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D.E.W. & A BREW – Irish Wiskey meets local Beer

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Tasting Pannel – vier Whiskey und vier Bier

D.E.W. and a brew unter diesem Moto veranstaltet Tullamore Dew seit gut 2 Jahren eine Veranstaltungsreihe, bei der die alte irische Tradition Whiskey mit Bier zu trinken, wiederbelebt werden soll. Dafür sucht sich Tullamore jeweils lokale Brauereien aus, bei denen man mit abgestimmten Bieren verschiedene Sorten Tullamore Whiskey kombinieren bzw. neudeutsch pairen kann. Bei der Veranstaltung in Köln, an der ich teilnehmen durfte, wählte man die Gaffel Brauerei. Die Jungs um Braumeister Reiner Radke hatten nur 4 Wochen Zeit, um sich auf diesem Event vorzubereiten. Und was sie da an Bieren hergezaubert haben, war wirklich phänomenal.

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Ort der Veranstaltung das Wirtshaus Spitz in Köln

Zu Beginn war ich ja skeptisch, ich dachte an mein erstes Whisky und Biertasting – hier findet Ihr den Beitrag. Dieses war spannend, aber das Fazit war, allein schmecken die Getränke besser. Aber hier geht es um irischen Whiskey und passend abgestimmtes Bier. Warum also nicht nochmal probieren.  Auch bin ich kein wirklicher Kölschfan, aber Gaffel hatte ja schon mit dem Sommerhopfen gezeigt, dass sie auch neben dem Kölsch andere Biere machen können. Aber was hier das Gaffen-Team geboten hat, zeigt was alles möglich ist. Innerhalb so kurzer Zeit vier hervorragende Biere und diese passend auf die Whiskeys abgestimmt, das ist wirklich Handwerkskunst.

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Das urgemütliche Wirtshaus Spitz

 

Die Veranstaltung fand an einem Montag Abend im Brauhaus Spitz, welches zu Gaffel gehört, statt. Ca. 30 Personen aus der Blogger- und Spirituosen- und Getränkeszene waren anwesend. Durch den Abend führte gut gelaunt und charmant der Global Brand  Abmbassador von Tullamore Dew John Quinn. Begleitet wurde er vom Braumeister und Biersommelier Reiner Radke von der Gaffel Brauerei. Als Grundlage gab es sehr leckere kölsche Tapas, die bei der Kombi Bier und Whiskey gut angebracht waren. John ein Urgestein der irischen Whiskyinsdustrie, immerhin arbeitet er schon seit 1974 hier, begann mit seinem Vater und Großvater.

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Braumeister Radke beim konzentrieren Zapfen

Für sie war es das normalste der Welt ihren Whiskey mit einem Bier, damals natürlich fast immer Guinness, zu trinken. So ist die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe entstanden. Außerdem sind ja Whiskey und Bier enge Verwandte – zumindest durchlaufen sie die ersten Herstellungsschritte gemeinsam.

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Die heutige Tastingauswahl an Whiskey

Begonnen haben wir mit dem Standardblend von Tullamore. Den ich natürlich schon kannte, aber schon sehr lange nicht im Glas hatte. Ein wirklich schöner leichter, man kann fast Sommerwhiskey sagen. Schöne Zitrusnoten, ein wenig grüner Apfel und schön cremig. Nach einem kurzen Probeschluck, zeigte uns John das richtige Vorgehen. Zuerst einen kleinen Schluck Whiskey – kurz die Geschmacksnoten merken, dann einen Schluck Bier drauf – wieder die Veränderungen merken und dann noch mal einen Schluck

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Die vier verkosteten und sehr gelungenen Gaffel-Biere

Whiskey. Es war faszinierend wie sich der Geschmack veränderte. Man kennt das ja schon beim Mischen mit Wasser. Da das Bier auch noch Eigengeschmack mitbringt, vervielfachte sich die Geschmacksveränderung. Auf einmal wurden manche Noten verstärkt, es kamen neue dazu, andere waren weg. Den ersten Whiskey tranken wir mit einem Gaffel Pale Ale. Dieses war wie alle anderen Biere frisch vom Fass gezapft. Das Gaffel Pale Ale  brachte durch seine Hopfung schöne Fruchtaromen mit und die Kombination mit dem Whiskey war super gelungen. Man hatte einen Fruchtcocktail mit grünen Äpfeln und Zitrusnoten im Mund – einfach genial.

