Archiv der Kategorie: Aufgespriteter Wein

Kleine Portweinkunde – Einführung in den Portweingenuss

IMG_0429 2Nachdem ich im November einen Artikel über Porto und das Dourotal geschrieben habe, möchte ich Euch heute eine kleine Einführung zum Portwein geben. Ich finde auch besonders in Weihnachtszeit kann man ruhig den

einen oder anderen Portwein genießen. Vor dem Urlaub nach Porto wusste ich nicht wirklich viel über Portwein, aber mittlerweile ist es für mich eine wirkliche Leidenschaft geworden.  Um sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, braucht man ein paar Informationen, da man sonst leicht den Überblick verliert. Daher möchte ich Euch hier ein paar Grundlagen zum Portweingenuss geben.

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Kleine Auswahl an Portweinen

Portwein ist ein Süsswein, der sehr häufig aus Rotweintrauben produziert wird, teilweise kommen auch helle Trauben zum Einsatz. So gibt es mittlerweile auch  weiße und rose´ Portweine. Die Trauben müssen alle aus dem Dourotal kommen. Es sind zur Portweinproduktion fast 100 verschiedene Traubenarten zugelassen, wobei der überwiegende Teil nur auf ca. 10 Sorten, wie z.B. Touriga Nacional oder Tinta Barroca  zurückgreift.

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Ein paar alte Portweinschätzchen

Der Portwein ist wie z.B. auch der Sherry und andere Sorten ein aufgespriteter Wein. D.h. nach ca. 3 Tagen der Gärung wird diese durch Zugabe von hochprozentigen neutralen Alkohol (mit ca. 77 %) gestoppt. Dadurch wird erreicht, das noch ein recht hoher Anteil an Restzucker zurück bleibt. Dies führt dann zu seinem likörartigen, süssen Geschmack. Danach wird er je nach gewünschter Art bzw. Qualität in verschiedenen Verfahren ausgebaut, womit sich die unterschiedlichen Reifegrade, Stile und Qualitätsstufen ergeben. Ein Port sollte zwischen 19 % und 22 % Vol.  an Alkohol aufweisen.

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Arten und Mischungen beim Portwein. Da ein Portwein immer ein Cuvée darstellt, können unterschiedliche Rebsorten verwendet werden. Daneben können diese aus unterschiedlichen Weinbergen, den sogenannten Quintas kommen.  Außerdem können je nach Sorte auch verschiedene Jahrgänge miteinander gemischt werden.  Dabei ist es den Portweinhäusern wichtig, immer eine gleichbleibende Qualität ihrer verschiedenen Portweine zu erreichen.

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Ruby Port – der Einsteiger

Der Ruby Port

Jetzt möchte ich auf die wichtigsten Stile bzw. Arten von Portwein kommen. Da wäre zum einen der Einsteiger – der Ruby Port. Das Besondere ist hier, dass sie in großen bis zu 100.000 Litern fassenden Fässern (häufig aus Eiche, aber auch Stahltank möglich) gelagert werden. Die Größe der Fässer verhindert einen schnellen Oxidationsprozess. Also es geht weniger aus dem Fass in den Wein über.

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Ein typisches Fass zur Rubyport-Lagerung

Ähnlich beim Whisky, wo man mit einem kleineren Fass eine schnellere Reifung erreichen kann. In diesen Fässern wird der Ruby bis maximal 3 Jahre gelagert und danach sofort abgefüllt. Er kommt den ursprünglichen Geschmacksprofil des Weines am nächsten und zeichnet sich durch eine hohe Fruchtigkeit und die namens gebende rubinrote Farbe aus. Wichtig nach dem Öffnen sollte man ihn schnell trinken, da er stark nachoxidiert.

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Ein Vintage Port aus meinem Geburtsjahr

Vintage Port

Eine besondere Form der Ruby Ports sind die Vintage Ports. Hier werden nur wirklich ausgezeichnete Jahrgänge und Qualitäten berücksichtigt. Dann werden auch nur Trauben dieses Jahrgangs berücksichtigt. Diese Vintages sollten mindestens 10 Jahre in der Flasche nachreifen, damit sie ihre Aromen richtig entfalten. Große Jahrgänge sollten sogar noch länger lagern. Hier kommt es auf eine fachgerechte Lagerung an.

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Instrumente zum Offenen und Dekantieren von alten Vintage Ports

Durch die lange Lagerung bilden Sie in der Flasche ein Depot, was man beim dekantieren herausfiltern sollte. Dafür gibt es sogar ein spezielle Instrumente, die bei Spezialabfüllungen manchmal auch mitgeliefert werden. Auch hier gilt, nach dem Öffnen schnell verbrauchen.

