tonics

2 Siegfried und 2 Hände von Tonics

Nach dem Tonictasting brauchten wir erst einmal ein großes Stück Brot und ordentlich Wasser. Da 10 Tonic auf einmal doch extrem tocken, süss und geschmacksintensiv sind. Von der Kohlensäure und seinen Folgen möchte ich gar nicht erst anfangen. Da wir nicht 10 große Gin Tonic trinken wollten und auch nicht gekonnt hätten, gab es jeweils nur kleine Mischungen in Nosinggläsern. Wir haben dabei versucht immer ein Mischungsverhältnis von 1 zu 3 hinzubekommen. Das Gute als Whiskyfan hat man natürlich Plastikpippetten, die ich zum gezielten Verdünnen von Whisky benutze. Diese haben auch eine Skala, so dass man immer einigermaßen genaue Mischungsverhältnisse hinbekommen hat.

Für die exakten Mengen kommt die Pipette zum Einsatz

Für die exakten Mengen kommt die Pipette zum Einsatz

Es war sehr spannend wie unterschiedlich die Tonics mit dem Gin harmonierten oder eher das Gegenteil bewirkt haben. Von den Geschmacksbewertungen und der Reihenfolge  waren meine Herzallerliebste und ich schon recht nah beieinander, so dass bei der Wahl der Favoriten als auch der Geht-garnicht Kombinationen es fast ein ähnliches Ergebnis gab. Wir können natürlich hier nur für uns sprechen und ich empfehle jeden sich selbst ein Urteil zu bilden. Und man muss sagen, die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die Kombination mit dem Siegfried Rheinland Gin. Mit einem anderem Gin mag das eine oder andere von uns eher ungeeignete Tonic bestimmt ganz gut harmonieren. Bei der Bewertung haben wir eher Gruppen gebildet, wenn ich auch am Schluss eine Reihenfolge festgelegt habe. Dabei sind sowohl meine Bewertungen, als auch die meiner Herzallerliebsten eingeflossen.

Alle am Test Beteiligten

Alle am Test Beteiligten

Kommen wir zu der Gruppe – lieber Finger von lassen:

Zuerst die Mischung mit dem Fentiments. Von der Nase ist der Mix schon besser als das Fentiments allein – aber ein Wohlgeruch ist es noch lange nicht. Im Mundgefühl kommt eine heftige Trockenheit zum Vorschein. Der Siggi tut einem schon leid, er hat gegen dieses Tonic keine Chance. Außerdem wird durch die Kombination eine sehr künstlich wirkende Zitrusnote erzeugt. Nein dieses Tonic bitte nicht für den Siggi benutzen. Auch das Schweppes Extra Dry gereicht dem Siegfried nicht zur Ehre. Auch hier ist eine verstärkte Trockenheit am Gaumen zu spüren, die Bitterkeit wird nochmals betont und auch das Zitronenlimonadige geht nicht weg. Beim Elderflower von Thomas Henry hätte ich gedacht, dass müsste passen. In der Kombination wirkte das Tonic und die Holunderblüte extrem künstlich und parfümiert. Auch die Bitterkeit kam in den Vordergrund. Auch hier klare Nichtempfehlung. Und nun zum Negativhighlight – der Siegfried Gin mit Aqua Monaco Extra Dry. Erstaunlich auch hier ist die Nase bedeutend besser als das Tonic solo. Der Kardamom kommt stärker nach vorn. Ich war also guter Dinge und dann habe ich es leider getrunken. Eine unangenehme Pfeffrigkeit gepart mit Bitterkeit und metallischen Anklängen. Tastingnotes meiner Herzallerliebsten „Unangenehme Nase, Geschmack Bahhhhhh“. Auch hier gilt in der Kombi bitte die Finger weg.