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John Quinn beim Vortrag

Reiner Radke teilte uns mit, dass alle Biere obergärig gebraut und kaltgehopft wurden. Neben dem Pale Ale gab es noch ein Brown Ale, ein Sweet Stout und ein Porter. Die für die kurze Herstellungszeit überaus gelungen waren und denen zu wünschen ist, irgendwann auch mal in größere Produktion zu gehen. John lieferte und dann natürlich noch etwas zu den Whiskeys und erklärte uns, dass bei diesen die Drei  eine große Rolle spielt. So werden alle Whiskeys, wie für irische Whiskeys typisch, dreifach destilliert. Bis auf den Single Malt sind alle tripple blended, d.h. neben Maltwhisky, Grainwhisky wird auch Potstill eingesetzt. Außerdem lagern sie in drei unterschiedlichen Fässern. Einerseits in Ex-Bourbon, anderseits aber auch in Ex-Sherry- und ungewöhnlicherweise auch in Ex-irishwhiskey Fässern.

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Mit kölschen Tapas wurde für eine ordentliche Grundlage gesorgt

Die zweite Kombination war der Tullamore 12 Years Special Reserve zusammen mit einem Brown Ale. Das Brown Ale kam mit 5,6 % Alkohol daher. Hatte eher eine milde Bitterung von unter 30 IBU und eine schöne Schokonote. Die in Kombination mit dem Whiskey nochmal hervorgehoben wurde. Trotzdem muss ich sagen, dass dies für mich die schwächste Kombination des Abends war. Allein getrunken waren beide Getränke  gut, aber die Kombination war für mich irgendwie nicht passend. Weiter ging es zu meinem Highlight des Abends. Als Whiskey gab es einen 14 jährigen Singlemalt. Das Besondere an ihm war, er wird zuerst für 13 1/2 Jahre in  Ex-Bourboncasks gelagert. Danach wird der Whiskey in drei Teile aufgeteilt. Ein Teil wird für 6 Monate im Sherryfass, ein anderer Teil für 6 Monate im Port- und der dritte Teil ebenfalls für 6 Monate im Madeirafass gefinisht. Dann im Anschluss werden alle drei Teile wieder gemeinsam miteinander vermählt. Was für eine wunderbar, weiche Fruchtbombe. Ich muss sagen ein wirklich gelungener Whiskey der für seine 14 Jahre als Single Malt ein absoluter Preis-Leistungssieger ist. Dazu gab es ein sehr leckeres Sweet Stout. Hier kamen unterschiedliche Malze zum Einsatz. Neben Wiener Malz, Karamellmalz auch getoastetes Malz. Dies führte einerseits zu einer schönen dunkelbraunen Farbe und herrlichen Kaffee- und Kakaonoten. Außerdem wurde deutscher Hopfen und Barley Wine Hefe eingesetzt. Wenn schon die einzelnen Getränke jedes für sich gut waren, dachte man bei der Kombi – die müsste so zusammen verkauft werden. Wunderbare Schokonoten gepart mit Orangennoten – ich fühlte mich in meine Kindheit mit Jaffakeksen zurückversetzt.

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Der Drinklaborant beim D.E.W. and a Brew

Den Abschluss bildete auch noch mal eine besondere Mischung. Als Whiskey kam der Tullomore Phoenix mit 55 % Fassstärke zum Einsatz. Der Phoenix spielt für die Stadt Tullamore eine bedeutende Rolle. So stürzte 1785 der Sohn des Lords mit einem Heißluftballon ab. Dieser hatte zu seinem 21. Geburtstag eine Fahrt mit einem, damals noch sehr unbekannten Flugobjekt geschenkt bekommen. Beim Start rammte er den Schornstein einer Fabrik und entfachte einen Brand, der fasst die gesamte Stadt in Schutt in Asche legte. So kann sich Tullamore „rühmen“ der Ort mit dem ersten Luftverkehrsunsfall zu sein. Außerdem wurde der Phoenix nach dem Wiederaufbau Teil des Stadtwappens. Und als die Tullamore Destillerie nach über 60 Jahren wieder vor ca. 3 Jahren errichtet wurde, musste natürlich eine Spezialabfüllung mit dem Namen Phoenix auf dem Markt gebracht werden. Dazu gab es ein extrem süsses Porter. Bei vielen Teilnehmern kam die Assoziation mit Malzbier auf. Auch hier kam Barley Wine Hefe zum Einsatz, die zu einem kräftigen Alkoholgehalt von 7,2 % führte. Auch diese beiden Getränke passten gut zusammen, waren aber mir in der Kombination zu süss. Da sie sich beide gegenseitig unterstützten. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass diese Kombination bei vielen sehr gut ankommen könnte.
Nach dem Tasting bietete sich noch die Gelegenheit mit den beiden Referenten, aber auch mit den anderen Zuhörern sich auszutauschen. Ein wirklich gelungener Abend mit tollen Whiskeys, genialen Bieren und gelungenen Pairings. Jetzt wünscht man sich nur noch, dass man diese Biere zukünftig auch mal kaufen kann, um so zu Hause oder in der Kneipe seines Vertrauens ein D.E.W. AND A BREW zu genießen. Auf diesem Weg möchte ich mich sowohl bei Tullamore D.E.W. Und der Gaffel Brauerei für eine sehr gute und aufschlussreiche Veranstaltung bedanken.
Weitere Information zu Tullamore D.E.W. Findet Ihr hier