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Ein LBV – vom Erfinder dieses Portweinstils

Late bottled vintage LBV Port

Eine weitere Form des Ruby ist der sogenannte „Late bottled vintage“. Auch hier kommen wie beim Vintage nur die Trauben eines Jahrgangs zum Einsatz. Im Vergleich zum klassischen Ruby bleibt er aber 4-6 Jahre häufig nicht in ganz so großen Fässern, wie beim klassischen Ruby. Häufig wird er gefiltert in die Flasche gefüllt, so dass eine Lagerung in der Flasche nicht mehr viel bewirkt.

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Tawny Port – 30 Jahre von Bulas

Tawny Port

Neben dem Ruby ist der Tawny die andere große Portweinsorte. Auch hier stammt der Name von seiner Farbe. So kommt tawny vom englischen Wort für braunrot bzw. lohfarben. Im Unterschied zu den Rubys wird dieser in kleineren Fässern von 250 – 750 l gelagert. Dadurch wird die Oxydation beschleunigt und der Austausch mit dem Holz verstärkt.  Die Tawnys lagern mindestens zwischen 3-5 Jahren in diesen kleineren Fässern. Dadurch nehmen sie intensiv die Fassaromen auf. Da hier der Austausch und die Reifung schon komplett im Fass erfolgte, kann man Tawnys nach dem Öffnen ruhig über einen längeren Zeitraum von bis zu Monaten stehen lassen.

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Kleinere Fässer für die Reifung des Tawny

Neben den klassischen Tawnys, gibt es auch welche mit Altersangabe. Hier erfolgt eine Einteilung nach 10, 20, 30 und 40 Jahren. Dabei muss man beachten, dass es sich immer um Blends handelt. Das bedeutet das die enthaltenen Weine z.B. in einem Tawny 10 nicht genau dieses Alter haben müssen, sondern auch jünger und älter sein können. Die Einteilung steht eher für eine bestimmte geschmackliche Note, als für das genaue Alter. So wird ein bestimmtes Geschmacksprofil vorgegeben, was z.B. ein 20er Tawny einer bestimmten Quinta haben sollte.

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Colheita – der Jahrgangs Tawny

Colheita Port

Ein Sonderform des Tawnys ist der Colheita Tawny. Diesen könnte man quasi als Jahrgangs-Tawny bezeichnen. Auf der Flasche ist immer das Erntejahr des Weins angegeben. Hier muss der Wein mindestens 7 Jahre lang im kleinen Eichenfass lagern. Teilweise bei besonders hochwertigen Ports werden sie bis zu 100 Jahre im Fass ausgebaut. Interessant ist, dass bei den Colheitas jeder Hersteller ein anderes Abfülljahr nehmen kann. Dieses steht häufig auch auf der Flasche. So kann es Colheitas des gleichen Jahrgangs geben, der zu unterschiedlichen Jahren abgefüllt wurde und komplett anders schmecken kann. Hier hat natürlich die Lagerzeit im Fass eine große Auswirkung auf das Aroma. Auch hier gilt, dass sie nach dem Öffnen ein wenig länger aufbewahrt werden können.

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Ein White Port – Extra Dry

Andere Port (White Port, Rose Port)

Daneben gibt es noch White und Rosé Ports. Diese werden genauso wie ihre roten Versionen hergestellt. Dabei werden häufig weiße Trauben eingesetzt. Es können aber auch rote Trauben eingesetzt werden, dabei werden die roten Traubenschalen aber vor der Gärung entzogen. Dann werden sie ähnlich wie Rubys in großen Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20.000 l für gewöhnlich nicht länger als 3 Jahre gelagert. Dabei gibt es aber auch ausgewählte Produzenten die ihren Withe Port auch für längere Zeit im Fass lagern. Häufig unterscheidet man den weißen Port bezogen auf seinen Süssegrad. So gibt es einerseits trockene und sehr trockene Varianten, anderseits aber auch halbsüsse und süsse White Ports. Weiße als auch rosé Ports werden häufig gekühlt und als Aperitif genossen.

Damit solltet Ihr ein kleines Rüstzeug für die Erkundung der spannenden Portweinwelt erhalten haben. Ich finde diese besondere Weinart als sehr spannend und abwechselungsreich. Also viel Spaß beim ausprobieren und experimentieren.

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Saúde! Und viel Spaß beim ausprobieren.