Nun geht es ins Mittelfeld – hier passt die Kombination von Tonic und Siggi schon ganz gut, aber wir sind noch nicht in der oberen Tabellenhälfte. Das normale Thomas Henry für mich schon fast wie ein Allrounder – es gibt wenige Gins die nicht dazu passen. Wenn man eine stärkere Bitterkeit mag, muss man hier ergänzen. Zusammen mit dem Siegfried wird die Bitterkeit ein wenig abgemildert. Die Lindenblüten sind sogar wahrnehmbar. Nur im Abgang wird es dann wieder recht trocken und bitter. Aber für einen guten G&T zwischendurch schon GUT geeignet. Kommen wir zu einer weiteren guten Mischung – nämlich die mit dem Dr. Polidoris Tonic. Der Siggi und das Tonic harmonieren schon ganz gut. Die Nase ist recht angenehm. Der Siggi kommt gut durch und Gin und Tonic ergänzen sich. Einzig die Bitterkeit überlagert den Geschmack des Gins. Aber auch hier gut trinkbar, wobei man dieses Tonic bisher eher selten zu kaufen bekommt. Und auch die Mischung mit dem normalen Aqua Monaco ist eine grundsolide Mischung. Hier wird das Zitrusarmao verstärkt, was in dieser Kombination ganz gut ist. Mit einem richtig stark Zitrus betonten Gin würde ich dieses Tonic wohl nicht empfehlen.

Kommen wir zu den Championsleague Plätzen, um in der Fussballersprache zu bleiben. Eine wirkliche gelungene Mischung ist die mit dem Goldberg Tonic. Eine absolut runde und harmonische Mischung, die eine angenehme Süsse hervorruft. Auch eine interessante Nase ist spürbar. Der Siggi ist gut schmeckbar und wird von den Tonicaromen unterstützt und teilweise verstärkt. Eigentlich schon eine sehr gute Kombination, einzig mir kommt das Ganze ein wenig brav daher.

Kommen wir zu den beiden Gewinnern. Tata.. auf dem zweiten Platz das Fever Tree Tonic. Ähnlich wie beim Goldberg passt hier einfach alles. Sie harmonieren gut miteinander, ergänzen sich gegenseitig ohne den jeweils anderen zu überlagern. Eine angenehme Süsse ohne zu stark hervorzutreten, die Bitterkeit ist gut ausbalanciert. Wenn Ihr also in der Bar Eurer Wahl seid und wollt einen Siggi mit Tonic trinken – auf jeden Fall zum Fever Tree greifen. Nur eine Kombi ist noch besser und sie kommt aus dem gleichen Haus – das Fever Tree Mediterranean. Hier kommt noch ein wenig Pep, Sexiness und Spannung dazu – die Kräuterigkeit. Diese werden durch den Siggi gut betont, ohne dass sie komplett in den Vordergrund treten. Ein wahre Geschmacksexplosion, eine flüssige Pizza Margarita einfach wunderbar. Obwohl ich mir auch vorstellen kann, das Einigen die Kräuternote zu dominant sein könnte. Also vorher immer selbst probieren und wenn man unsicher ist, erstmal zum normalen Fever Tree greifen – dass passt für jeden. Wenn Ihr aber noch das i-Tüpfelchen draufsetzen wollt, dann lasst das Mittelmeer in Euren Gin Tonic. Man kann also abschließend festhalten Siegfried Gin – das beste was einem Fever Tree passieren kann. Hier noch mal kurz die Ergebnisse tabellarisch dargestellt.

Platzierung Gin &  Tonic Kombination Bewertung
1. Siggi + Fever Tree Mediterranean +++
2. Siggi + Fever Tree Normal ++
3. Siggi + Goldberg Tonic ++
4. Siggi + Dr. Polidoris Tonic +
5. Siggi + Thomas Henry Normal +
6. Siggi + Aqua Monaco Tonic +
7. Siggi + Thomas Henry Elderflower – –
8. Siggi + Schweppes Extra Dry – –
9. Siggi + Fentiments – –
10. Siggi + Aqua Monaco Extra Dry – – –

Zum Schluß bleibt mir nur noch Danke zu sagen, bei den Jungs vom Siegfried Gin. Nicht nur für den tollen Gin als solchen, sondern auch für die Möglichkeit dieses spaßige Experiment auszuprobieren und die optimale Mischung von Siegfried & Tonic zu finden. Ich kann jeden nur empfehlen so etwas ähnliches auch mal zu Hause auszuprobieren, dann werdet Ihr doch ziemliche Unterschiede feststellen. In diesem Sinne genießt Euren nächsten Gin & Tonic.