Weiter Informationen zur Gaffel Brauerei findet Ihr hier.

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Die Boann Distillery – der zukünftige Stern am irischen Whiskeyhimmel

Drinklabor_BoannDistillery1Wie Ihr vielleicht auf meinen Socialmedia-Kanälen mibekommen habt, befand ich mich Mitte September mit einer größeren Gruppe von Whiskyenthusiasten auf einer Tour durch Wales, Irland und Schottland. Dabei nutzten wir natürlich die Gelegenheit, vor Ort möglichst viele Destillen persönlich zu besuchen und die Leute dahinter kennen zu lernen. Dabei gab es, wie immer im Leben mal Licht mal Schatten. Ein wirkliches Highlight der Tour war der Besuch in der irischen Boann Destillery. Boann werden jetzt einige fragen. „Habe ich noch nie gehört?“ Das kann damit zusammenhängen, dass sie noch nicht aktiv ist und sich noch im Bau befindet. Auf der Fahrt von Dublin nach Portrush in Nordirland nahmen wir uns die Zeit für einen kurzen Halt in Drogheda im Boyne Valley. Oli der schon bei der letzten Fahrt die Besichtigung der Strathearn Distillery organisiert hatte, schaffte auch diesmal  für insgesamt 12 Personen unserer Gruppe eine Führung zu vereinbaren. Und nach anfänglichen Zögern, da es ja noch eine Baustelle wäre, haben sie sich bereit erklärt, uns zu empfangen.

Der Blick von außen

Der Blick von außen

Der Anblick von außen war anfänglich ein wenig ungewöhnlich, da die gesamte Front verglast war. Insgesamt sah es nicht wie eine typische Destille aus. Was damit zusammenhängen konnte, das dies ein ehemaliges Autohaus war, dass jetzt zur Destille umgerüstet wird. Das Autohaus war Anfang der 2000er Jahre gebaut und im Rahmen der Eurokrise in Konkurs gegangen. Nach einiger Zeit des Leerstands entschieden sich die Boann Eigentümer 2015 dieses Gebäude als Heimat ihrer Destille zu wählen.

Unsere Gruppe beim andächtigen Zuhören

Unsere Gruppe beim andächtigen Zuhören

Wir wurden von der Marketing und PR-Leiterin Sally-Anne Cooney sehr herzlich begrüßt und in die heiligen Hallen geleitet. Obwohl noch nicht alle Leitungen verbunden waren und die Spirit-Safes teilweise noch verpackt in Kisten rumstanden, konnte man sich schon ein gutes Bild von der zukünftigen Destille machen.

Der zukünftige Spiritsafe

Der zukünftige Spiritsafe

Wie es sich für einen irischen Whiskey gehört, soll er auch dreimal destilliert werden. Entsprechend konnte man schon drei wundervolle Stils begutachten. Sally-Anne erzählte uns ein wenig zur Idee die hinter dem Unternehmen steckt.

Der Blick in die zukünftige Destille

Der Blick in die zukünftige Destille

Die Boann Destillery ist nach der Gottheit Boann benannt, die u.a. auch den Fluß Boyne erschaffen haben soll. Dieser ist gleichzeitig der Namensgeber für das Tal nördlich von Dublin – das Boyne Valley. Das zeigt schon ein wenig, dass die Eigentümer großen Wert auf die Verbindung zu dem Land und der Gegend legen. So soll auch außschließlich Gerste aus der Gegend verwendet werden.