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Porto und Dourotal – auf der Suche nach dem Portwein

In diesem Jahr waren wir in den letzten Oktobertagen mal wieder in Portugal. Vor gut eineinhalb Jahren waren wir schon mal dort und von der vielseitigen Getränkeszene begeistert. Diesmal hat es uns nach Porto verschlagen und da kommt man um das portugiesische Nationalgetränk natürlich nicht Drumherum. Bei unseren Aufenthalt in Lissabon kam ich schon in näheren Kontakt mit dem Port, damals aber vor allem mit den weißen Port. Unser sehr gelungenes Tasting bei der Lisbon Winery könnt Ihr hier nochmal nachlesen. In Porto aber habe ich mich natürlich dem klassischen Port zu gewandt. In Porto kommt man gefühlt fast überall mit dem Getränk in Berührung. Hier wird der Portwein gelagert, hier befindet sich das Portprüfinstitut und hier gibt es eine Vielzahl von Portweinkellern, diversen Weinbars und Geschäften, wo man ihn probieren und kaufen kann.

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Blick auf Villa Nova Gaia in der Abenddämmerung

Obwohl ich hier lernte, dass Portwein eigentlich gar nicht aus Porto, sondern aus Villa Nova Gaia kommt. Der eigenständige Ort auf der anderen Seite des Douro gehört verwaltungstechnisch nämlich nicht zu Porto. Aber von der Portoseite hat man einen tolle Ausblick auf die Portweinkeller. So kann man vom Ribeiraviertel in einem Restaurant am Douro sitzend, die wie an einer Perlenschnur aufgereiten Portweinkeller auf der anderen Seite bewundern. Außerdem erreicht man über die wundervolle  Brücke Dom Luis I sehr einfach zu Fuß in 10 Minuten die andere Seite.

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Werbung für Portweinhäuser an der Uferpromenade in Villa Nova Gaia

So haben wir natürlich unsere Zeit genutzt und ein paar der Portweinhäuser besucht. Es gibt eine Vielzahl von Marken und Häusern und man sollte schon gezielt auswählen, wenn man nicht mehrere Tage von einer Besichtigung zur nächsten gehen möchte. Ich persönlich empfehle die eher oberhalb gelegenen Häuser aufzusuchen und nicht direkt die Häuser am Douroufer zu nehmen. Einerseits hat man einen noch schöneren Ausblick und sie sind nicht ganz so überlaufen.

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Die Barcos Rabelos – die Portweinboote

Ihr könnt Euch auch bei der am Douroufer befindlichen Touristinformation eine Karte aller Weinhäuser geben lassen. Die meisten von ihnen bieten sowohl Besichtigungen, als auch Verkostungen an. Und kaufen kann man den Portwein natürlich überall.
Wir haben Taylors besucht. Dieses Portweinhaus ist sehr idyllisch oberhalb des Douro gelegen. Man hat eine wundervolle Aussicht und das gesamte Anwesen ist sehr herrschaftlich und sehr gepflegt. Das 300jahre alte Anwesen ist komplett renoviert und bietet nun eine Selfguided Tour an.

Für 12 € bekommt man einen Audioguide und anschließend darf man 2 Ports probieren. Das Haus Taylor befindet sich mittlerweile in der 4. Generation und hat wie viele Portweinhäuser englische Wurzeln. Man lernt auf der Tour alles über die Portweinherstellung, die Besonderheiten des Dourotals und die Geschichte der Familie. Beim anschließenden Tasting durften wir zwei Portweine probieren. Dafür bekamen wir zwei Beispiele von Portweinen, die Taylors quasi erfunden bzw. entwickelt hat. Einerseits einen weißen extra dry Port und ein Late Bottled Vintage (LBV).

Das Tasting kann man dann auch in dem wundervollen Garten genießen, wenn man nicht von einen der sehr aufdringlichen Pfaue belästigt wird. Informationen zu Taylors und den angebotenen Touren findet Ihr hier: Taylors Port

Wenn Ihr euch nicht für einen Weinkeller entscheiden könnt, lasst Euch einfach in den Hügeln von Villa Nova Gaia treiben und entscheidet spontan in welche der bekannten aber auch weniger bekannten Kellereien ihr reinschauen wollt. So entdeckten wir die kleine Kellerei der Quinta Santa Eufemia. IMG_0428Diese bietet zwar keine Touren an, aber man kann in dem schönen ehemaligen Lagerhaus ihre Portweine probieren. Hier kann man sowohl einzelne Gläser, aber auch verschiedene Flights probieren. So bietet sich die Möglichkeit unterschiedlichen Qualitäten und Jahrgänge gegeneinander zu testen. Ein weiterer Tipp ist das Weingut Burmester. Obwohl direkt an der Brücke Dom Luis I gelegen, war es bei unserem Besuch sehr friedlich und still. Die meisten werden es wohl übersehen oder haben die Befürchtung, dass es überlaufen ist. Hier kann man auch Touren buchen.