 

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Mango Lassi – ein Hauch Indiens

Indisches Mango Lassi

Indisches Mango Lassi

Ich bin ein großer Fan der indischen Küche und daher soll es heute um mein Lieblingsgetränk in indischen Lokalen gehen. Jetzt werden vielleicht einige auf Amrut Whisky oder Old Monk Rum tippen. Aber nein es geht um den herrlich erfrischenden und wirklich leckeren Mango Lassi. Nachdem in unseren Kühlschrank schon länger eine Mango ihrer Bestimmung harte, dachte ich mir, jetzt wird so eine Mango Lassi auch mal selbst gemacht. Und nach einigen Recherchen bestätigte sich auch meine Vermutung, dass es gar nicht so ein großer Aufwand ist.

Eine oder ein Lassi ist ein Jogurtgetränk, das überwiegend in der indischen Küche Verwendung findet. Ebenfalls zu dieser Getränkeart gehört der vor allem in der Türkei und im Nahen Osten verbreitete Ayran, der häufig mit Buttermilch hergestellt wird. In der indischen Küche wird es vor allem gern zu scharfen Gerichten gereicht, die ja bei diesen Speisen quasi nie vorkommen. Dies hat mit dem höherem Fettgehalt zu tun, der ein wenig die Schärfe des Essens mildert und die Verdaulichkeit erhöht. Es gibt dabei sowohl salzig gewürzte Lassis als auch süsse auf Fruchtlassis. Hier ist die Mango Lassi eine der bekanntesten. Jedes Land oder auch Landesteil hat seine besondere Zutaten und Gewürze, die von Rosenwasser bis hin zu Essig reichen. Daher habe ich einfach ein wenig experimentiert und habe die Zutaten und das Geschmacksprofil zusammen gemischt, dass mir besonders gut schmeckt. Den heren Anspruch an Original Rezepte habe ich auf Grund der hier nicht erhältlichen Milch von indischen Rinderrassen aufgegeben. Auch habe ich versucht, die Lassi nicht zu süss herzustellen, da ich finde manche Lassi erinnert eher an einen Milchshake.

Als Zutaten benötige ich nur Mangos (am besten frische), fettarmen Jogurt, ein wenig fischen Ingwer und ansonsten die klassischen Gewürze der indischen Küche Kardamom, Nelken und Zimt. Außerdem mischen ich Mineralwasser noch unter, da mit Milch es mir zu mächtig würde. Natürlich braucht Ihr einen Mixer. Egal ob Hand- oder Standmixer. Beim Standmixer ist es ein wenig komfortabler und die Erstellung des Mangomusses geht einfacher.

Zutaten:

2 Mangos (ca. 600 g)

400 g Jogurt (1,5 % Fett)

500 ml Mineralwasser

4 Kardamonkapseln

4 Nelken

1 Messerspitze Zimt

1 kleines Stück frischer Ingwer

Zuerst müsst Ihr die Mango schälen. Dazu am besten einen Sparschäler verwenden. Wenn Sie nicht überreif ist, geht das auch ganz gut. Dann direkt am Stein das Fruchtfleisch abschneiden. In der Zwischenzeit die Geürze in einen Mörser und ordentlich aufbrechen und kleinmörsern. Den Ingwer in ganz kleine Stücke schneiden. Dann das Fruchtfleisch mit den Gewürzen zu Muss verarbeiten. Danach langsam den Jogurt und anschließend das Mineralwasser dazugeben und das Ganze schaumig schlagen. In ein großes Gefäß einfüllen und im Kühlschrank kühlen. So jetzt müsst Ihr nur noch ein leckeres scharfes indisches Curry kochen und Ihr habt die optimale Begleitung.

