Ein unkoventionelles Gin&Tonic Tasting

Drinkabor_Gintasting_1Eine schöne und lustige Form des Austesten von Geschmacksnoten ist ein Gin&Tonic Tasting. Hier jetzt nicht an eine steife Veranstaltung denken und das Ganze auch nicht zu erst nehmen. Der Spaß sollte im Vordergrund stehen. Man lade sich also bis zu 4 oder 6 Ginfans ein. Sie müssen nicht unbedingt passionierte Gintrinker sein, sondern sollten einfach ein wenig Interesse und Forscherdrang mitbringen. Wenn man das ganze mit einem kleinen Essen mit Fingerfood ergänzt um so netter ist es. Außerdem schafft man einerseits eine gute Grundlage und man hat zwischendurch eine Möglichkeit zum Neutralisieren. Außerdem kann man dann auch Gin&Tonic mit Essen kombinieren – noch eine Tastingmöglichkeit.

Zur Vorbereitung sollte man natürlich ein paar Ginsorten zu Hause haben oder jeder bringt zwei bis drei Flaschen mit. Wichtig wäre dabei, dass man nicht nur London Dry Gins oder eine bestimmte Stilrichtung vorrätig hat. Dann sollte man versuchen auch 2 bis 3 verschiedenen Tonicsorten da haben. Dann kann man neben dem Gintasting auch ein kleines Tonictasting durchführen. Und damit es auch einen kleinen Experimentcharakter hat, braucht man natürlich auch noch verschiedene Gewürze (Spices). Und natürlich immer das Gesetz Nummer Eins – bei höher Prozentigen Getränken ausreichend Wasser vorrätig haben. Um zwischendurch seine Geschmacksnerven zu neutralisieren, bietet sich zusätzlich auch Brot an. Und natürlich braucht man dann auch noch ausreichend Eiswürfel.

Bei meinem letzten unkonventionellen Gintasting hatte ich folgende Tonics zur Auswahl

  • Thomas Henry
  • Thomas Henry Elderflower
  • Schweppes
  • Fentiments light
  • Goldberg
  • Monaco Tonic

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Neben den Gewürzen kommt es auch gut, die ein oder andere Frucht oder Gemüsesorten vorrätig zu haben. So bieten sich Zitronenscheiben, Gurkenscheiben und Paprikaschnitze als mögliche Zutaten für eine G&T Mischung an. Bei den Gewürzen greift man am besten auf die Gewürze zu,  die vor allem bei der Gindestillation eingesetzt worden. An vorderster Stelle denkt man da natürlich an den Wacholder. Da kann man so manchen New Western Style Gin noch ein wenig Wacholdergeschmack zurück geben. Auch immer schön ist Kardamom. Daneben kommt natürlich Pfeffer häufig gut. Dort kann man sowohl schwarzen, als auch roten Pfeffer verwenden. Wir hatten einen Sanshopfeffer aus Japan verwendet. Dies ist eine Art Szechuanpfeffer der ein wunderbares Zitronenaroma mitbringt und besonders gut zu vielen zitruslastigen Gins passt. Weitere mögliche Gewürze sind Koriander, Piement, Zimtstange und andere. Da ist Eurer Kreativität und Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Also einfach an die Gewürzschublade und sich ein wenig trauen. Wichtig ist wie immer bei Gewürzen auf Qualität achten, damit man nicht irgendwelche Pestizidrückstände in seinen Gin gibt. Einzig von Sternanis und Nelken würde ich eher abraten, da die zu geschmacksintensiv sind und den Gin und Tonic komplett überlagern. Aber auch hier hat jeder eine andere Vorliebe. Was die Menge angeht, nehme ich immer 3-4 Körner. Ich drücke die Gewürze vorab ein wenig an, dann geben sie noch mehr Geschmack ab. Ich würde maximal 2-3 Zutaten dazu geben, da sonst die Geschmacksknospen sich zu stark überlagern.

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Wichtig ist, dass man zu Beginn den Gin erstmal pur erschnüffelt und probiert. Damit man zuerst seine Aromen aufnehmen kann. Ich verwende dazu auch ein Nosingglas, da dort die Aromen noch besser durchkommen. Auch sollte man die Tonics vorab schon mal pur probieren, um auch hier das ungefähre Geschmacksprofil zu erkennen. Jetzt kann man die beiden Zutaten in ein größeres Glas gießen und entsprechend Eiswürfel hinzugeben. Was das Mischungsverhältnis angeht, darüber streiten sich die Gelehrten. Man sollte es immer an seine eigenen Vorlieben anpassen. Ich persönlich bin immer so beim Mischungsverhältnis 1:2 oder 1:3 – wobei die 2 oder 3 Anteile natürlich Gin (kleiner Spaß) natürlich nicht, sonder Tonic ist. Nach dem man die Einzelgeschmacksprofile des Gins und des Tonic kennt, widmet man sich den Gewürzen. Und vielleicht braucht man auch gar nichts mehr dazu geben. Denn manche Gin&Tonics brauchen wirklich nichts mehr, als sich selbst. Und nun lasst Eurer Phantasie und Kreativität ein wenig Freilauf. Und wenn die Mischung komplett daneben geht, Versuch macht klug. Hier mal ein paar schöne Mischungen, die ich ausprobiert hatte und die ich sehr lecker fand:

  • Hendriks Gin oder Martin Millers Gin (beide haben ein Gurkenaroma) + Thomas Henry und Gurkenscheiben und 2-3 Pfefferkörner
  • Bombay Saphire mit Schweppes, Paprikaschnitzen und 2-3 Piementkörner
  • Brandstifer Gin + Feavertree und Wacholderbeeren
  • Elephant Gin + rote Pfefferbeeren, Kardamom mit Thomas Henry Elderflower

Und es gibt noch viele andere Möglichkeiten von Mischungen und Gewürzzusetzen. Lasst Euch einfach von den Gerüchen und Geschmäckern der Gins inspirieren und probiert ein wenig aus. Erstmal nur mit einem Zusatz und dann vielleicht mit mehr. Ich wünsche viel Spaß bei Eurem eigenen alternativen Gin&Tonic Tasting. Gern könnt Ihr mir Eure Erfahrungen oder tolle Kombinationen zu senden. Würde mich über Euer Feedback freuen.

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Eingeordnet unter Cocktails, Gin, Limonaden/Filler, Sours, Tasting Notes, Tastings

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