Wir wollten aber an unserem letzten Tag in Porto, einfach noch mal unterschiedliche Portweine probieren. So haben wir für 15 € ein kleines Tasting von 3 Weinen und 2 Ports gebucht. Auch hier ist der Keller eine Augenweide inklusive eines kleinen Wasserfalls. Weitere Informationen zu Burmester findet Ihr hier: Burmester Port

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Das kleine Wein/Portweintasting bei Burmester

Obwohl die ganzen Portweinhäuser nicht in Porto sind, ist das Prüfinstitut für den Portwein direkt in Porto. Hier wird jeder Portwein bevor er in den Verkehr gebracht wird, geprüft und freigegeben. Dies erkennt Ihr auch an dem Siegel, welches jeder Portwein haben muss. Für Portweinfans ist ein Besuch hier absolut empfehlenswert. Es  gibt es eine kostenlose Ausstellung rund um den Vinho de Porto, wie er auf Portugiesisch heißt. Daneben werden viele Hintergrundinformationen zu dem Prüfverfahren und den Voraussetzungen für die Zertifizierung vermittelt. Neber der Ausstellung kann man hier auch Führungen buchen. Des Weiteren ist es natürlich möglich, dort eine große Anzahl an Portweinen auch kaufen. Und auch probieren kann man den Port. Dafür gibt es einen Portweinprobenautomat.

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Der Portweinautomat im Portweininstitut

In diesen werden wechselnd 8 verschiedene Ports angeboten. Man geht zur Bar erhält dort ein Probierglas und eine Chipkarte. Auf dem Automaten sind die Kosten pro Glas vermerkt. Man steckt die Karte in den Automate, wählt seinen Port und hält sein Glas unter den Auslauf. So erhält man genau 4cl wohl temperarierten Portwein. Die Kosten für den konsumierten Wein werden auf der Karte gespeichert und am Schluss bezahlt.
Das Institut, dessen voller Name Instituto dos Vinhos do Douro e Porto lautet, befindet sich ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeit Palacio da Bolsa. Weitere Informationen zum Port und zum Portweininstitut findet Ihr hier: Portweininstitut 

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Blick ins Dourotal

Neben Porto und Villa Nova Gaia gibt es für Portweininteressierte ein weiteres absolutes Muss. Nämlich die Wiege des Portweins bzw. dessen Anbaugebiet, das Dourotal. Obwohl der Douro auch durch Porto fließt, befindet sich das Weinanbaugebiet so ca. 40 km im Landesinneren. Das Anbaugebiet unterteilt sich in drei unterschiedliche Bereiche. Diese unterscheiden sich durch ihre Böden, die Zahl der Sonnenstunden und die Niederschlagsmenge. Je weiter man in Richtung spanischer Grenze kommt, umso trockener ist das Gebiet. Das hintere Dourotal mit seinem seit altersher angelegten Weinbergen gehört mittlerweile sogar zum Unesco-Weltkulturerbe. Diese Gegend ist aber nicht nur in Bezug auf den Weinanbau von Interesse – sondern eine wundervolle Gegegen einfach nur zum Anschauen. Um hierher zu kommen, gibt es unterschiedliche Transportmittel. Man kann mit dem eigenen Auto oder dem Regionalzug hierher fahren. Auch werden Touren per Schiff angeboten. Wobei dieses sehr lange dauert. Ohne eigenes Fahrzeug hat man auch das Problem, dass viele der Weingüter sich auch außerhalb der Orte befinden. Daher haben wir uns für eine geführte Tour entschieden. Bei den Touren fährt man häufig in Kleingruppen bis zu 6 Personen in einen Kleinbus. Unsere Tour führte uns zu verschiedenen Punkten innerhalb des Dourotals. Wobei wir viel Zeit im mittleren Teil des Tals in Pinaho verbrachten. Neben ein paar tollen Fotostopps haben wir hier eine kleine einstündige Bootstour auf dem Douro unternommen.

Diese werden in den alten renovierten Schiffen, den sogenannten Barcos Rabelos angeboten, die früher zum Transport der Weinfässer nach Porto benötigt wurden. Bei der Bootstour kann man die verschiedenen Weinberge und Weingüter die sogenannten Quintas an den Hängen bewundern. Danach gab es einen kurzen Stopp beim mit Fliesen verzierten Bahnhofsgebäude und ein leckeres regionales Mittagessen. Danach fuhren wir dann natürlich auch zu einer der Quintas.