 

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Bier Leben – von Oliver und Julia Wesseloh – eine literarische Liebeserklärung an das Craftbeer

Drinklabor_BücherHeute möchte ich über eine Liebeserklärung an die neue Form des Biergenusses sprechen. Ein wunderbares Buch über die Craftbeerszene oder soll ich besser Kreativbierszene schreiben. Wer wäre da besser als Autor bzw. Coautor geeignet als das Enfant terrible unter den Craftbeerjüngern – Oliver  Wesseloh. Was findet man nicht alles für Bezeichnungen für ihn, den Gründer der Kehrwieder Kreativbrauerei, der Weltmeister der Biersomiliere, den Bierbrauer oder deutscher Craftbeerpabst. Er und seine Frau Julia haben im Herbst 2015 das Buch „Bier leben“ veröffentlicht. Wobei wohl auf Julia Wesseloh die Hauptaufgabe zu kam, die ganzen Ideen, Erlebnisse und Vorstellungen ihres Mannes zu strukturieren und auch noch lesenswert aufzubereiten. Und ich finde es ist ihr gelungen.

Als kleiner Gag am Rande erschien das Buch passend am 31.10.2015 dem Reformationstag. Und ähnlich wie Luther damals mit seinen 99 Thesen die verkrustete katholische Kirche reformieren wollte, hat man manchmal das Gefühl, das die Autoren hier mit ihren Thesen das Deutsche Reinheitsgebot und den Deutschen Brauerbund wenn nicht reformieren, so doch verändern will. Aber jetzt erwartet kein missionarisches Buch. Es ist Ihnen quasi mit hanseatischen Understatement gelungen, Ihre Faszination für die neue Bierwelt darzulegen ohne einen mit aller Macht davon zu überzeugen. Dies ist ja leider nur noch selten zu finden, da bei allen Hypethemen gefühlt immer nur noch ein dafür oder dagegen gibt.

Drinklabor_BierlebenFür mich ein sehr lesenswertes Buch in das Oli Wesseloh viel seiner subjektiven Einschätzungen zu Märkten, Bieren und Entwicklungen wiedergibt. Ein zentraler Bestandteil des Buches ist, dass er weg will von dem aus den USA übernommenen Begriff „Craftbeer“ hin zu einem neuen Begriff nämlich „Kreativbier“. Diese Begriff wird nicht über die Menge, sondern über vier Kriterien definiert: Inhaberführung, Transparenz, Vielfalt und Natürlichkeit. Und auch das Thema des sogenannten „Reinheitsgebotes darf natürlich nicht fehlen.

Da Buch zeigt auch schön, die enge Verbundenheit unter den Craftbeerbrauern. Denn man merkt das er fast alle aus der Szene persönlich kennt. Auch lockert er sein Buch zwischendurch mit Interviews unter der Überschrift ein Bier mit auf. Dort tauchen sowohl die „Großen“ des internationalen Craftbeermarkets, wie James Watt von Brewdog, Sam Calagione von der Dogfish Head oder Ken Grossman von Sierra Nevada Brauerei auf. Aber auch ein Bierblogger, die Leiterin der Hopfenakademie, ein Bierjournalist und andere kommen  zu Wort.

Im ersten Teil beschreibt er zuerst die unterschiedlichen Märkte in Europa und wie sie sich entwickelt haben. Danach geht es über den großen Deich zur Keimzelle der Craftbeerbewegung. Nach einem kurzen internationalen Blick konzentriert er sich auf Deutschland und hier auf eine Auswahl wichtiger Craftbeerbrauer. Dabei wird immer der Brauer der hinter der Marke und der Brauerei steht in den Vordergrund gestellt und deren Werdegang wiedergeben. Dabei konnte ich feststellen, dass ich im Rheinland quasi aus der Geburtsregion der deutschen Bewegung komme. Mit Fritz Wülfings von Ale Mania aus Bonn, der damals 2007 das erste deutsche IPA abfüllte (damals noch als Fitz Ale) oder Peter Esser von der Kölner Braustelle der schon 2002 erste Kreativbiere in seiner Kneipe anbot.

Ab der Mitte des Buches widmet er sich dem Bier als solchem und seinen Zutaten. Wobei natürlich dem Hopfen eine besondere Würdigung zu teil wird. Hier kommt der Brauer und sein Wissen um die Wichtigkeit der richtigen Zutaten und Qualitäten in den Vordergrund. Und ich habe doch noch so einiges gelernt. Und natürlich wir nicht nur Hopfen, Malz und Hefe behandelt, sondern auch Früchte, Gewürze und Kräuter. Im Anschluss wird die gesamte Bierherstellung ausführlich beschrieben. Im hinteren Teil beschäftigt er sich mit der Biervielfalt und den unterschiedlichen Bierstilen. Daran anschließend kommt der Biersommilier zum Einsatz und das richtige Bierverkosten wird ausführlich beschrieben. Und zum Ende gibt es auch noch eine kleine Einführung ins Heimbrauen. Das dies natürlich nur ein kurzer Anriss ist und eine ausführliche Anleitung nicht ersetzt sollte selbsterklärend sein.