Improvisierte Bar aus Fässern für eine Veranstaltung

Improvisierte Bar aus Fässern für eine Veranstaltung

Auch das örtliche Wasser, welches eine sehr hohe Wasserhärte aufweist, soll trotzdem genutzt werden. Es soll dem Whiskey ein besonders Aroma geben. Sie verglich dabei ihr Vorgehen mit und die Beziehung zu der Gegend mit einem Winzer, bei dem das Terroir auch eine besondere Rolle für den Wein spielt. Außerdem hat diese Gegend eine lange Whiskey-Tradtion. So gab es 1822 in der Gegend noch 18 Whiskeydestillen. Davon blieb nur eine übrig, die aber auch 1968 schließen musste. So ist die Boann Distillery die erste Neugründung seit über 50 Jahren in dieser Gegend.

Unsere charmante Führerin durch die Boann Distillery - Sally-Anne

Unsere charmante Führerin durch die Boann Distillery – Sally-Anne

Unsere Führerin Sally-Anne ist eines von fünf Kindern des Gründers Pat Cooney. Wie sie sind auch ihre vier Geschwister und die Mutter in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens tätig. Man kann also von einem wirklichen Familienunternehmen sprechen.  Die Idee zu dem Unternehmen hatte ihr Vater Pat, der Gründer der Firma. Er ist hier in der Nähe in Drogheda geboren und hat damit eine enge Beziehung zu der Gegend und ihren Menschen. Nach einer erfolgreichen Karriere bei den Getänkekonzern Gleeson, hat er gr0ße Teile des Unternehmens 2012 verkauft. Nur die Cream Liqueur- und Ciderproduktion behielt er weiterhin. Als großer Whiskyliebhaber war das Projekt schon seit über 15 Jahren sein Traum von ihm und der Famile. Zukünftig sollen neben Whiskey auch Gin und andere Brände hergestellt werden. Außerdem existiert schon seit ca. 3 Monaten in der hintereen Halle eine Craftbeer Brauerei – die Boann Brewery – und eine Flaschen- und Dosen-Abfüllstation.

Die Brennblasen - noch nicht in Aktion

Die Brennblasen – noch nicht in Aktion

Neben der Verbundenheit mit der Gegend steht vor allem die Qualität und die moderne Technik bei diesem Neubau im Vordergrund. So entschloß man sich durch den vorgegebenen Bau der Halle, für eine moderne Aufmachung für die Destille. Dadurch stehen wor allem Glas, Chrom und Stahl im Vordergrund. Dies wird durch die absolut toll aussehenden Kupfer-Sttills noch unterstützt. Als Hersteller für die Brennblasen entschied man sich für die italienische Firma Green Engineering. Diese hatte schon Erfahrung beim Bau der Brennblasen für die Bombay Saphire Destille gesammelt. Bei Boann kommen spezielle Brennblasen mit Nanotechnologie zum Einsatz. Diese soll dazu führen, dass beim Destillationsvorgang die 6fache Menge an Kupfer mit dem Alkohol in Berührung kommt. Diese Technick wird meiner Kenntnis nach, erstmalig in einer Whiskydestille eingesetzt.

Die Bennett-Stil für irischen Gin

Die Bennett-Stil für irischen Gin

Das besondere Steckenpferd von Sally-Anne aber ist die Gin-Produktion. Für diese steht eine 500 l Bennett-Still zur Verfügung. Der hier zukünftig hergestellte Gin soll mit speziellen irischen Botanicals verfeinert werden. Dafür steht zusätzlich auch noch eine Anlage für Dampfinfusionen bereit, die Öle aus den besonders empfindlichen  Botanicals extrahieren soll. Hier merkte man ihre Begeisterung, wenn sie von den aktuellen Experimenten und Versuchen erzählt, um einen einzigartigen Gin zu kreieren. Durch ihre langjährige Arbeit im Weinhandel hat sie auch ein großes Interesse für das Thema Fassmanagement.

Das zukünftige Fasslager - die Fässer warten auf ihre Befüllung

Das zukünftige Fasslager – die Fässer warten auf ihre Befüllung

Im Keller konnten wir schon mal einen Blick auf eine ganze Menge leerer Fässer werfen, die auf Ihre Befüllung warten. Durch die Beziehungen von Pat und die Kontakte von Sally-Anne aus ihrem vorherigen Beruf konnten sie an genügend Fässer herankommen.Sie hat uns schon veraten, dass sie zukünftig gern mit unterschiedlichen Fässern und Finishes arbeiten möchte.