Wir besichtigten die Quinta do Bomfim. Diese gehört zu der großen Symington Gruppe. Zu diesem Unternehmen gehören z.B. die Marken Graham´s, Cockburn´s und Dow´s Port. Hier konnten wir uns neben den unterschiedlichen Weinbergen auch die Produktionsanlagen für den Wein anschauen. Hier vor Ort wird der Portwein erstellt, um anschließend nach Villa Nova Gaia transportiert zu werden. Da dort die Lagerung des Port erfolgt. Hier in der Gegend wäre es viel zu trocken und es sind nicht optimale Lagervoraussetzungen gegeben. Wir haben eine nette 30 minütige Führung bekommen, bei der wir auch ein Film über die Herstellung gezeigt bekommen haben. Wie alle Portweinproduzenten wird häufig mit Maschinen gearbeitet, obwohl ein paar besondere Abfüllungen auch noch nach der althergebrachten Methode hergestellt werden. Hier müssen ca. 20 Personen für eine relativ lange Zeit die Trauben mit den Füßen pressen. Natürlich konnten wir hier am Ende der Führung  auch noch drei Ports probieren. Mehr über die Quinta do Bomfim findet Ihr hier.

Wer nach einem Touranbieter sucht, kann ich Euch Raquel von Discovery Douro wärmstens empfehlen. Hier findet Ihr weitere Informationen über die Agentur und die angebotenen Touren: Discovery Douro
Vor dieser Reise interessierte mich Port nicht wirlich. Jetzt muss ich aber sagen, was für ein tolles Getränk der Portwein ist und was für eine große Vielfalt er bietet. Es war sehr spannend zu sehen, wie er hergestellt wird und was alles dahinter steckt. Ich muss sagen, ich bin ein wirklich großer Portweinfan geworden. In diesem Beitrag habe ich mich vor allem Porto und die Gegend und Empfehlungen für Besichtigungen konzentriert. Für die Portweineinsteiger werde ich in den nächsten Wochen auch eine kleine Einführung in den Portweingenuss und die unterschiedlichen Arten hier auf dem Blog veröffentlichen.

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Ausstellung alter Portweinflaschen

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Der Martinez – ein alter Cocktail ganz aktuell

Drinklabor_MartinezHeute möchte ich mich einen schon recht alten Klassiker widmen – dem Martinez. Dieser Cocktail wird auch als Urvater des heutigen Martinis angesehen, auch wenn er heute leider ein wenig aus der Mode gekommen zu sein scheint. Auf diesen Cocktail hat mich der Sembo von der neuen tollen Bonner Bar „The Old Jacob“ gebracht, als wir uns über geniale  Gincocktails unterhalten haben. Der Martinez war schon im Cocktailbuch-Klassiker von Jerry Thomas in „How to Mix Drinks“von 1887 aufgeführt. Wobei die genaue Herkunft mal wieder, wie bei vielen Cocktails nicht genau belegt ist. Und natürlich gibt es einige Anekdoten und Geschichten darüber, wie er entstanden ist. So soll dieser Jerry Thomas ihn auch den Namen gegeben haben, wobei in der Erstauflage seines Buches 1862 er nicht aufgeführt gewesen ist. Dieser Jerry Thomas war Bartender im Occidental Hotel. Die Bar war ein beliebter Platz zum Trinken und lag genau auf dem Weg von der Montgomery Street nach Martinez. Eines Tages hat er einen Cocktail für einen Gast entwickelt, der gerade auf dem Weg nach Martinez war, um von dort die Fähre zu nehmen. Und so soll er sich entschlossen haben, diesen Drink Martinez zu taufen. Ob es so stimmt, mag dahin gestellt sein, es hört sich aber gut an. Natürlich beansprucht auch die Stadt Martinez selbst, Ursprung diesen Cocktails zu sein. Es wird wie bei vielen Klassikern in den Nebeln der Cocktailgeschichte verschwinden. Das besondere an dem damaligen Rezept war, dass der Martinez noch sehr stark Wermut dominiert war. Hier mal die Zutaten des Originals von 1887:

  • 12 cl roten Wermut- eigentlich nach Original nur Carpano Antica Formula
  • 3 cl Old Tom Gin – damals war diese Gin Form – die heute wiederbelebt wird – quasi Standard
  • 1 Dash Angostura Bitter
  • 1 Barlöffel voll Marascino Likör

Im Originalrezept war von 1 Pony Old Tom Gin (entspricht ca. 3 cl) und einem Wineglas of Vermouth (ca. 12 cl) die Rede. Häufig wird dies aber in der Barszene als zu viel Wermut angesehen und man interpretiert es eher als 6 cl Wermut. Von der Vorgehensweise funktioniert der Martinez wie der Dry Martini auch, man rührt die Zutaten auf Eis in einem Rührglas und seiht das Ganze in vorgekühlte Martinikelche ab. Für mich ein sehr leckerer Cocktail – das hängt aber auch mit meiner Begeisterung für den Antica Formula zusammen – den ich auch gern mal pur trinke.