Für Bierliebhaber schon fast ein Muss und für Craftbeerfans erübrigt sich die Frage. Ich empfand es extrem lesenswert, sehr zurückhaltend und sehr bildend. Hier kann ich nur eine Empfehlung aussprechen.

 

Oliver und Julia Wesseloh
Bier Leben – Die neue Braukultur
240 Seiten
Rowohlt Taschenbuch Verlag 2015
ISBN 978-3-499-62946-4

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Siegfried Gin – der Cocktailzauberer

Der Siegfried Gin

Der Siegfried Gin

Vor einigen Wochen war ich auf einem Streetdrinkfestival. Ich hatte mir zwar mehr versprochen, aber ein Highlight war der Stand eines meiner Lieblingsgins dem guten Bonner Siegfried Gin – auch liebevoll Siggi genannt. Dabei bin ich auch in den Besitz eines Flyers gekommen, der neben Tastingnotes auch speziell für diesen Gin entwickelte oder angepasste Cocktails enthielt. Davon habe ich zwei zu Hause ausprobiert und war wirklich begeistert.

Die Zutaten für den Magic Tiger

Die Zutaten für den Magic Tiger

Als erstes soll es um meinen derzeitigen Lieblingsdrink gehen – den Magic Tiger. Absolut erfrischend und die Herzallerliebste dachte doch tatsächlich es wäre ein Alkoholfreier Cocktail, weil er so rund und der Siegfried sich gut in den Cocktail einpasst. Wichtig ist dass Ihr den Drink sehr kräftig rührt, da sich sonst das hier eingesetzte Süßungsmittel der Agavendicksaft nicht richtig auflöst.

Der Magic Tiger - extrem lecker

Der Magic Tiger – extrem lecker

Zutaten für den Magic Tiger sind:

  • 4,5 cl Siegfried Gin (ich habe 5 cl genommen, da leichter abmessbar)
  • 1,5 cl Zitronensaft frisch gepresst
  • 2,5 cl Grapefruitsaft frisch gepresst – am besten eine nicht ganz so saure nehmen – z.B. Pink Grapefruit
  • 4 cl Earl Grey Tee (ich habe Lady Grey genommen, da weniger bitter) – hier vorher kochen und dann abkühlen lassen
  • 2 cl Agavendicksaft (hört sich viel an – braucht Ihr aber)

Das Ganze baut Ihr in einem Longdrinkglas auf viel Eis und könnt es mit einer Grapefruitzeste garnieren. Sehr köstlich und schön erfrischend. Ich habe den Cocktail auch mit dem Tanqueray probiert – das passte nicht, da kam mir der Gin zu sehr durch. Also ein wirklich gelungener Cocktail der mit dem Siggi gemacht werden sollte.

Der zweite Cocktail den ich ausprobiert habe, ist der King´s Winter. Hier musste ich ein wenig improvisieren, daher war er vielleicht auch nicht ganz so gelungen. Ist auch auf Grund der wenigeren Zutaten auch viel stärker Ginbezogen.

Der abgewandelte King's Winter

Der abgewandelte King’s Winter

Zutaten für den King´s Winter sind:

  • 5 cl Siegfried Gin
  • 1,5 cl Honigsirup (hier habe ich auf normalen Zuckersirup zurückgegriffen, damit fehlte mir natürlich auch
    das Honigaroma
  • 2 cl frisch gepresster Zitronensaft – ich habe hier frisch gepressten Orangensaft genommen – daher die leicht organge Farbe
  • 2 Spritzer Absinth (ich habe hier die Sazerac Methode angewandt und die Cocktailschale mit dem Absinth kurz ausgespült – heißt einen Spritzer ins Glas möglichst alles benetzen und Rest wegschütten)

Hier gibt man die Zutaten in einen mit Eis gefüllten Shaker und ordentlich durchschütteln. Anschließend das Ganze in eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.