Die Boann Brewery

Das Boyne Brewhouse

Im hinteren Bereich konnten wir noch einen Blick in die schon aktive Brauerei das Boyne Brewhouse werfen. Als Braumeisterin konnten sie dafür Aine O´Hara gewinnen. Aine, die gebürtig aus Galway kommt, hatte davor für 8 Jahre in Australien studiert und gearbeitet. Nun ist sie in ihr Heimatland zurück gekehrt, hat aber gleich mit ihrem ersten Bier dem „Born in a Day“, einem australischen Pale Ale, an ihre Australien Zeit erinnert.

Die Dosenabfüllanlage im Betrieb

Die Dosenabfüllanlage im Betrieb

Zur Zeit haben sie schon drei verschiedene Biersorten im Angebot. Im Laufe der Zeit sollen noch weitere dazu kommen. Insgesamt ist bei Boann noch vieles in Planung. Zukünftig soll noch eine gläserne Wand vor der Destille eingezogen werden. Im vorderen Teil soll dann ein Visitorcenter mit Restaurant untergebracht werden. Außerdem soll man dann auf der ersten Etage den Mitarbeitern beim destillieren zuschauen können. Auch eine starke Klimaanlage ist geplant. Dies ist auch von Nöten, da durch die große Glasfront schon bei unserem Besuchstag die Wärme schon gut spürbar war. Auch wollen sie zukünftig Tastings und Masterclasses anbieten. Sie planen auch alle drei irischen Whiskeystile, also Single Malt, Potstill und Blended Whiskey herzustellen.  Im Moment warten sie noch auf die eine oder ander Genehmigung. Sally-Anne hofft aber, dass sie spätestens im 3. Quartal 2017 mit dem destillieren beginnen können. Um sich aber schon jetzt einen Namen zu machen, planen sie schon in diesem Jahr zwei Abfüllungen unter ihrem Namen herauszubringen.

Die erste Abfüllung ein 7jähriger - extrem lecker

Die erste Abfüllung ein 7jähriger – extrem lecker

Es wird ein siebenjähriger Single Malt Whisky sein. Er wird in zwei Stärken zu haben sein, einmal in Trink- und einmal in Fassstärke. Er war vorab in Bourbon Casks und hat noch ein finishing in Oloroso Sherry Fässern gehabt. Da er hier ja noch nicht produziert werden konnte, ist er in einer anderen der bisher drei irischen Destillen entstanden. Auf jeden Fall wird er unter dem Namen „The Whistler“ vertrieben. Der Name hat auch eine Beziehung zu Pat, der ein begeisterter Whistlespieler ist. Aller Voraussicht wird der Whisky zum Weihnachtsgeschäft in Irland und den USA zu kaufen sein. Wir hatten die große Ehre, sowohl den Whistler in Trink- als auch in Fassstärke zu probieren. Und ich muss sagen, ich habe selten einen so komplexen, aber gleichzeitig wunderbar eingebundenen und runden sieben jährigen Whiskey probiert. Das Ganze lässt wirklich Großes erwarten. Auf diesem Weg noch mal ein herzliches Dankeschön an Sally-Anne für die wirklich sehr informative Führung.

Jede Destille braucht einen Hund - zusammen mit Sally-Anne

Jede Destille braucht einen Hund – zusammen mit Sally-Anne

Selten kann man in einer Destille wirklich überall hinterschauen und sehen wie sie erst im Entstehen ist. Ich wünschen ihnen wirklich alles Gute und einen erfolgreichen Start. Es wird sehr spannend sein, wenn man, sagen wir in zwei Jahren wieder bei Boann vorbei schaut und dann ein fertiges Schmuckstück und einen Touristenmagnet bewundern kann. Das dies gelingen kann, zeigt schon die gut gewählte Lage. Die Destille ist in gut einer Stunde von Dublin erreichbar und die großen Touristenziele Newgrange und der Stone of Tara befinden sich quasi um die Ecke. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass sich auch einige Whiskyfreunde nach Drogheda zur Boann Destillery verlaufen werden.