Wer das Getränk ein wenig ausgewogener aber für mich auch subtiler mag, versucht die Neuinterpretation durch Mr. Martini. Dieser ist ein von mir geschätzter Bar-Blogger und Cocktailenthusiast, der seit 2006 einen Blog und auch einen Podcast unter dem Titel „Behind the Bar Show“ herausgibt. Diese kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen, obwohl in der letzten Zeit nicht viel nachkam. Bei ihm ist das Verhältnis von Gin und Wermut, ähnlich wie beim Negroni angeglichen und er ergänzt den Cocktail noch mit Orangebitters. Auch er verwendet als Gin einen Old Tom Gin oder einen Genever. Beide sind ein wenig gesüsst und geben dem Drink eine gewisse Abrundung. Da ich gerade keinen Old Tom im Hause hatte, habe ich normalen Dry Gin verwendet und noch ein wenig Zuckersirup ergänzt.

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Und damit Ihr es zu Hause nach machen könnt, hier mein Rezept in starker Anlehnung an Mr. Martini:

4 cl Gin – ich habe Bombay Saphire verwendet

4 cl Vermuth – natürlich Carpano Antica Formula

1 cl Zuckersirup

7 ml Luxardo Marascino Likör – hier beachten 7 ml also 0,7 cl – beim ersten Misch-Versuch habe ich leider den Cocktail ein wenig hingehimmelt mit 7 cl 🙂

2 Dashes Angostura Bitter

2 Dashes Orange Bitters – ich habe den von Bitter Truth verwendet

Auch hier wird alles zusammen, ordentlich auf Eis im Rührglas gerührt und auch hier in vorgekühlte Martini-Gläser abgeseiht. Dazu gibt man dann noch eine Zitronenzeste als Dekoration. Ich kann nur sagen, ein wirklich leckerer Klassiker, der in der Neuinterpretation eine wirklich leckere Alternative zum Negroni ist. Viel Spaß beim selber ausprobieren.

 

 

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Lisbon Winery – eine geniale Weinverkostung

Drinklabor_LisboneWinery1Wie Ihr ja schon an den anderen Beiträgen gesehen habt, waren wir über Ostern in Portugal, genauer gesagt in Lissabon. Und diese Stadt gibt doch neben den wunderbaren Orten, Plätzen, Denkmälern und Menschen auch viel her für einen Getränkeblog. Bisher habe ich schon zwei Beiträge über Lissabon geschrieben.  Den Beitrag zum portugiesischen Gin findet Ihr hier. Ein Beitrag über eine tolle Whiskysammlung in Lissabon könnt Ihr über diesen Link erreichen. Natürlich darf bei Berichten über Lissabon und Portugal der portugiesische Wein nicht vergessen werden. Es ist immerhin das meistgetrunkene Getränk, zumindest was alkoholische Getränke angeht. Noch dazu ist er äusserst lecker und weist eine große Vielfalt auf.  Erstaunlicherweise führt portugiesischer Wein bei uns in Deutschland noch ein ziemliches Schattendasein. Natürlich kennt man den verarbeiten Wein – also den aufgespriteten Port. Aber wenn es um normale Weiß- oder Rotweine angeht, muss man bei uns doch länger suchen. Manchen wird noch der Vinho Verde aus Nordportugal ein Begriff sein. Der leicht mit Kohlensäure versetzt wird und einen wunderbaren Sommerwein darstellt. Aber wie ich erfahren habe, war in diesem Jahr die grösste Dichte an portugiesischen Winzern auf der Prowein in Düsseldorf anzutreffen. Und vielleicht trägt dies auch  zu einer höheren Bekanntheit bei, zu wünschen wäre es.

Wenn man in Portugal essen geht, hat fast jedes Restaurant einen Hauswein, den man ohne weiteres bestellen kann. Häufig ist es ein leichter, sehr süffiger Wein. Da wir uns aber auch ein wenig genauer mit den portugiesischen Weinen auseinandersetzen wollten, haben wir an einer Weinprobe teilgenommen. In Lissabon gibt es einige Weinbars, die einen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir sind auf Empfehlung zur Lisbon Winery gegangen. Das Lokal hat über 200 Weine im Angebot, da sollte sich doch was passendes finden lassen.  Es befindet sich im Stadtteil Barrio Alto und ist recht modern, aber trotzdem gemütlich eingerichtet. Ein Highlight des Lokals ist die im hinteren Teil zu findene restaurierte Zisterne. Die ist bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 2009 aufgetaucht. Da sie ein Unikat darstellt, hat die archäologische Ausgrabung und Sicherstellung die Restaurierung um ganze 2 Jahre verzögert. Schön das es das Lokal trotzdem noch gibt und sie jetzt mit der Zisterne einen wundervollen Blickfang haben. In der Lisbon Winery werden Nachmittags verschiedene Tastings angeboten. In den Abendstunden könnte auf Grund der höheren Gästezahl eine ordentliche Begleitung des Tastings nicht gewährleistet werden. Wir hatten das Glück, dass Alex – man kann ihn auch das portugiesische Weinwiki nennen – uns auf Grund der geringen Gästeanzahl auch noch um 17.30 Uhr ein Tasting angeboten hat. Dabei geht er ganz individuell auf die Vorlieben der Tester ein und hat keinen vorgegebenen Ablauf.