Bei beiden Cocktails sind in der Kombination mit dem Siggi ungemein rund und gut abgestimmt. Speziell beim Magic Tiger habe ich das mit einem anderen Gin, der stärker wacholderbetont war, ausprobiert und muss sagen, es passt nicht so gut. Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

 

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Ein kleiner Rückblick – das erste Halbjahr 2016

Freunde wie die Zeit vergeht und schon wieder ist ein halbes Jahr vorbei und wir haben schon wieder Juli. Kurz vor der Urlaubszeit bietet es ich an, auf bewegte 6 Monate zurück zu blicken was alles im Drinklabor passiert ist.

Drinklabor auf Reisen

Ich kann es nicht leugnen, in den letzten Wochen war ich doch recht viel unterwegs. Aber dieses hat mich immer zu Beiträgen inspiriert und ich habe dabei vieles Neues kennengelernt. Das Jahr hat mit einem tollen Whisky-Tasting im Sylter Whisky Trading begonnen. Dann natürlich das Highlight: die wundervolle Stadt Lissabon, die so viel zu bieten hat. Hier bot sich für mich die Gelegenheit, neben Kultur, Landschaft und Leuten mich auch mit den tollen Getränken auseinander zusetzen. Neben portugiesischen Wein und natürlich Port konnte ich auch interessante Gin und Craftbeerkennenzulernen. Aber auch Unterfranken mit seinen kulinarischen Angeboten und Antwerpen speziell mit der De Konincks Brauerei waren schöne Abwechslungen zum Alltag.

Events, Messen und Veranstaltungen

Aber nicht nur im Urlaub konnte man interessante Dinge probieren, auch in Bonn und Umgebung gab es einiges zu entdecken. Ich war zum ersten Mal auf einem Barcamp und habe  viele Bonner Blogger auch persönlich kennengelernt. Durfte bei einem Vorstellungsabend die recht leckeren frischen „Fertig-Cocktails“ von Marc&Philip probieren und habe mein erstes Bier bei einem Brauseminar in der Kölner Braustelle gebraut. Außerdem konnte ich mit weiteren Bonner Foodbloggern im Bonner Münster Carre deren sehr gelungenen Weine  Weine probieren und habe Wolf und seinen neuen Craftbeerladen „Braukunst Laden“ kennengelernt. Für mich ein Highlight war die Teilnahme an der Veranstaltung im Schwanen in Wermelskirchen, auf der ich vielen Menschen den tollen Geschmack von Gin näherbringen konnte.

Alles rund um Getränke

Natürlich war ich nicht nur unterwegs, sondern habe auch zu Hause so einiges ausprobiert, getestet oder gelesen. Apropos Lesen seit April gibt es hier auch Buchrezensionen zu lesen. Denn Literatur, natürlich Bücher mit Getränkebezug, sind  ein wichtiger Laborbestandteil. Bisher waren diese noch ein wenig stark auf Gin bezogen, aber ich verspreche es wird bald auch andere Themen geben. Neben einigen Cocktailrezepten die ich ausprobiert habe, beschäftigte ich mich auch mit Rosenwasser, Rharbarbersirup, Kaffee und Gingerbeer.

Und dann wurde ich auch noch für den Liebster-Award nominiert und hatte die Möglichkeit mich auf Bundesstadt.de vorzustellen. Außerdem habe ich auf Instagram eine kleine Fotostrecke mit der Craftbeer Owl – Craftbeer trifft Eule – ins Leben gerufen. Hier werde ich in den nächsten Tagen auch mal einen Fotobeitrag zu der Reihe veröffentlichen. Wie ich dies so rekapituliere, muss ich feststellen, dass es ein recht produktives erstes Halbjahr war. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächsten Monate. Auf diesem Weg möchte ich mich fürs Lesen, Liken und  Kommentieren  bedanken und wünsche Euch allen eine wundervolle Sommer- und Urlaubszeit und immer ein leckeres Getränk in der Nähe.

Drinklaborant mit Aix-en-Provence Cocktail

Drinklaborant mit Aix-en-Provence Cocktail

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