Wenn Ihr mehr über die Familien-Destille Boann erfahren wollt, könnt Ihr auf ihrer Website nach Neuigkeiten Ausschau halten:  www.boanndistillery.ie

 

 

 

Ein Kommentar

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So cool wie Clint Eastwood – Dry Liquid Supper Bar in Aachen

Drinklabor_DryBar_InteriorDer Drinklaborant on Tour in Aachen. Die Drybar ist genau so ein Laden,  wie man sich ihn für Bonn wünschen würde. Toll in Holz gehalten, super hippe Traktorsitzstühle als Barhocker und ein bequemes Chesterfieldsofa in der Ecke. Daneben eine alte Werkbank als Tisch und Clint Eastwood schaut einen obercool von der Wand an. Wenn Dirty Harry über einen wacht, schmeckt der Cocktail gleich doppelt gut. Diese Bar würde man eher in  einen Szenebezirk von Berlin verorten, liegt aber Mitten im beschaulichen Aachen. Sie ist noch ganz neu und wurde erst Ende Juni geöffnet. Aachen kann sich wirklich über dieses Kleinod freuen. Und sie ist urgemütlich. Ein wenig angelehnt an alte Speakeasys aus der Prohibitionszeit soll der Name auch an das Dryland erinnern. Auch der Zusatzname Liquid Supper Bar fanden wir passend gewählt, da wir hier unseren „Nachtisch“ zu uns nehmen wollten. Die Barkarte in Ledereinband bietet eine Menge Auswahl. Neben Cocktails kann man auch belgische Biere und Craftbiere probieren. Natürlich gibt es eine grosse Anzahl an Spirituosen pur – so allein ca. 20 verschiedene Gins. Kommen wir zur Hauptsache bei einer Bar, den Cocktails. Neben den Klassischen Cocktails wie Manhattan, Neueren wie den Gin Basil Smash hatten sie auch tolle Eigenkreationen am Start. Da geht einen doch das Herz auf, wenn man sieht hier ist noch jemand kreativ tätig und reitet nicht nur auf den Standards rum.

Drinklabor_Drybar_CocktailsKommen wir nun zu unseren beiden Cocktails. Das schöne war, wir haben komplett gegen die Mann-Frau Klischees verstoßen. Was auch der Barkeeper durch die falsche Zuordnung bestätigte. Meinen Himbeer Ingwer Fizz, ein erfrischender Nachmittagsdrink, hatte man wohl eher meiner öHerzallerliebsten zugetraut. Er wurde mit Tanqueray, Waldhimbeersirup, Zitronensaft und frischem Ingwer hergestellt und mit Thomas Henry Spicy Ginger aufgefüllt. Ok man muss Ingwer lieben, aber dann hat man die totale Erfrischungsbombe.  Zuerst kommt der Himbeergeschmack sehr stark durch – Assoziationen nach Fruchtdrops steigen sofort auf. Aber dann schlägt auch schon der Ingwer zu. Ja ja der Spicy Ginger vom Thomas Henry der bügelt schon Einiges weg. Auch die Minze gibt den ganzen eine schöne frische Note. Leider buttert der Himbeersirup und das Gingerbier den Tanqueray Gin doch ziemlich unter. Ein sehr leckerer Cocktail bei der die Hauptspirituose leider ein wenig untergeht.

Das Highlight hatte dagegen meine Herzallerliebste. Einen Danish Old Fashioned  serviert im Kristalltumbler mit einer Eiskugel in Schneeballgröße. Der Bourbon war eigenhändig Bacon infused, wobei der Bacon und das Raucharoma für uns kaum erschmeckbar waren. Als Rye-Ersatz, wie leider viel zu oft, wurde ein Bulleit Bourbon genommen. Das Zusammenspiel mit dem Ahornsirup brachte eine ausgeprägte Honignote. Und die Housebitters sorgten für eine tolle bittere Abrundung. Ein wirklich gelungener Cocktail, obwohl ich eigentlich nicht der große Whiskycocktailfan bin.  Daneben gab es noch ein paar spannende Cocktail-Kreationen so z.B. Breakfast of the Champions der mit Butter-infused Bourbon bereitet wird oder total abgefahren die Thai Massage Tanqueray, Ramazotti, Zimt, Thai Basilikum, Honig, Chipotle Chillies und das ganze mit Limetten und Granatapfelsaft aufgegossen. Leider war es schon später und nach einer Flasche Wein haben wir nach einem Cocktail Schluss gemacht. Aber hier waren wir nicht das letzte mal. Wenn Ihr also nach Aachen kommt und dort sogar wohnt – eine absolute Empfehlung.

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