Drinklabor_LisboneWinery2Gestartet haben wir mit einer Olivenölprobe. Er stellte uns drei unterschiedliche Olivenöle und unterschiedliche Brote hin. So konnten wir hier schon mal unsere Geschmacksknospen schärfen. Alex fragte uns vorab, welche Vorlieben wir haben. Wir entschieden uns eher für die Rotweinfraktion. Er meinte aber wir müssten auch einen Weißwein probieren. Außerdem einigten wir uns auf geringere Mengen, um dann mehrere unterschiedliche Sorten zu probieren. Wir starten mit zwei Weißweinen. Zu Beginn gab es einen Quinta dos Carvalhais von 2014. Fast wie eine Mischung aus Riesling und Gewürztraminer. Schöner Starter. Dann kam auch schon die erste Überraschung ein weißer RemeXido. Dieser Wein wurde für ein Jahr in einem ungarischen Eichenfass gelagert und kommt mit kräftigen 14 % daher. Er hat Anklänge an Tokajer. Diesen trinkt man auch bei höheren Temperaturen als klassischen Weißwein. Der Wein war sehr eigen, aber etwas besonderes und habe so etwas auch noch nicht im Glas gehabt. Dies ist auch einer der Lieblingsweine von Alex. Ein Ziel vom ihm war auch, uns eine große Vielfalt und Besonderheiten zum probieren zu geben und nicht die Standards. Mit dem RemeXido war das schon mal gelungen. Dann gab es eine kleine Essenspause mit einer tollen Käseplatte mit unterschiedlichen Käsesorten aus ganz Portugal und dazu eine selbstgemachte Kürbismarmelade – sehr lecker.

DrinklaborLisboneWinery_3Und weiter ging es mit Rotwein – mit dem Humus. Dieser kommt aus der neuen Wein-Region Lissabon. Früher wurde diese als Estremadura, wie die Region in Spanien bezeichnet. Da aus dieser Region häufig nicht so guter Wein kam, ergab sich eine große Verwechselungsgefahr. So entschied man sich die Region um Lissabon in den Stadtnamen umzubenennen. Dieser Wein kommt wie viele andere Weine des Abends auch, von alten Weingütern. Diese sind aber mittlerweile von der jungen Generation übernommen worden. Und diese jungen Leute sind häufig besser ausgebildet und viel experimentierfreudiger. So das die portugiesische Weinszene auch in den nächsten Jahren noch spannender wird. Beim Humus war der Name Programm. Die erste Nase ging gar nicht. Man hatte den Geruch von Waldboden und Laub in der Nase. Hier gab er uns aber den Tipp erstmal stehen lassen und ihm Zeit geben. Und tatsächlich nach 15 – 20 Minuten kamen ganz andere Gerüche nach dunkler Frucht wie Sauerkirschen zum Vorschein. Hier zeigt sich wieder die Erkenntnis, die für viele Getränke gilt: „Gib dem Getränk Zeit“. Der vierte Wein war ein Vinhas Velhas von Luis Pato aus der Beiras Region. Der Wein war von 2010 einem sehr trockenen Jahr in Portugal. Hier hat der Winzer einen Großteil der Trauben weggeschnitten, so dass trotz der Hitze noch ein guter Wein herauskam.

Der nächste Wein war einer unserer Favoriten des Abends – ein Herdade dos Grous aus 2013.  Er kommt aus der Region Alentejo. Hier wurde u.a. eine Traube eingesetzt, die früher häufig nur zur Färbung mit eingesetzt wurde. Dieser Wein ist ein Moonshinewine -was aber nichts esoterisches ist, sondern der Temperatur in der Region geschuldet ist. Weil Nachts die Temperaturen viel niedriger sind, als tagsüber – erzielt er viel bessere Ergebnisse bei der Qualität. Als nächstes kam ein Vierra aus der Douro ins Glas. Dies war ein Gran Reserva, wie wir gelernt haben ein geprüftes Qualitätskriterium. Denn im Gegensatz zu Spanien wo nur das Alter zählt,  muss ein Gran Reserva in Portugal von einer Jury für gut befunden werden. Als nächstes kam nochmal ein RemeXido ins Glas, dies mal als Rotwein. Hier konnte man eine tolle Showeinlage von Alex beobachten. Da er die Flasche gerade erst geöffnet hatte, wurde der Wein wild im Dekanter geschüttelt. Ich habe schon erwartet, er würde ihn wie ein Barkeeper noch in die Luft schleudern. Da dieser Wein direkt aus der Uferregion stammt, meint man fast sogar ein wenig das Salz schmecken zu können. Dazu kam noch ein extrem  trockener Abgang.

Drinklaor_LisboneWinery_EssenDann gab es wieder eine kleine Essenspause. Diesmal mit einer tollen Auswahl an unterschiedlichen Salamis und Chirrizos. Einfach nur Lecker….Und zum Abschluss meinte Alex sollten wir natürlich auch Port probieren. Der erste Port war ein Quinta dos Murcas – ein Vintage aus 2011. Gefolgt von einem Dalva Port von 2000. Beide sehr aromatisch, süss, schöne Fruchtnoten – einfach lecker. Und dann meinte Alex uns noch etwas besonderes zu kredenzen. Nämlich weißen Port, der häufig auf Grund seiner Jugend häufig nicht so beachtet wird. Dieser wird selten länger gelagert und häufig sehr schnell abgefüllt. Aber Alex ist ein Fan von weißen Port und wollte uns auch dafür begeistern. So durften wir mit einem 20 jährigen weißen Port von Vieira de Sousa starten. Der Vater des jetzigen Winzers hat früher viel Ruby und Twany Port an die großen Portproduzenten geliefert. Da weißer Port als  nicht so gut galt, lies er sich häufig im Gegenzug weißen Port liefern. Und lagerte diesen weiter, so dass er mittlerweile eine gute Auswahl an wirklich alten weißen Ports besitzt und diese nach und nach abfüllt. So kamen wir am Schluss noch in den Genuss eines weißen Very Old Port Wein. Hier weiß man nur, dass er nach den Vorgaben mindestens 40 Jahre alt sein muss. Ein wirklich würdiger Abschluss eines genussvollen und lehrreichen Abends. Für die unter Euch, die nach Lissabon fahren, ich kann die Lisbon Winery und Alex nur wärmsten empfehlen.

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Hier die Adresse und Website.

Lisbon Winery Rua da Barroca 13, Lissabon

Neben den bisherigen Berichten aus Lissabon, könnt Ihr Euch noch auf einen weiteren Beitrag freuen. In diesem wird es um portugiesisches Craftbeer gehen. Das gibt es wirklich und ist ausgesprochen lecker. Bis dahin tchau.

 

 

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Der Negroni – eine Abwandlung

Drinklabor_Negroni_abgewandeltPassend zum Wochenende gibst eine „bittere“ Empfehlung für Euch. Die Bitterfans unter Euch kommen also auf ihre Kosten. Der Negroni – einer der wenigen europäischen Cocktailklassiker. Dieser wurde um 1920 in Florenz im Caffè Casoni in der Via de′ Tornabuoni erfunden. Die Legende erzählt, dass  der Graf Camillo Negroni einen mit Gin verlängerten Americano bestellte.  Wichtig war dabei, dass alle drei Zutaten im gleichen Verhältnis gemischt wurden. Der Ursprungsnegroni wurde mit Gin, Campari und roten Vermouth gemischt und zur Unterscheidung mit einer Orangenschale verziert. Der ursprüngliche Americano wurde meist mit Zitronenschale garniert. Das schöne beim Negroni ist, dass man mit ihm wunderbar experimentieren kann. Man kann natürlich unterschiedliche Gins einsetzen. Viele Barkeeper experimentieren aber auch mit anderen Spirituosen. Den süssen Wermut kann man auch durch trockenen ersetzen oder andere gespritete Weine, z.B. eine Lillet.  Und sogar den Campari könnte man durch Aperol ersetzen, falls man es nicht zu bitter mag. Dieser Cocktail bietet also eine große Bandbreite an Möglichkeiten zum Experimentieren.

Wie oben angekündigt, soll es ja speziell etwas für Bitterfans sein. So habe ich den süßeren roten Wermut ersetzt. Ich habe anstatt diesen eine Mischung aus weißen trockenen Wermut Nolly Prait und Punt e Mes genutzt. Dies führt zwar zu einer stärkeren Betonung der Bitterkeit – aber ich mag das.

Zutaten:

  • 3 cl Gin (ich habe Bulldog Gin verwendet)
  • 3 cl Campari
  • 1,5 cl Nolly Prat
  • 1,5 cl Punt e Mes

Das ganze auf Eis kalt rühren und dann in ein mit Eis gefüllten Tumbler gießen. Zur Garnierung kommt eigentlich eine Orangenzeste dazu, aber leider keine Orange im Haus. Viel Spaß beim Ausprobieren und Trinken. Genießt das Wochenende.

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